Der letzte Meister ist der TSV 1860 Rosenheim, der sich wie die anderen Klubs bis Platz neun direkt für die neue Regionalliga Bayern qualifiziert hat.
306 Ligaspiele wurden absolviert und es schloss sich erstmals eine doppelte Relegationsrunde mit Hin- und Rückspiel an. Bei den Vereinen gab es Gewinner und Verlierer, der BFV hingegen steht als großer Gewinner da, hat er doch reichlich Abgaben kassiert, die Minimum im sechsstelligen Bereich liegen.
Sportliche Absteiger aus der Bayernliga im herkömmlichen Sinne gab es in diesem Jahr keine, denn die Vereine, die sich nicht für die neue vierte Liga qualifizieren konnten, bleiben in Ligaebene fünf. Nur, dass die neue Bayernliga nun in zwei Gruppen Nord und Süd geteilt wird. In dieser letzten Bayernliga-Spielzeit ist der Zuschauerzuspruch erneut zurückgegangen. Die Auswirkungen des Profi-Fußballs auf den Amateursport sind unübersehbar geworden.
Hier einige Zahlen zur abgelaufenen Saison:
4 Spieler haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt. Dauerbrenner waren Keeper Thomas Geisler und Sebastian Fischer vom TSV Aindling sowie Dominik Brunnhübner, Torwart beim SV Seligenporten, und Christian Beetz vom SV Seligenporten. Zehn weitere Akteure wurden in allen 34 Partien eingesetzt, spielten aber mindestens einmal nicht über 90 Minuten.
501 Spieler wurden in dieser Saison in den 306 Spielen eingesetzt.
21 Trainer standen als Chefcoach an der Außenlinie. Mehr als zwei verschiedene Übungsleiter hatte kein Verein. Drei Trainer wurden getauscht. In Schweinfurt ersetzte Udo Romeis Klaus Scheer. Auf Claus Schromm folgte in Heimstetten Rainer Elfinger und in Aindling gab Stefan Anderl auf, ihn beerbte Martin Schreier.
972 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von 3,17 Treffern pro Partie bedeutet. Torschützenkönig wurde Cem Ekinci (Hof) mit 22 Treffern vor Peter Heyer (21, Bamberg) und Steffen Krautschneider (15, Würzburg).
131.100 Zuschauer kamen in die 18 Stadien, ein Schnitt 428 Fans pro Spiel. Damit ging der Besuch gegenüber der Vorsaison erneut um fast 32 Besucher pro Partie zurück (460 pro Spiel). 2009/10 waren es im Schnitt noch 471 Besucher. Zuschauerkrösus ist Hof mit einem Schnitt von 770. Es folgen Schweinfurt (750), Buchbach (735), Großbardorf (528) und Bamberg (511). Den besten Besuch verzeichnete das unterfränkische Derby 1. FC Schweinfurt 05 gegen den Würzburger FV mit 2.427 Fans. 1800 Fans sahen das Rosenheimer Stadtderby zwischen dem SB DJK Rosenheim und 1860 Rosenheim, das mit einem überraschenden 3:0-Sieg des Aufsteigers endete. Die Minuskulisse von 50 Zuschauern gab es bei den Spielen SB Rosenheim gegen Aindling und Unterhaching II gegen Bamberg.
0 rote Karten gab es für vier Vereine und zwar für: Hof, Aindling, Rain/Lech und Großbardorf. Schlusslicht mit je vier roten Karten sind 1860 Rosenheim, Sportbund Rosenheim, Ismaning und Bamberg. Ohne Gelb-rote Karte blieb kein Klub. Fairstes Team war die SpVgg Unterhaching II gefolgt von Hof, Eltersdorf du Aindling. Am Ende der Skala steht Bamberg, davor Buchbach, Erlangen-Bruck und Ismaning. Die meisten Verwarnungen kassierte Buchbach (92), die wenigsten Eltersdorf (49).
2 böse Buben gabe es: Dennis Weiler (Erlangen) und Sascha Steinacher (Heimstetten), sahen beide zweimal Rot. Zweimal Gelb-rot mussten Thomas Bachinger (Ismaning), Florian Pickel (Bamberg) und Bastian Lunz (Erlangen) hinnehmen. Die meisten gelben Karten sah Matthias Wolf (20, Seligenporten). Es folgen Thomas Dotterweich (15, Bamberg), Bastian Lunz (13, Erlangen), René Finnemann (13, Bamberg), Sinan Bulat (13, Frohnlach), Kristian Böhnlein (12, Frohnlach) und Simon Huber (12, Aindling).
5 Tabellenführer durften sich an den 34 Spieltagen über den Platz an der Sonne in der Bayernliga freuen. Meister und Halbzeitmeister wurde der TSV 1860 Rosenheim, der 27 Mal von oben grüßte und nach der Saisonhalbzeit Rang eins nicht mehr abgab. Die weiteren Leader lauten: SpVgg Bayern Hof (3), SV Seligenporten (2), FC Ismaning (1) und TSV Buchbach (1).
re/Oberbayerisches Volksblatt










