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Die erste eigene Wohnung: So organisiert man das Umzugs-Chaos

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Es ist an der Zeit: Mit dem Studienbeginn ziehen viele von zu Hause in die erste eigene Wohnung.

Der Semesterbeginn ist für viele Familien das Ende einer Ära: Einer zieht aus, beginnt sein eigenständiges Leben. An was muss man da nicht alles denken und das schon weit vor dem Umzugstag? Eine Zeitleiste lenkt durch das Organisationschaos.

Das Abitur in der Tasche, und das Studium beginnt. Das heißt für die meisten Abiturienten: raus bei den Eltern und rein in die erste eigene Wohnung. Aber nicht nur der eigentliche Umzug mit Kistenpacken und Möbelschleppen sollte rechtzeitig organisiert werden.

Es gibt auch ein paar bürokratische To-dos. Eine Starthilfe ins neue Leben:

Drei Monate vor dem Auszug: 

Der Mietvertrag muss unterschrieben werden. Jürgen Becher vom Mieterverein Köln empfiehlt, den Vertrag drei Monate vor dem Umzug zu schließen. "Gerade in Ballungsräumen ist es schwer, für den Semesterstart eine Wohnung zu finden. Da sollte man genügend Zeit einplanen."

Noch zwei Monate: 

Mechthild Winkelmann von der Verbraucherzentrale Nordrein-Westfalen rät, jetzt einen Stromvertrag zu unterschreiben. "Ohne einen solchen Vertrag kommt nämlich mit dem Verbrauch der ersten Kilowattstunde in der neuen Wohnung ein Grundversorgungsvertrag zu allgemeinen Preisen zustande." Mit dieser Regelung sitzt man zwar nicht im Dunklen, allerdings sind die Preise etwas höher. "Neben dem Preis sollte man auch die weiteren Vertragsbedingungen genau unter die Lupe nehmen", sagt Winkelmann. Sie empfiehlt Vertragslaufzeiten von einem Jahr, kurze Folgelaufzeiten und eine Kündigungsfrist von einem Monat. Daneben muss teils auch noch ein Gasvertrag her. Gibt es Etagenheizungen oder einen Gasanschluss in der Wohnung, dürfen Mieter ihren Gaslieferanten meist frei wählen, erklärt Haus & Grund Deutschland.

Noch sechs Wochen: 

Der Internet- und Telefonvertrag steht noch auf der To-do-Liste. "Man sollte zunächst das eigene Surf- und Telefonierverhalten in den Blick nehmen", sagt Winkelmann. Und man muss die Gegebenheiten vor Ort prüfen. Manche Anbieter sind nicht überall verfügbar. Zudem stellt sich die Frage, ob das Haus über eine Glasfaserverkabelung oder nur den DSL-Anschluss verfügt.

Noch vier Wochen: 

Die eigentliche Umzugsplanung beginnt. Helfer werden akquiriert. "Am besten fragt man ein bis zwei Leute mehr - für den Fall, dass Helfer kurzfristig abspringen". rät Umzugsberater Johannes Wörle. Für den ersten Umzug reichen schon drei bis vier. Liegt die Wohnung allerdings im fünften Stock, sollten es mehr sein. Dann wird noch der Umzugswagen gemietet.

Noch drei Wochen:

Kartons packen. Wichtig ist, geschickt zu packen. Eine Kiste voll mit Büchern lässt so manchen Umzugshelfer verzweifeln. Hier gilt: Gewicht gleichmäßig verteilen, so dass die Kartons nicht reißen. Zudem sollten die Griffmulden frei bleiben. Beim ersten Umzug kommen meistens noch ein paar neue Möbel hinzu.

Noch zwei Wochen: 

Wer mit mehreren Autos oder einem Kleintransporter umzieht, kann bei den Stadtverwaltungen gegen eine Gebühr eine Parkzone beantragen. Ein Flatterband mit Infozetteln reicht in vielen Städten nicht mehr aus, wie Wörle weiß. "Mindestens 48 Stunden vorher müssen die Schilder aufgestellt werden."

Noch eine Woche: 

In dieser Woche sollte die Schlüsselübergabe stattfinden, mit Übergabeprotokoll. "Am besten hat man noch einen weiteren Zeugen dabei", empfiehlt Becher. Kratzer im Boden, abgesplittertes Holz, Macken im Waschbecken und Türen sind häufige Mängel. Zusätzlich sollte man diese mit der Kamera festhalten. Außerdem empfiehlt Becher, Mängel im Treppenhaus zu fotografieren: "So kann man später beweisen, dass diese nicht vom Umzug kommen." Nun meldet man außerdem den Beitragsservice des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an (ehemals GEZ). Gesetzlich ist man dazu verpflichtet, dies beim Einzug zu machen. "Das Prinzip lautet: Eine Wohnung, ein Beitrag", sagt Winkelmann. Für Studenten gibt es davon zwei Ausnahmen - wenn sie BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe beziehen.

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dpa/tmn

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