Nach der harschen Kritik

"Noteinsatz" im Olympischen Dorf: Mängel werden behoben

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Das Olympische Dorf in Rio de Janeiro steht in der Kritik.

Rio de Janeiro - Per Kraftakt wird das wegen Mängeln harsch kritisierte Olympische Dorf in Rio auf Vordermann gebracht. Und besonders die Australier scheinen nach harten Attacken um Schadensbegrenzung bemüht zu sein.

Dank eines Sondereinsatzes von über 500 Handwerkern und Reinigungskräften haben sich die Mängel im Olympischen Dorf in Rio de Janeiro deutlich verringert. Die Delegation Australiens, die einige Apartments als „unbewohnbar“ bezeichnet hatte, will am Mittwoch in die Hochhausanlage einziehen.

„Es sind in den vergangenen 24 Stunden enorme Fortschritte gemacht worden“, sagte Delegationschefin Kitty Chiller. Das 410 Sportler und rund 300 Delegationsmitglieder umfassende Team soll 15 Etagen belegen. Am Mittwoch ist eine Übergabe mit Bürgermeister Eduardo Paes geplant, der nach der harschen Kritik scherzhaft gemeint hatte, notfalls ein paar Kängurus zu besorgen, damit sich die Australier wohler fühlen. Diese hatten pikiert erwidert: „Wir brauchen keine Kängurus, wir brauchen Klempner“. Die Organisatoren versprachen, dass bis Donnerstag sämtliche der 31 Hochhauskomplexe bezugsfertig seien.

„Und zwar zu 100 Prozent fertig“, betonte Rodrigo Tostes vom Organisationskomitee Rio 2016 nach Angaben des Portals „O Globo“. Bereits jetzt seien 21 Hochhaustürme bereit für die Athleten.

Chiller war mit Blick auf ihre harsche Kritik an Missständen wie verstopften Toiletten, defekten Wasserleitungen und verschmutzten Wohnungen um Entspannung bemüht: „Die Beschwerden waren nicht gegen Brasilien gerichtet, nicht gegen Rio oder die Menschen in Rio“. Sie hatte am Wochenende noch von erbärmlichen Zuständen gesprochen.

Die neu gebaute Anlage war am Sonntag offiziell eröffnet worden - am 5. August starten die ersten Olympischen Spiele in Südamerika. Aber bei der Übergabe lag in mehreren Blöcken noch einiges im Argen. Das Organisationskomitee von Rio 2016 räumte die Probleme ein und kündigte einen 24-Stunden-Einsatz von hunderten Handwerkern und Reinigungskräften an. In der Spitze werden hier bis zu 18 000 Leute wohnen. Nach den Spielen sollen die Apartments verkauft werden.

Auch die Argentinier beklagten schwere Mängel. Drei der fünf für die Delegation vorgesehenen Etagen seien bisher nicht bewohnbar, erklärte der Chef des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Gerardo Werthein. Man werde daher zusätzliche Wohnungen in der Umgebung mieten, in denen die technischen Begleiter untergebracht werden sollen, um den Sportlern die bewohnbaren Plätze im Olympia-Dorf zu überlassen.

dpa

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