Hohes Risiko

Unfall: Motorradfahrer leben gefährlich

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Die Zahl der schweren Motorradunfälle mit Verletzten oder gar Toten hat in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. Im Jahr 1980 wurden knapp 55.000 Motorradfahrer auf deutschen Straßen verletzt, im vergangenen Jahr 2012 waren es mit 27.367 nur halb so viele.

Einfach übersehen - Motorradfahrer haben ein viermal höheres Risiko als Autofahrer bei einem Unfall schwer oder tödlich verletzt zu werden, warnt der Autoclubs Europa (ACE).

Laut ACE waren bei Kollisionen von Motorrädern mit Autos deutlich häufiger der Autofahrer schuld. „Man darf nie vergessen, dass Motorräder wegen ihrer schmalen Stirnfläche schnell von Autofahrern übersehen werden. Vor allem nach langen Schlechtwetterphasen rechnen viele Autofahrer nicht mit schnellen Zweirädern“, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner in Stuttgart.

Oft verunglückten Motorradfahrer jedoch ohne Beteiligung Dritter. Dies gilt laut ACE für mehr als jeden vierten Motorradunfall. Gründe seien Selbstüberschätzung und Leichtsinn. In einer Gefahrensituation lässt es sich nicht so leicht beherrschen, wie ein Auto. Viele Zweiräder wären noch nicht mit Fahrerassistenzsystemen wie ABS ausgerüstet. Laut den Experten sind die Motorräder im Schnitt 15 Jahre alt, knapp doppelt so alt wie der deutsche Auto-Fuhrpark.

dpa

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