Familie hat Auswanderungsantrag gestellt

Wegen anonymer Drohungen: Messis kleiner Fan will in Spanien leben

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Wegen anonymer Drohungen hat die Familie des kleinen Murtasa, hier mit seinem vVater, gebeten, auswandern zu dürfen.

Quetta - Sein Messi-Fanshirt aus einer gestreiften Plastiktüte hat dem kleinen afghanischen Jungen Murtasa Ahmadi Ruhm, aber kein Glück gebracht: Nach einer Reihe anonymer Drohanrufe floh die Familie des Fünfjährigen nach Pakistan, will aber auch dort nicht mehr länger bleiben.

Er und seine Familie fühlten sich nach wie vor nicht sicher und hätten das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) gebeten, in ein anderes, "sicheres Land" gebracht zu werden, sagte Murtasas Vater Mohammad Arif Ahmadi am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Ein UNHCR-Sprecher bestätigte, dass die Familie einen Auswanderungsantrag gestellt habe. Dieser werde derzeit geprüft.

Mit seinem improvisierten Messi-Trikot ist der kleine Murtasa aus Afghanistan im Januar berühmt geworden.

Im Januar hatten Internetaufnahmen des selbstvergessen vor sich hinkickenden kleinen Fans von Lionel Messi im improvisierten Tüten-Shirt für Furore gesorgt. Der argentinische Fußballstar schickte daraufhin dem Fünfjährigen über Unicef echte Trikots.

Kurz danach begannen nach Angaben seines Vaters die anonymen Anrufe, daraufhin habe er sich zur Flucht nach Pakistan entschlossen. Doch das Gefühl, in Gefahr zu sein, dauere an, berichtete Ahmadi an seinem derzeitigen Aufenthaltsort Quetta. Deshalb wollten er und seine Familie auswandern, um ein Leben in Sicherheit führen zu können. Wohin, ist dem Vater nach eigenen Angaben gleichgültig. Sein Sohn und einige andere Angehörige hofften jedoch, nach Spanien geschickt zu werden, wo Messi beim FC Barcelona spielt. Murtasa halte immer noch an seinem Traum fest, dort eines Tages selbst Fußball-Superstar zu werden, sagte sein Vater.

AFP

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