Kaderplanung bei den Wasserburger Basketballerinnen

Peddy bleibt – aber Brunckhorst geht nach Spanien

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Ab nächster Saison nicht mehr in Wasserburg: Die 24-jährige Svenja Brunckhorst.

Wasserburg - Große Erleichterung für den TSV 1860 Wasserburg Basketball: Die Leistungsträgerin Shey Peddy bleibt. Allerdings gibt es auch bittere Neuigkeiten.

„Sie macht den Unterschied aus“, beschreibt Abteilungsleiterin Gaby Brei kurz und bündig die neue und alte Aufbauspielerin ihrer Damen I. Sheylani Peddy wird auch in der Saison 2016/2017, die am 17. September mit dem Champions Cup in Bad Aibling und eine Woche später mit dem ersten Bundesliga-Heimspiel beginnt, wieder im Meggle-Trikot des TSV Wasserburg auflaufen. Damit startet die US-Amerikanerin in ihre dritte Saison am Inn.

Mit jeweils zwei deutschen Meistertiteln und Pokalsiegen sowie zwei Auszeichnungen als Top 4-MVP hat sie in ihrer Zeit in Oberbayern mit ihrem Team und persönlich alles gewonnen was auf nationaler Ebene möglich war. Doch im EuroCup war zwei Mal nach der Vorrunde Schluss und das große Ziel des Clubs, die nächste Runde in Europa zu erreichen, ist auch einer der Beweggründe für Peddy, noch ein drittes Jahr in Wasserburg zu spielen:

Oberstes Ziel EuroCup

„Ich will einfach auch im EuroCup weiterkommen, das fehlt noch“, erklärt die 27-jährige: „Natürlich wollen wir auch unsere Titel wieder verteidigen, aber Top-Priorität ist der Erfolg im EuroCup.“ In der Sommerpause trainiert sie zuhause in den USA und will sich nicht nur basketballerisch weiter verbessern, sie arbeitet auch an ihren Qualitäten als Führungspersönlichkeit.

Auf dem Feld war sie in dieser Saison nicht nur aufgrund ihrer herausragenden Statistiken wohl die beste Spielerin der 1. Bundesliga. In nur gut 28 Minuten Spielzeit erzielte sie im Schnitt 14,0 Punkte und holte für eine Aufbauspielerin hervorragende 5,7 Rebounds. Topwerte sind auch ihre 5,7 Assists und 3,9 Ballgewinne bei nur 1,6 Ballverlusten pro Spiel. Im EuroCup Women legte sie ähnliche Werte auf und konnte sich damit im Vergleich zu ihrer ersten Saison noch einmal steigern.

Shey absolute Leistungsträgerin

Das weckte natürlich Begehrlichkeiten bei europäischen Topvereinen. „Doch wir wollten Shey unbedingt halten“, waren sich Gaby Brei und Head-Coach Georg Eichler einig: „Sie ist die absolute Leistungsträgerin und immer absolut vorbildlich und professionell.“ Beide loben ihre Qualitäten im Spielaufbau und in der Verteidigung, aber auch dass sie in engen Situationen selbst die Verantwortung übernimmt und ihr Team im Alleingang wieder zurück auf Erfolgskurs bringen kann.

Nicht mehr mit in die neue Saison gehen wird Svenja Brunckhorst, die im Sommer ihr Studium beendet. „Da bietet es sich an, diesen Schritt zu machen“, erklärt die Nationalspielerin, die zu Cadi La Seu in die starke erste spanische Liga wechselt: „Für mich persönlich geht damit ein langgehegter Traum in Erfüllung. Ich wollte schon immer in einer der besten Ligen Europas spielen.“

Bitterer Verlust für TSV

Für den TSV ist der Weggang des Eigengewächses natürlich bitter, denn seit ihrem Debüt in der ersten Damenmannschaft 2008, hat sich Brunckhorst zu einer absoluten Führungsspielerin entwickelt. „Sie hat bei uns alle Jugendmannschaften durchlaufen und ist nach einem ‚ Reifeprüfungsjahr‘ in Freiburg gerne wieder zurückgekommen. Svenni hat sich in den letzten Jahren zu einer großartigen, sehr professionell eingestellten, reifen Basketballerin entwickelt“, schwärmt Gaby Brei, die diesen Schritt ihres Kapitäns der letzten Jahre absolut verstehen kann.

Die Abteilungsleiterin hebt auch die Verteidigungsqualitäten der erst 24-jährigen und ihre unglaubliche Präsenz und Ausstrahlung auf dem Spielfeld hervor. „Im Namen des gesamten Vereins wünsche ich alles Gute und viel Erfolg in Spanien“, so Brei: „Natürlich ist die Tür für eine Rückkehr immer offen.“

Rückkehr nicht ausgeschlossen

Und eine solche schließt auch Brunckhorst, die es vermissen werde, nicht mehr vor den Fans zuhause spielen zu können, nicht aus: „Ich bin mir ganz sicher, dass ich in näherer Zukunft irgendwann wieder in der Badria-Halle auflaufen werde. Wann das sein wird, kann ich noch nicht sagen, aber Wasserburg ist und bleibt meine Heimat!“

Pressmitteilung TSV Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

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