Christopher Kas spielt ab Montag auf dem "Heiligen Rasen"

"Wimbledon ist die größte Herausforderung"

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Im Vorjahr stand Christopher Kas (links) mit Partner Alexander Peya im Halbfinale von Wimbledon.

Trostberg/London - Der Trostberger Tennisprofi Christopher Kas (früher TC 1860 Rosenheim) startet am Montag beim Tennisturnier in Wimbledon.

Für ihn ist Wimbledon 2012 etwas ganz Besonderes: Zum einen reist er als Vorjahres-Halbfinalist in der Doppelkonkurrenz erstmals als Mitglied des elitären Londoner "Last Eight Clubs" an. Zum anderen ist es sein 25. Grand-Slam-Turnier in Folge. "Wimbledon ist die größte Herausforderung", sagt der 32-jährige Trostberger, der wieder mit seinem mexikanischen Partner Santiago Gonzalez spielt und im Mixed-Wettbewerb wie bei den French Open zuletzt mit der Australierin Anastasia Rodionowa.

Im Vorjahr im Halbfinale

Die Bilanz von Christopher Kas bei den Grand-Slam-Turnieren kann sich wahrlich sehen lassen. Bei seinen ersten beiden Auftritten, den French Open in Paris 2006 und Wimbledon im gleichen Jahr, reichte es noch nicht zu einem Sieg, wohl aber danach. So stand er im Vorjahr im Halbfinale von Wimbledon (mit Alexander Peya/Österreich), dazu in den Viertelfinals der US Open 2008 (mit Philipp Petzschner) und der Australian Open in diesem Jahr (mit Santiago Gonzalez). Hinzu kam eine Halbfinal-Teilnahme bei den French Open in Paris im Mixed 2010 (mit Vania King/USA).

"Wimbledon ist etwas ganz Besonderes, die Atmosphäre, das Publikum, die Tradition, da kommt alles zusammen", schwärmt Christopher Kas, der heuer bislang ein durchwachsenes Jahr hatte.

Zum Auftakt ging es in Doha an der Seite von Philipp Kohlschreiber (Augsburg) gleich ins Finale. Das war aber bislang das einzige Endspiel in 2012. Nach wie vor steht der Trostberger auf Position 22 der Doppel-Weltrangliste, sein Partner Gonzalez an 33. In der Doppel-Team-Wertung, dem so genannten "Race to London", rangieren die beiden aktuell auf Rang 20. Vom 30. Januar bis 23. April dieses Jahres gehörte Kas sogar zu den 20 besten Doppelspielern der Welt.

Dem Turnier in Wimbledon kommt größte Bedeutung zu, denn hier werden, wie bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren auch, die meisten Punkte für die Weltrangliste vergeben. Für den Halbfinal-Einzug im letzten Jahr kassierte Kas 720 ATP-Punkte, soviel wie noch nie zuvor. Für den deutschen Daviscupspieler ist es bereits die siebte Teilnahme auf dem "Heiligen Rasen". Bilanz: 16 Spiele, 10 Siege, sechs Niederlagen.

Am liebsten auf Rasen

"Rasen ist mein liebster Belag", sagt Kas, der bei den beiden Generalproben für Wimbledon aber nicht auf Touren kam. Beim Heim-Turnier in Halle /Westfalen (hier spielt der Trostberger im Bundesligateam von Blau-Weiß) unterlag er zusammen mit Kohlschreiber in Runde eins Scott Lipski/Treat Conrad Huey (USA/Philippinen) ebenso im Match-Tiebreak des 3. Satzes, wie in dieser Woche zusammen mit Gonzalez im niederländischen sHertogenbosch Alex Bogomolov/James Cerretani (Russland/USA).

Ähnlich war es aber auch im letzten Jahr. Da folgten einem Erstrunden-Aus in sHertogenbosch vier Siege in Wimbledon, was Kas in den "Last Eight Club" brachte. Hier Mitglied zu sein bedeutet lebenslang Ehrengast in Wimbledon. "Ein Traum", schwärmte der Trostberger im letzten Jahr. Mitglied wird man, wenn man im Einzel in Wimbledon unter den letzten acht ist oder im Doppel unter den letzten vier. Zum erlauchten Kreis gehören Tennis-Legenden wie Björn Borg, Pete Sampras, Andre Agassi, Stefan Edberg oder natürlich Boris Becker und Michael Stich. Für sie steht auch ein eigenes VIP-Zelt parat.

Wegen der guten Weltranglistenposition werden Kas/Gonzalez in Wimbledon gesetzt sein. Das heißt, in der ersten Runde kann nicht gleich ein "Hammer-Paar" kommen wie die beiden topgesetzten Duos Max Mirnyi/Daniel Nestor (Weißrussland/Kanada) oder Bob und Mike Bryan (USA). Kas fliegt am Freitag nach London. Ab Samstag wird auf Rasen trainiert. Der erste Doppeleinsatz steht dann für Mittwoch an.

kk/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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