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Führerschein, Punkte und Umweltzonen

2013 - Das ändert sich für die Autofahrer

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2013: Was auf Autofahrer im neuen Jahr alles zurollt.

Neue Führerscheine mit neuen Regeln und neue Umweltzonen - auch 2013 rollt einiges auf die Autofahrer 2013 zu. Das wichtigste im Überblick.

Neue Führerscheine samt geänderter Regeln, mehr Umweltzonen, höhere Bußgelder und vielleicht eine Neuordnung der Flensburger Verkehrssünderdatei – das sind nur einige der Änderungen, die 2013 auf die Autofahrer zukommen. Der TÜV Süd hat eine Übersicht der wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Es sind zum einen Vorgaben der Europäischen Union, die im neuen Jahr für deutsche Autofahrer Veränderungen bringen. Dazu gehört der neue Führerschein. Aber natürlich haben auch nationale Entwicklungen ihre Auswirkungen. Ein Beispiel sind die Unisex-Versicherungstarife. Die Bevorzugung oder Benachteiligung eines Geschlechts ist ab dem Jahreswechsel bei keiner Versicherung mehr zulässig.

Führerschein

Vom 19. Januar 2013 an gibt es neue Plastikkarten als Nachweis der Fahrerlaubnis. Sie sind ab dann nur noch 15 Jahre gültig. Die Frist gilt nur für das Dokument selbst. Die Fahrerlaubnis selbst ist nach wie vor unbegrenzt gültig. Nach Ablauf der Frist muss lediglich ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Gesundheitschecks sind nicht vorgesehen. Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, gelten bis 2032 unbefristet weiter.

Änderungen für Motorradfahrer

Veränderungen stehen bei der Fahrerlaubnis für Motorräder und bei Kombinationen von Kraftfahrzeugen mit Anhängern an. Die wichtigsten Neuerungen für Biker auf einen:

  • Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometern pro Stunde für den 16 und 17 Jahre alten Biker-Nachwuchs (Führerscheinklasse A1) wird ersatzlos gestrichen; die Leistungsbeschränkung von maximal 11 kW bei 125 Kubikzentimetern gilt weiter. Dabei darf das Verhältnis von Leistung/Gewicht von höchstens 0,1 kW/kg nicht überschritten werden.
  • Motorradfahrer ab 18 Jahren dürfen mehr Leistung auf die Straße bringen: anstatt 25 kW dann 35 kW in der Klasse A2 (Leistung/Gewicht nicht mehr als 0,2 kW/kg).

Für den Klassenaufstieg gilt: Jeweils nach zwei Jahren mit praktischer Prüfung. Wer schon im Besitz der Fahrerlaubnis ist, kommt in den Genuss der Besitzstandsregelung und darf mindestens all das fahren, was bisher von der Genehmigung gedeckt war.

Parken

Gerade in Großstädten ist das Parken in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Nun sollen auch die Verwarnungsgelder bei Falschparken drastisch steigen. Für manche Fälle ist zum 1. April eine Verdoppelung geplant. Die Erhöhung muss allerdings noch parlamentarische Hürden nehmen.

Punkte

Ähnlich sieht es mit einem Plan des Bundesverkehrsministers aus. Der möchte noch 2013 das Flensburger Punktesystem reformieren. Das letzte Wort hat jedoch der Bundestag. Einen Termin für eine Abstimmung gibt es noch nicht.

Umweltzonen

Kaum eine Großstadt verzichtet noch auf die Umweltzone. 2013 kommen neue hinzu: Um das schwäbische Ludwigsburg entsteht ein weiteres zusammenhängendes „Sperrgebiet“. Ohne Plakette rollt 2013 auch kein Auto mehr in Mainz und Wiesbaden. Städte in Baden-Württemberg sperren zudem im neuen Jahr alle Autobesitzer aus, deren Fahrzeug keine grüne Plakette hat. „Insgesamt erhöht sich die Zahl der Umweltzonen von derzeit 43 auf 50, die der Städte und Gemeinden mit Fahrverboten für Gelb oder Rot steigt von 59 auf 71“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD.

Sparen

Gar keine Probleme mit Umweltzonen haben Elektrofahrzeuge. Wer ein solches bereits besitzt oder bald kauft, hat Vorteile bei der Steuer. Bei Anschaffung eines Null-Emissions-Fahrzeuges bis Ende 2015 gibt es für zehn Jahre eine Befreiung von der Kfz-Steuer. Die Regelung gilt rückwirkend für alle Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2011 zugelassen wurden. Bisher dauerte die Steuerbefreiung nur fünf Jahre. Dagegen sinkt die Förderung der Nachrüstung von Partikelfiltern für Diesel. 2013 beträgt sie nur noch 260 statt 330 Euro.

Spritpreise

Das Bundeskartellamt will im neuen Jahr die von der Regierung beschlossene Markttransparenzstelle einrichten. Über eine Online-Plattform sollen sich Verbraucher so laufend über aktuelle Kraftstoffpreise informieren können.

Ausland

Einige Länder erhöhen die Maut. Dazu gehört Österreich, wo die Zehn-Tages-Vignette um 30 Cent auf 8,30 Euro steigt. Dort sind auch höhere Bußgelder in der Diskussion.

mm/tz 

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