Finaleinzug durch 96:65

Baskets Bamberg deklassieren Bayern

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Bambergs Patrick Heckmann erzielt ein Dunking.

Bamberg - Bamberg fügt dem FC Bayern die deutlichste Niederlage seit dessen Aufstieg 2011 zu. Mit einer makellosen Bilanz von 6:0-Siegen zieht der Meister erneut ins Endspiel der Bundesliga ein.

Die Brose Baskets Bamberg haben sich mit einem deutlichen Ausrufezeichen die sechste Finalteilnahme in sieben Jahren in der Basketball-Bundesliga gesichert. Der Titelverteidiger gewann am Sonntagabend das dritte Playoff-Halbfinale gegen den FC Bayern München deutlich mit 96:65 (49:20) und entschied die Best-of-five-Serie mit 3:0 für sich. Vor 6800 Zuschauern, darunter auch NBA-Profi Dennis Schröder, war Nationalspieler Daniel Theis mit zwölf Zählern der beste Werfer der Oberfranken. Für die Münchner punktete Anton Gavel (13) am erfolgreichsten. Im anderen Halbfinale führt ratiopharm Ulm mit 2:1 gegen die Frankfurt Skyliners. Die Finalserie beginnt am kommenden Sonntag in Bamberg.

Im der Neuauflage des Vorjahresfinals ließ der siebenmalige deutsche Meister aus Bamberg keinerlei Zweifel an seiner Vormachtstellung aufkommen. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri gewann alle drei Partien mit zweistelligem Abstand und wahrte damit nach dem 3:0 gegen Würzburg seine perfekte Bilanz in den laufenden Playoffs. Wie schon im ersten Spiel führten die Münchner, denen die Rückkehr von Deon Thompson nichts half, am Sonntag nicht einmal.

Bereits vor der Halbzeit lagen die Oberfranken mit über 30 Zählern Differenz in Führung. Während das Dauerduell zwischen Bamberg und München in den Playoffs 2013 und 2015 jeweils über fünf Spiele begeisterte, ließ das selbstbewusste Team des Italieners Trinchieri diesmal überhaupt keine Spannung mehr aufkommen.

Deutlichste Playoff-Pleite der Münchner seit dem Aufstieg

Bayerns Trainer Svetislav Pesic korrigierte überraschend bereits vor dem Spiel seinen Rücktritt „zu 99 Prozent“, den er im Frühling angekündigt hatte. „Die Prozentquote ist jetzt 99 Prozent, dass ich weiter noch mindestens ein Jahr meinen Job bei Bayern mache“, erklärte Pesic bei „Telekom Basketball“.

Der an der Seitenlinie sonst so aktive Serbe schien nach dem deutlichen Rückstand in Halbzeit eins allerdings frühzeitig zu resignieren. Weit vor Spielschluss verlor der 66 Jahre alte Pesic, der als Trainer Weltmeister und Euroleague-Sieger wurde, die Hoffnung gegen einen übermächtigen Gegner. Seine Mannschaft präsentierte sich nach dem Wechsel zwar besser, konnte den entstandenen Schaden aber nicht mehr reparieren. Seit dem Aufstieg 2011 war es die deutlichste Playoff-Pleite der Münchner.

In der zweiten Halbfinalserie hatten die Frankfurt Skyliners am Samstag zum 1:2 verkürzt. Die Hessen gewannen gegen ratiopharm Ulm vor eigenem Publikum deutlich mit 85:54 und verkürzten in der Best-of-five-Serie auf 1:2. Im zweiten (sechs Zähler) und dritten Viertel (neun) kamen die Ulmer nicht einmal auf eine zweistellige Punktausbeute. Spiel vier in dieser Serie findet am Dienstag (19.30 Uhr) in Ulm statt.

dpa

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