Zerrung im Oberschenkel

Verletzter Bolt vor Olympia gebremst - US-Weitspringerin Reese stark

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Usain Bolt.

Kingston/Eugene - Usain Bolt muss fünf Wochen vor Olympia eine Auszeit nehmen. Eine Zerrung bremst den schnellsten Mann der Welt bei den Trials. Dennoch wird ihn Jamaikas Verband nominieren - denn der bekannteste Leichtathlet der Welt soll auch am Zuckerhut noch einmal absahnen.

Supersprinter Usain Bolt muss auf seinem Weg zur lebenden Leichtathletik-Legende kürzer treten. Sein Start zum ersten 100-Meter-Vorlauf bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro am 13. August scheint derzeit aber nicht in Gefahr. Der sechsmalige Olympiasieger verpasste am Wochenende bei den jamaikanischen Leichtathletik-Meisterschaften aufgrund einer Verletzung die Direktqualifikation für Rio und muss nun nachsitzen.

Wegen einer leichten Zerrung im linken Oberschenkel verzichtete der 29-Jährige nach seinem Halbfinalsieg über 100 Meter in 10,04 Sekunden auf den Endlauf. Auch alle weiteren geplanten Starts bei den Trials musste der elfmalige Weltmeister absagen.

„Nach der Untersuchung habe ich vom Chefarzt eine medizinische Freistellung für die 100 Meter und die anderen Rennen bekommen“, teilte der 100- und 200-Meter-Weltrekordler auf seiner Facebook-Seite mit. Doch der schnellste Mann der Welt ist bei ähnlichen Verletzungen immer auf Nummer sicher gegangen. Zudem berücksichtigt der jamaikanische Verband bei medizinischen Ausnahmefällen bei der Nominierung auch nachträglich erbrachte Leistungsnachweise.

Seine nächste Chance hat Bolt beim Diamond-League-Meeting am 22. Juli in London. „Ich werde sofort mit der Behandlung beginnen und hoffe, dass ich bei den London Anniversary Games fit bin, um die Qualifikation für Rio zu schaffen“, schrieb Bolt, der in dieser Saison mit 9,88 Sekunden immerhin noch zweitschnellster Sprinter hinter Europarekordmann Jimmy Vicaut (Frankreich/9,86) ist. Ex-Weltmeister Yohan Blake gewann das Finale in 9,95 Sekunden vor Nickel Ashmeade (9,96).

Die US-Sprinter konnten im Fernduell durchaus mithalten. Der WM-Dritte Trayvon Bromell - erst 20 Jahre alt - lief bei den Trials in Eugene am Samstag (Ortszeit) in 9,94 Sekunden die schnellste Vorlaufzeit. Auch Justin Gatlin, 2015 bei der WM in Peking hinter Bolt Zweiter, erreichte mit 10,03 Sekunden das Halbfinale.

Weitspringerin Brittney Reese katapultierte sich knapp fünf Wochen vor Rio in die Favoritenrolle. Die Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin siegte mit herausragenden 7,31 Metern. So weit war seit 2004 keine Frau mehr gesprungen. Damit war Sosthene Moguenara (Saarbrücken) ihre Ende Mai in Weinheim aufgestellte Jahresweltbestmarke (7,16 Meter) wieder los.

dpa

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