Traunstein - Unterricht mal anders: Am Mittwoch war Manuel Bauer, ein Aussteiger aus der neofaschistischen Szene, im Chiemgau-Gymnasium:

© Chiemgau-Gymnasium Traunstein
Erschreckende Einblicke in die Neonazi-Szene: Manuel Bauer am Chiemgau-Gymnasium
Zugleich einzigartige wie erschreckende Einblicke in die rechte Szene gewährte am vergangenen Mittwoch Manuel Bauer, ein bekannter Aussteiger aus der neofaschistischen Szene den neunten und zehnten Klassen des Chiemgau-Gymnasiums in Traunstein.
Demgegenüber standen die schockierenden Schilderungen seiner eigenen Verbrechen. Der Aussteiger erzählte, wie er ein kleines Mädchen trat, weil es indischer Herkunft war, oder einen homosexuellen Geschäftsmann erpresste. Dabei war ihm seine Reue anzusehen. Nach eigener Aussage befindet er sich selbst heute noch in psychologischer Behandlung, um seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Eindringlich warnte Bauer auch vor den Tricks der rechten Szene. Er zeigte den Schülern Bilder von Comics, Spielen und Postern. Zuletzt sprach er über seinen Ausstieg, der während eines Gefängnisaufenthalts seinen Anfang nahm. Damals halfen ihm zwei Türken in einer Schlägerei gegen einige seiner alten Kameraden, mit denen er in Streit geraten war. Dieser Tag stellte sein Weltbild vollkommen auf den Kopf.
Die anderthalb Stunden des Vortrags vergingen leider viel zu schnell, sodass Manuel Bauer über viele interessante Aspekte nicht mehr sprechen konnte und den Schülern keine Zeit blieb, Fragen zu stellen. Dennoch haben sicherlich alle, die seinen Vortrag hörten, viel daraus mitgenommen und werden seine Geschichte wie auch seine mahnenden Worte vor der rechtsextremistischen Szene lange im Gedächtnis behalten.
David Norali Ghasemi, Klasse 10d
Quelle: Chiemgau24.de



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