20 Tote bei Taliban-Angriff

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Bei einem groß angelegten Angriff von Taliban-Kämpfern sind mindestens 20 Menschen getötet worden.

Kabul - Bei einem groß angelegten Angriff von Taliban-Kämpfern auf Verwaltungsgebäude in der ostafghanischen Stadt Chost sind mindestens 20 Menschen getötet worden.

Elf Selbstmordattentäter schlugen am Morgen zu, es folgten Straßenkämpfe und eine Geiselnahme von 20 Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Die Angestellten konnten am späten Nachmittag von afghanischen und US-Streitkräften befreit werden.

Unter den Opfern waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums elf Aufständische sowie Polizisten und Zivilpersonen. Eine Sprecherin der US-Streitkräfte sagte, amerikanische Truppen hätten eine unbekannte Zahl Angreifer getötet.

Der Angriff am Dienstag war ein erneutes Beispiel dafür, dass die Aufständischen zunehmend größere und militärisch durchgeplante Anschläge ausüben. Die Attacke begann mit der Explosion einer Autobombe vor dem Gebäude des Provinzgouverneurs von Chost, gefolgt von mehreren Selbstmordattentaten, wie das Innenministerium erklärte.

Daraufhin versuchten fünf Selbstmordattentäter das nahe Polizeipräsidium anzugreifen, sie wurden jedoch von den Sicherheitskräften zurückgeschlagen. Drei von ihnen zündeten ihre Sprengsätze, zwei weitere nahmen in einem nahen Gebäude der Stadtverwaltung Geiseln, erklärte Polizeichef Abdul Chayum Bakisoy. Am Sitz des Gouverneurs wurden nach dem ersten Attentat nach Behördenangaben zwei weitere Selbstmordattentäter erschossen.

Taliban-Sprecher Sabiuallah Mudschahid behauptete, 30 Selbstmordattentäter hätten Regierungsgebäude angegriffen. Behördenvertreter hatten während der Kämpfe, die Chost von 10.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr in Atem hielten, von einer unübersichtlichen Lage gesprochen. 

ap

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