Lustiges aus der Autowelt

"Auto-Opa" oder "Griff ins Klo": Die absurdesten Autonamen

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Manchmal sorgen Autos nicht nur mit ihrem Äußeren für ein Schmunzeln. Wissen Sie, was "Pajero" bedeutet?

Ein Auto, das mieft oder bei dem ein Platten vorprogrammiert ist? Das will keiner. Bei diesen Modellen haben die Hersteller aber wohl nicht richtig mitgedacht.

Hersteller verpassen ihren Autos nicht einfach irgendeinen willkürlichen Namen. Er soll schon Emotionen transportiere n und für den Fahrer zum Symbol seiner selbst werden: temperamentvoll, wild und emotional oder elegant und aufregend. So lassen sich Marketing-Experten weltweit einiges einfallen, denn wer möchte nicht gerne einen Jaguar, Ford Mustang, Seat Ibiza, Mini Countryman oder Mercedes Grand Sports Tourer fahren. 

Doch selbst bei den PR-Profis geht der Versuch, den perfekten Namen zu finden, total daneben. Hier die zehn absurdesten beziehungsweise auch witzigsten Autonamen:

1. Hyundai Kona

Dieses Exemplar wurde der Weltöffentlichkeit erst kürzlich präsentiert. Das Kompakt-SUV soll in ganz Europa "Kona" heißen, nur nicht in Portugal. Dort kommt der Name nämlich unglücklicherweise verdächtig nahe an den portugiesischen Ausdruck "Cona", eine unschöne und abwertende Bezeichnung des weiblichen Geschlechtsorgans.   

2. Opel Mokka

Was hat denn ein Auto mit Kaffee zu tun? Das fragt sich wohl so mancher, der diesen Namen hört. Opel dachte offensichtlich an die Kaffeezubereitungsart, aber wurde dieses SUV in einer Feuersglut oder auf einer heißen Kochplatte hergestellt? Oder dachte die Marketingabteilung an den bräunlichen Farbton? Der genaue Zusammenhang wird wohl für immer geheim bleiben.  

3. Mitsubishi iMIEV

Da müssen Sie sicher gleich unfreiwillig schmunzeln: „iiih mief, wie bitte“? Wer will schon ein „miefendes“ Auto in seiner Garage. Dabei hat die Bezeichnung rein gar nichts mit unserer Assoziation für Gestank zu tun. MIEV steht für Mitsubishi innovativeElectric Vehicle und basiert auf dem 2006 eingeführten Model i der gleichnamigen Marke. Der Elektro-Kleinwagen kam in Japan 2009 auf dem Markt und wird in Deutschland seit 2014 unter dem wohlklingenderen Namen Mitsubishi Electric Vehicle angeboten. 

4. Toyota Opa

Mit dieser Modellbezeichnung wollten die japanischen Marketing-Experten ein Auto auf den Markt bringen, dessen Name sich dynamisch, jung und voller Energie anhört. „Opa“ leitet sich nämlich von dem portugiesischen Ausruf „opa!“ ab, dass so viel wie „hui“, „oh“ oder „wow“ bedeutet und eine Überraschung signalisieren soll. 

Dass es in deutschsprachigen Ländern genau das Gegenteil bewirkt, hatten die Japaner wohl nicht bedacht. Glücklicherweise bleib dem „Großvater-Toyota“ die Schmach erspart: der siebensitzige Kompaktvan wurde von 2000 bis 2005 ausschließlich im japanischen Raum vertrieben. 

5. Ford Probe

 „Einmal Probe fahren bitte“ – der Ford Probe kam Anfang der Neunziger nach Deutschland und bleib hier eher ein Ladenhüter. Ob dies an der misslungenen Modellbezeichnung liegt, kann nur gemutmaßt werden: Womöglich waren die potenziellen Käufer skeptisch, ob der Wagen für mehr als nur eine Probefahrt geeignet ist.

6. Toyota MR2 

Was sich für unsere Ohren harmlos anhört, ist für den Franzosen ein buchstäblicher Griff ins Klo. Dortzulande wird die Bezeichnung wie „merde“ (zu Deutsch „Scheiße“) oder „merdeux“, was so viel wie „Rotzlöffel“ bedeutet, ausgesprochen. Daher wurde der MR2 (Midship Runabout Two-seater) in Frankreich nur als Modell MR bezeichnet. Der sportliche Zweisitzer ist in Europa seit 2005 nicht mehr erhältlich.

7. Audi e-tron 

Mit der Produktmarke e-tron bezeichnet Audi seit 2009 seine Neuentwicklungen im Bereich der Elektro- und Plug-in-Hybride. Zunächst wurde die Bezeichnung nur für Konzeptstudien verwendet, mittlerweile sind auch einige Audis mit Elektroantrieb als e-tron-Serienfahrzeuge erhältlich. 

Das Elektroauto steht für Stärke, Eleganz und eine nachhaltige Zukunft. Im bekannten Film Iron Man 3 fährt Hauptdarsteller Robert Downey Jr. alias Tony Stark ebenfalls einen Audi R8 e-tron. Bei der Namensgebung geschah aber auch hier ein Faupax: im Französischen erinnert die Bezeichnung an das Wort „étron“, was so viel wie „Hundehaufen“ oder „Kothaufen“ bedeutet. 

8. Mitsubishi Pajero 

Der Wagen wurde nach dem Leopardus pajeros, einer südamerikanischen Raubkatze, benannt und hatte zahlreiche Erfolge bei der Dakar-Rallye, der wohl härtesten Motorsport-Wüstenrallye der Welt. Blöderweise sorgte der Name im spanischsprachigen Raum für Lacher: „Pajero“ bedeutet im Spanischen nämlich „Weichei“ und wird auch als Schimpfwort verwendet. Seitdem heißt das Auto in diesen Ländern „Montero“, ebenfalls ein weit verbreiteter spanischer Familienname.

9. Ford Pinto 

Bei der Markteinführung 1970 dachten die die amerikanischen Autobauer sicher nicht daran, dass den Ford Pinto „Betrunkene, Feiglinge oder Banditen“ fahren würden. Doch genau diese Bedeutung hat der Begriff „pinto“ in Südamerika. Im Portugiesischen bezeichnet das Wort zudem das männliche Geschlechtsteil oder auch ein Küken. 

Der Ford Pinto geriet seinerzeit zudem in negative Schlagzeilen: durch eine Fehlkonstruktion konnte bei Auffahrunfällen der im Heck platzierte Kraftstoff-Tank platzen. Erst nach mindestens 60 Unfällen mit Todesfolge wurde die Produktion eingestellt. 

10. Lada Nova 

Der in ursprünglich im kommunistischen Russland hergestellte Lada war bis Ende der 90er auch in Deutschland bekannt und ist bis heute in ehemaligen Ländern der Sowjetunion und in Kuba stark verbreitet. In den spanischsprachigen Ländern kommt das Automodell eher weniger an: wer will schließlich auch ein Auto fahren, das „nicht geht“ (Spanisch: „no va“)? Ursprünglich kommt Nova vom Lateinischen „novus“ und bedeutet „neu“ oder „Stern“.

11. Nissan Pivo 

Mit dieser Bezeichnung sorgt der japanische Hersteller in einigen osteuropäischen Ländern für mehr als nur einen Lacher. Seinem Namen nach könnte das elektrisch betriebene Auto tatsächlich Bier im Tank haben, denn das bedeutet das Wort „pivo“ in slawischen Sprachen wie Tschechisch, Russisch oder Slowenisch. Wie gut, dass es sich hier nur um ein Konzeptfahrzeug handelt.

12. Fiat Uno 

„Uno“ steht bekanntlich für „Eins“ – damit hatte Fiat wohl beabsichtigt die Nummer Eins unter den Kleinwägen zu werden. Für den italienischen Markt eine durchaus schlaue PR-Taktik, die aber leider in Finnland komplett ins Wasser fällt: Hier bedeutet „Uno“ nichts anderes als „Trottel“. Und wer will schon mit einem Deppen durch die Gegend fahren.

Aber nicht nur einzelne Modellbezeichnungen, auch ganze Firmennamen dienen in anderen Sprachen teilweise der Belustigung. So zum Beispiel beimsüdkoreanischen Hersteller KIA – in der englischen Militärsprache eine Abkürzung für „killed in action“, also „gefallen im Kampf“. Nichtsdestotrotz erfreut sich der Hersteller weltweit hoher Verkaufszahlen.

13. Mazda Laputa

Mit diesem originellen Namen wollten die Marketer von Mazda eigentlich an das Buch Gullivers Reisen von Jonathan Swift erinnern. In Spanien sollte man sich den Vertrieb aber genau überlegen, denn dort bedeutet "la puta" so viel wie "Hure" im Deutschen. Vielleicht wurde der Wagen auch deshalb nur von 1999 bis 2006 produziert.

14. Lamborghini Reventón

Auch wenn Lamborghini hierbei eher an einen unzähmbaren Kampstier dachte, Fahrer dieses Supersportwagens dürfen sich eigentlich nicht wundern, wenn sich ein Reifen verabschiedet. Der Begriff "reventón" bedeutet nämlich auf Spanisch genau das: "Reifenplatzer" oder "Platten". Gut, dass nur 22 Stück davon produziert wurden. Es handelt sich um eine limitierte Sonderauflage des Murciélago.  

Hier können Sie weiterlesen und erfahren, wie sich Audi-, Mercedes- und BMW-Fahrer voneinander unterscheiden.

von Julia Gershovych

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