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Herzlicher Empfang für Inzeller Top-Sportler

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Die Inzeller Teilnehmer der WM in der Max Aicher Arena: Bürgermeister Johann Egger, Gabi Hirschbichler, Roxanne Dufter, Moritz Geisreiter und Hubert Graf, Vorstand des DEC Inzell.

Inzell - Im russischen Kolomna haben drei Sportler aus Inzell an der Eisschnelllauf-Einzelstrecken-Weltmeisterschaft teilgenommen. Wieder zu Hause angekommen, wurden sie freudig empfangen.

Es müssen nicht immer die ganz großen Titel bei einem Großereignis sein, um seine Sportler würdig zu feiern. So hat die Gemeinde Inzell ihren drei Teilnehmern an der Eisschnelllauf Einzelstrecken-Weltmeisterschaft im russischen Kolomna einen kleinen, aber feinen Empfang bereitet.

Gabi Hirschbichler, Roxanne Dufter und Moritz Geisreiter haben es zwar nicht auf das Stockerl geschafft, aber gute Leistungen gezeigt.

So hat es auch Bürgermeister Johann Egger gesehen: „Ihr seid Sympathieträger für unseren Ort und ihr habt Inzell in Kolomna gut vertreten“, sagte der Rathauschef. Verbunden wurde der Empfang in der Max Aicher Arena mit dem Landesfinale der bayrischen Schulen.

Die drei WM-Teilnehmer nahmen die Ehrung der jungen Nachwuchssportler vor. „Da bin ich auch mal dabei gewesen“, freute sich Gabi Hirschbichler und blickte mit geteilter Freude auf den Wettkampf in Kolomna zurück. Schließlich fehlten gerade mal 33 Hunderstel-Sekunden im Teamlauf auf die Bronzemedaille. „Der Lauf ist wirklich gut gewesen und wir haben alles aus uns herausgeholt. Aber das ist Leistungssport, mal läuft es so und manchmal so. Aber die Freude überwiegt.“

Geärgert hat sich die 32-jährige über ihre 1.500 Meter und ihren 17. Platz. „Ich bin ziemlich kaputt gewesen. Das ist eine harte Distanz und die tun greislich weh.“

Inzeller Vereinsmeisterschaften über 1.000 Meter

Besser lief es für die Inzellerin über die 1.000 Meter, in denen sie sich ein Duell mit ihrer Vereinskollegin Roxanne Dufter lieferte. In 1:16,86 Minuten kam Hirschbichler auf den 13. Platz und erreichte ihre bisher beste Platzierung bei einer WM. „Ich bin mit der Roxanne auf einem Zimmer, laufe mit ihr im Team und dann auch noch gegeneinander“, meinte Hirschbichler zu den Inzeller Vereinsmeisterschaften im fernen Russland.

Nun darf sie nächste Woche bei den Sprint-Weltmeisterschaften in Seoul/Südkorea antreten. Ihr Trainer Danny Leger bescheinigte Hirschbichler eine gute Leistung, vor allem im Team und über 1.000 Meter. „Am letzten Tag hat ihr der Schwung gefehlt, da hatte sie wohl das Teamrennen in den Beinen“, meinte Leger.

Gute Noten vom Trainer bekam auch Roxanne Dufter bei ihren ersten Auftritt bei einer WM. „Sie hat über alle drei Strecken gute Leistungen gebracht. Das soll aber nicht der letzte Schritt in ihrer Karriere gewesen sein“, prophezeit Leger.

Roxanne Dufter sah vor allem den 4. Platz im Team mit gemischten Gefühlen. „Platzierung und Zeit gut und dann denkst du, oh Schei….“, meinte sie ehrlich. Schließlich wäre eine Medaille an ihrem Geburtstag die Krönung gewesen. Genossen hat sie Stimmung in der Halle. Weniger ihren Lauf über 1.500 Meter bei dem sie gleich zweimal in erhöhte Sturzgefahr geriet. „Da habe ich mich geärgert, aber abhaken und nach vorne schauen“, so die 24-jährige.

Schließlich geht es bereits am Wochenende nach Erfurt. Dort bekommt sie es um die Qualifikation zur Mehrkampf WM in Berlin mit Bente Kraus zu tun.

Geisreiters Kampf gegen die Zeit und tiefes Eis

Über drei Strecken muss sie sich mit der Berlinerin Matchen. „Das wäre eine schöne Zugabe“, sagt sie nach ihrem 19. Platz über 1.000- und 22. Rang über 1.500 Meter. Positiv überrascht bei der WM hat Moritz Geisreiter mit seinem sechsten Platz über 10.000 Meter in 13:12,48 Minuten. „Ziel erreicht“, meinte der 'Zweimeter-Mann'. „Ich wollte so um Platz acht laufen. Schließlich ist es der sechste Rang geworden. Darauf kann ich für die neue Saison aufbauen.“

Immerhin machte Geisreiter und auch anderen Eisläufern das weiche Eis in Kolomna einige Schwierigkeiten. „Mit meinen 98 Kilo bin ich der schwerste im Feld. Da kannst du nicht so übers Eis gleiten wie etwa in Inzell oder Nordamerika. Aber es hat schon gepasst.“

Nicht ganz gepasst hat der 13. Platz über 5.000 Meter. Da hat dann wohl etwas die Kraft gefehlt. Immerhin hat sich Geisreiter mit seinen Leistungen für die Mehrkampf WM in zwei Wochen für Berlin qualifiziert. „Die Teilnahme habe ich beiläufig erreicht und das hat mich schon überrascht“, gibt er zu. „Nach meiner Verletzung fehlt mir noch ein wenig die Kraft um über 500- und 1.500 Meter meine beste Leistung abzurufen. Aber trotzdem, ich freue mich auf Berlin.“ shj

Quelle: rosenheim24.de

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