Sperrgebiete beachten!

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Die Schüler erhielten ein Abziehbild des Woipertouringers überreicht.

Hopfgarten im Brixental - Einen Vortrag zum Thema Wald und Wild hielten Franz Heim von der Bezirksforstinspektion Kitzbühel und der Wildmeister Friedl Kofler für die Erstklassler der Hauptschule Hopfgarten.

„Die Grundlage jeden Lebens ist die Natur“, erklärte Bgm. Paul Sieberer zur Eröffnung des zweistündigen Naturunterrichts. Sieberer ist Obmann der Vereins „Netzwerk Naturraum Brixental“ und er präsentierte den Schülern die Woipertouringer, jenes Fabelwesen, das symbolisch dafür eingesetzt wird, um auf besondere Verhältnisse hinzuweisen. „Es hat speziell in der Kelchsau immer Konflikte gegeben. Ein Grund dafür war, dass der Mensch immer weiter in abgelegene Gebiete vordringt“, sagte Sieberer.

Franz Heim stellte anschließend die Problematik dieses Verhaltens dar. „Wenn die Wildtiere in ihrem Bereich gestört werden, dann geraten sie in Panik und verbrauchen bei der Flucht mehr Energie, als sie durch das Nahrungsangebot aufnehmen können.“ In etlichen Bereichen im Brixental, vor allem um Fütterungsstellen für das Wild, wurden daher Sperrgebiete ausgewiesen. Leider zeigt es sich immer wieder, dass sich die Waldnutzer, vom Tourengeher bis zum Schneeschuhwanderer, nicht daran halten. Wenn das Wild jedoch nicht zu den Fütterungsstellen kommen kann, dann sucht es sich seine Nahrung direkt im Wald und beginnt junge Bäume anzuknabbern und ältere zu schälen, wodurch enormer Schaden entsteht. „Der Mensch darf nicht jedes Fleckchen der Erde ausnützen“, appellierte Sieberer.

Recht anschaulich vermittelte Heim den Kindern diverse Begriffe und Gegebenheiten. Als er die Frage stellte, wem eigentlich der Wald der Gemeinde Hopfgarten gehören würde, kam, wie aus der Pistole geschossen: „Dem Bürgermeister“, als Antwort. Ähnliches erlebte er, als er die Forststraßen erklärte und dass man sich an das Fahrverbot dort halten muss. Dass die Forststraßen den Förstern gehören, erschien den Kindern naheliegend.

Die Schüler erfuhren aber auch, dass es im Brixental genügend Füchse gibt, dass ein Reh rund 20 Kilo wiegt und ein Hirsch etwa das Zehnfache. Ca. 650 Rehe leben im Forstgebiet Hopfgarten, etwa die Hälfte davon muss jährlich geschossen werden, ähnlich verhält es sich bei den Hirschen. Heim erklärte auch, dass in der Vergangenheit mit dem Anpflanzen von reinen Fichtenwäldern Fehler begangen wurden, dass Mischwälder mehr Futter für die Tiere bietet und auch eine besser Möglichkeit sich zu verstecken. In den Tourismusverbänden des Brixentals liegen Tourenkarten auf, die die Sperrgebiete ausweisen.

Auch die neuen Abziehbilder des Woipertouringers werden dort abgegeben. Näheres dazu auf www.woipertouringer.at.

Pressemitteilung Bezirksforstinspektion Kitzbühel und der Wildmeister Friedl Kofler

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