Stromer im Test

Audi e-tron 55 quattro: Das erste Elektroauto des Ingolstädter Autobauers im Fahrbericht

Der e-tron ist das erste Elektroauto des Ingolstädter Herstellers Audi.
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Der e-tron ist das erste Elektroauto des Ingolstädter Herstellers Audi.

Das erste Elektroauto von Audi ist ein SUV: Wir waren mit dem e-tron 55 quattro unterwegs und haben Erfahrungen gesammelt. Vor allem das Laden trübt den Spaß.

  • Der e-tron ist das erste Elektroauto von Audi.
  • Wir waren mit dem 55 quattro unterwegs.
  • Besonders auf kürzeren Strecken kann der E-SUV punkten.

Die Elektrowelle rollt. Kein Hersteller kann mehr ohne einen Stromer sein – aus Prestige und aus Gründen der Flotten-Sauberkeit. Audi hat mit dem e-tron ein klassisches, eigenständiges SUV präsentiert, größenmäßig zwischen Q5 und Q7 angesiedelt. Wir waren mit dem 55 quattro unterwegs und wollten wissen, wie sich Audis Elektroauto* im Alltag schlägt.

Audi e-tron 55 quattro: Es beginnt mit Stille

Man merkt erst einmal überhaupt nicht, dass da unter der Motorhaube kein Verbrenner werkelt. Die Startprozedur unterscheidet sich nicht vom Gewohnten. Auch wenn dann der Knopf gedrückt wird, hört man erst einmal nichts. Fahrstufe einlegen – immer noch Stille. Und das bleibt so beim Fahren. Erst wenn man mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs ist, hört man den Wind pfeifen.


Trotz seiner üppigen Maße – der e-tron ist 4,90 Meter lang und 1,94 Meter breit – schwimmt er auch im Stadtverkehr gut mit und lässt sich dank übersichtlicher Karosserie und jeder Menge bei Bedarf eifrig piepender elektronischer Assistenzsysteme auch gut rangieren. Außerorts ist der Audi natürlich ein sehr bequemer Reisewagen.

Üppig: Der Audi e-tron ist 4,90 Meter lang und 1,94 Meter breit.

Die Reichweite: Wie weit kommt man im Audi e-tron 55 quattro

Unterwegs bemerkt man dann den gravierendsten Unterschied zu herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen: Schon bald wandert der Blick des Fahrers unterwegs regelmäßig zwischen Geschwindigkeits- und Reichweitenanzeige hin und her. Der Zusammenhang zwischen Tempo und Reichweite* wird einem sehr deutlich bewusst.

Beim täglichen Pendeln mit dem sicheren Wissen einer verfügbaren Ladesäule am Arbeitsplatz ist das noch recht entspannt. Da darf's auf der Autobahn auch mal ein Zwischenspurt bis Tempo 200, dem Maximaltempo, sein, um auch das mal auszuprobieren. Oder man drückt das Fahrpedal ganz durch und erlebt bei voller Leistungsabgabe (408 PS/664 Nm) mit dem 2.565 Kilogramm schweren Koloss atemberaubende Beschleunigung.

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Suche nach der Ladesäule: Das Bordmenü des Audi e-tron hilft weiter

Bei der sonntäglichen Fahrt zu den Schwiegereltern aufs Land ist dann richtig Planung erforderlich: 360 Kilometer Gesamtstrecke – dafür reicht die bei vollen Akkus angezeigte Reichweite von gut 300 Kilometern nicht. Ohne Laden droht, im Range Mode nach Hause kriechen zu müssen. Also im Bordmenü nachgeforscht – und da wird nahe des Ziels eine Lademöglichkeit angezeigt.

An der Schnellladesäule geht das Laden flott - nur muss man erstmal eine finden.

Die Ladezeit wird in diesem Fall mit einem ausgiebigen Spaziergang überbrückt – der Weisheit letzter Schluss ist das aber nicht. Ohne Ladesäule* oder zumindest Wallbox am Ziel sind zeitraubende Zwischenstopps notwendig, denn nicht in jedem Ort auf dem Land steht eine Schnellladesäule. Mit Haushaltsstrom zu laden, wird eine 24-stündige Angelegenheit.

Nach insgesamt über 1.800 gefahrenen Kilometern zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 27,7 kW/h pro 100 Kilometer – ein Wert im oberen Bereich. Schon bald hat man sich daran gewöhnt, dass auch mit den Schaltpaddeln am Lenkrad rekuperiert werden kann.

Autor Volker Pfau beim Laden des Audi e-tron.

Technische Feinheiten: Im Innenraum wartet der Audi e-tron mit einigen Schmankerln auf

Lob verdient sich der e-tron für so manches Schmankerl wie den farbig illuminierten Innenraum, den Audi als Ambientebeleuchtung bezeichnet. Auch der Bildschirm hat es in sich: Beim Drücken der "Tasten" gibt es ein haptisches Feedback als hätte man eine richtige Taste gedrückt. Die Flächen sind gefedert gelagert, die "Tasten" müssen ein klein wenig fester gedrückt werden, bis es klackt. Dadurch werden Fehleingaben durch versehentliche Berührung verhindert.

Schicker Innenraum: Besonders die Ambientebeleuchtung gefällt.

Wenig Platz fürs Gepäck im Audi e-tron 55 quattro: Der Kofferraum ist relativ klein

Der Kofferraum ist relativ klein ist und hat eine hohe Ladekante, unterm Ladeboden gibt’s immerhin ein Zusatzfach. Mit 82.350 Euro  steht der Audi e-tron 55 quattro in der Liste, unser Exemplar kostete dank diverser Zusatzausstattungen 107.464,98 Euro.

Der Kofferraum des Audi e-tron ist relativ klein und hat eine hohe Ladekante.

Fazit: Der e-tron ist ein feines Fahrzeug, komplett und edel ausgestattet und durchaus tauglich für den alltäglichen Kurzstreckenbetrieb. Langstreckenfahrten werden bei der Reichweite aber zu einer sehr umständlichen und planungsintensiven Angelegenheit, sodass letztlich zu viel vom großen Potenzial dieses Autos ungenutzt bleibt.

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Volker Pfau

Die irrsten Autofahrer der Welt

Scheibenwischer kaputt?! Mit einer Paketschnur per Handbetrieb war ein Autofahrer bei Regen auf der Autobahn unterwegs.
Scheibenwischer kaputt?! Mit einer Paketschnur per Handbetrieb war ein Autofahrer bei Regen auf der Autobahn unterwegs. © Polizei
Ein toter Walhai wird auf einem Traktor zu einem Fischgroßmarkt in Xiangzhi (China) transportiert. Ein einheimischer Fischer hatte den Walhai aus dem Meer gezogen. Anfangs war der Mann überzeugt, dass ihm ein "Seeungeheuer" ins Netz gegangen wäre. 
Petri Heil! Ein toter Walhai wird auf einem Traktor zu einem Fischgroßmarkt in Xiangzhi (China) transportiert. Ein einheimischer Fischer hatte den Walhai aus dem Meer gezogen. Anfangs war der Mann überzeugt, dass ihm ein "Seeungeheuer" ins Netz gegangen wäre.  © AFP
Polizei stoppt pinken Opel im "Pozilei"-Design.
Polizei stoppt pinken Opel im "Pozilei"-Design. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie in um 1.30 Uhr am Sonntagmorgen in Hüllerup bei Flensburg einen besonderes Fahrzeug stoppten. Und zwar einen rosafarbenen Opel. Hinter dem Steuer saß eine junge Fahrerin. © dpa/ Polizei Flensburg
Man muss schon sehr genau hinsehen, um zu begreifen, was der 47-Jährige aus Polen alles auf seinen 40-Tonner geladen hat: Auto auf Laster auf Laster auf Laster, also drei Fahrzeuge hatte der Lkw-Fahrer auf- und ineinander geladen. Der Polizei Krefeld fiel das ungewöhnliche Gespann auf, als der Mann gerade dabei war, einen weiteren Transporter auf den Anhänger seines Lastzuges zu laden. © Pol Krefeld
3 Laptops im Lkw
Bei einer Routinekontrolle stoppte die Schweizer Polizei am Montag einen Lastwagen mit drei Laptops im Führerhaus. Was einen normalen Menschen schon am Schreibtisch überfordert, praktizierte der Lasterfahrer ganz selbstverständlich hinterm Steuer auf der Autobahn. © Polizei Kanton Solothurn
Da die Hecktüren des Transporters trotz der Millimeterarbeit beim Einpacken nicht ganz zugingen, fiel die Ladung einer Streife der Autobahnpolizei auf. Die beiden kasachischen Fahrer hatten einen Mittelklassewagen auf die Seite gelegt und passgenau hochkant in ihren Kleintransporter geschoben. © Polizei/dpa
Zwei junge Autofreaks haben sich im Kreis Vechta mit einem umgebauten Auto der besonderen Art eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der Auspuff des Wagens ragte vorne aus der Motorhaube. Auch über das selbst gemalte Kennzeichen aus Pappe staunten die Beamten nicht schlecht. © Polizei/dpa
Manchmal muss selbst die Polizei noch staunen: Ein Autofahrer hat in Bremervörde eine Badewanne hinter sich hergezogen. Der Anhänger schlingerte an einem langen Seil hin und her. Funken flogen in alle Richtungen. In der Wanne saß ein Mann mit Motorradhelm. © dpa
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Auto mit Baumstämmen beladen
Bei einer Kontrolle in Eisenach hat die Polizei einen mit sechs Baumstämmen beladenen Kleinwagen aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer hatte seinen Ford Fiesta mit zweieinhalb Meter langen Stämmen beladen, die weit aus dem Kofferraum herausragten. Die Stämme hatten einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern und die Ladung war nicht gesichert. © Polizei/dpa
Das Wrack eines Pkw Jaguar wird von Tauchern der hessischen Wasserschutzpolizei aus dem Main bei Kelsterbach geborgen. © Polizei/dpa
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Panzer
Das braungrüne Tarnmuster auf dem Wagen hat wenig genutzt. Eine Streife der Polizeiautobahnstation Südhessen fiel der „Panzer“ sofort ins Auge. © Polizei
Panzer
Bei dem kuriosem Gefährt handelte es sich jeoch eigentlich um einen umgebauten Ford Galaxy im Camouflage-Look. Der 26-jährige britische Autobesitzer hatte einen „Geschützturm“ mit passendem Rohr auf das Dach montiert und den Van komplett in Tarnfarben umlackiert.  © Polizei
Pony auf dem Rücksitz: Die Polizei Koblenz stoppte den ungewöhnlichen Transport
Pony auf dem Rücksitz: Die Polizei Koblenz stoppte den ungewöhnlichen Transport. © POL Koblenz
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