Der Auto-Check: Sicher durch den Winter

Landkreis - Der Winter rückt immer näher. Höchste Zeit, Auto, Motorrad & Co. für die kalte Jahreszeit fit zu machen.

Ausrüstungs-Check: Das gehört in jedes Auto!

Fallen die ersten Schneeflocken, denken Autofahrer vor allem an eines: Jetzt schnell die Winterreifen aufziehen! Doch die passenden Gummis alleine machen des Deutschen liebstes Kind nicht winterfest. "In der kalten Jahreszeit gehören Starthilfekabel und Abschleppseil auf jeden Fall in den Kofferraum. Am besten führt man diese wichtigen Hilfsmittel ohnehin das ganze Jahr über mit", raten die Kfz-Experten von ERGO und ergänzen: "Außerdem sollten verantwortungsbewusste Fahrer vor dem ersten Winterausflug ihren Erste-Hilfe-Kasten überprüfen und sicherstellen, dass dieser komplett bestückt ist. Warndreieck und Ersatzreifen müssen ebenso in einwandfreiem Zustand sein."

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Auch Eiskratzer, Handbesen, Antibeschlagtuch und Türschlossenteiser (bitte nicht im Handschuhfach!) gehören zur Winterausrüstung unbedingt dazu. Zudem empfehlen die ERGO Experten, immer ausreichend Scheibenfrostschutzmittel mitzuführen. Warme Handschuhe und eine dicke Wolldecke sollten ebenfalls immer im Fahrzeug liegen: "Wer im Schneetreiben stecken bleibt, möchte nicht auch noch frieren, während er auf den Abschleppdienst wartet", so die Kfz-Experten.

Je nach Witterung und Fahrtziel packen vorsorgende Autofahrer Schneeketten in den Kofferraum, bei längeren Fahrten sollte man außerdem einen Reservekanister dabeihaben. Doch Vorsicht: In manchen Ländern ist nur eine begrenze Menge Benzin im Kofferraum erlaubt, andere Staaten verbieten die Mitnahme komplett.

Winterschlaf für Motorrad und Co.

Ob trendiger Italo-Roller oder PS-starke Rennmaschine: Die meisten Biker gönnen ihren motorisierten Zweirädern über den Winter eine Betriebspause. Ist die Motorradsaison vorbei, reicht es jedoch nicht aus, den fahrbaren Untersatz einfach nur am Straßenrand zu parken.

"Damit Motorrad und Co. im Winter keinen Schaden nehmen und im Frühjahr auch wieder anspringen, gilt es, Vorbereitungen zu treffen", wissen die ERGO Kfz-Experten. Biker sollten ihr Kraftrad zuerst gründlich reinigen und danach mit Konservierungsmittel behandeln. Kleben Schmutz und Dreck auf dem Blech, kann sich darunter Rost bilden. Blank geputzt überwintern Motorbikes am besten an einem trockenen Ort, idealerweise in der Garage: Dort sind sie gut gegen Wind und Wetter geschützt.

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"Wichtig ist es auch, vor dem Winter das Öl zu wechseln und die Kühlerflüssigkeit frostsicher zu machen. Hat das Motorrad einen Tank aus Blech, muss dieser voll sein; Plastiktanks hingegen müssen leer sein", sagen die Kfz-Experten und empfehlen, eventuelle Mängel ebenfalls jetzt zu beheben: "Bis zum Frühjahr hat man eine lockere Mutter bestimmt wieder vergessen." Die Batterie sollte abgeklemmt oder ganz ausgebaut werden; sie überwintert am liebsten an einem trockenen, frostsicheren Ort. Zu guter Letzt sollten Zweiradfahrer den Reifendruck um etwa ein halbes Bar erhöhen oder das Gefährt aufbocken und so die Reifen entlasten. Andernfalls drohen Schäden an den teuren Gummis.

Sicher durchs Schneetreiben

Glatte, vereiste Fahrbahnen und schlechte Sichtverhältnisse stellen selbst erfahrene Fahrzeuglenker immer wieder vor Probleme. "Bei Schnee und Eis kann der Bremsweg bis zu viermal länger sein als auf trockenem Untergrund", warnen die ERGO Experten: "Man sollte daher Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand an Witterungsbedingungen und Straßenverhältnisse anpassen."

ADAC-Test 2011: Winterreifen 195/65 R15 T

ADAC-Test 2011: Winterreifen 195/65 R15 T

Besondere Glättegefahr droht auf Brücken, Kuppen, in Unterführungen, Waldgebieten und auf wenig befahrenen Straßen. Und auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Frühmorgens und spätabends sind in der Regel keine Räum- und Streufahrzeuge unterwegs! Behutsamkeit und Voraussicht sind im Winter stets gute Ratgeber: "Man sollte sein Auto möglichst im niedrigen Drehzahlbereich halten.

ADAC-Test 2011: Winterreifen 175/65 R14/T

ADAC-Test 2011: Winterreifen 175/65 R14/T

So empfiehlt es sich beispielsweise, im zweiten Gang anzufahren. Das Resultat ist eine bessere Bodenhaftung der Reifen", wissen die Kfz-Experten. Plötzliches Gasgeben oder Bremsen hingegen kann dazu führen, dass das Fahrzeug wegrutscht oder gar ausbricht. Durch schnelle Lenkbewegungen kann das Auto ebenso leicht ins Schleudern kommen. Wer bei Schnee und Eis am Steuer ruhig bleibt, kommt in der Regel sicher und entspannt ans Ziel.

Pressemitteilung ERGO

Quelle: rosenheim24.de

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