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Vidal warnt: "Man muss auf Chile aufpassen"

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Arturo Vidal freut sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Ostfildern - Arturo Vidal kennt den deutschen Fußball. Vier Jahre lang spielte er in Leverkusen, ehe er 2011 zu Juventus Turin wechselte. Gegen Deutschland will Vidal zeigen, wie stark er und Chile sind.

Titelkandidat Deutschland kommt Arturo Vidal als letzter echter Härtetest vor der Fußball-WM gerade recht. „Deutschland ist Favorit und eine der stärksten Mannschaften der Welt“, sagte der Mittelfeldstar von Juventus Turin vor dem Länderspiel am Mittwoch in der Stuttgarter Mercedes Benz-Arena. „Aber es trifft auf eine junge und sehr hungrige Mannschaft.“ Chiles Coach Jorge Sampaoli schätzt die Elf seines Kollegen Joachim Löw als „eines der besten Teams der Welt“ ein und nennt den Vergleich „einen sehr wichtigen Test für uns“. Wenn Chile nicht 100 Prozent Leistung bringe, werde es sehr schwer,

WM-Viertelfinale ist Chiles Minimalziel

Laut Vidal soll diese Partie auch dazu beitragen, dass andere Kontrahenten „noch mehr Respekt“ vor Chile bekämen. Der Star mit auffälligem Irokesenschnitt und Tattoos münzt dies speziell auf Spanien und die Niederlande. Der Weltmeister und der Vize-Champion sind neben Australien Chiles Gruppengegner in Brasilien. „Die beiden Teams sind stark, aber wir haben großes Vertrauen in uns“, versicherte der 26-Jährige in der Sportschule Ruit, dem Trainingsquartier der Südamerikaner in Ostfildern.

Das Viertelfinale ist das Minimalziel des Weltranglisten-14., der Titel der große Traum. „Wir können für eine große Überraschung sorgen“, sagte Vidal. Sampaoli ist davon überzeugt, dass Chile „es den anderen schwer machen kann“. Die beiden WM-Finalisten seien natürlich starke Gegner, sagte er am Dienstag. Aber er hoffe, dass Chile bei der WM seine guten Leistungen aus der Qualifikation bestätigen könne.

Gegen Deutschland will „La Roja“ ebenfalls zeigen, dass sie mit den ganz Großen des Weltfußballs mithalten kann. Chile bewies dies zuletzt gegen Spanien (2:2), England (2:0) und Brasilien (1:2). Die Bilanz gegen den dreifachen Weltmeister Deutschland (2-0-4) kann sich sehen lassen. „Man muss auf Chile aufpassen“, empfahl Vidal.

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Am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) freut sich Vidal aber nicht nur auf einen richtungweisenden Vergleich, sondern auch ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten. „Ich kenne die meisten gut. Ich habe gegen fast alle gespielt“, erinnerte der kampf- und spielstarke Mittelfeldmann an seine vier Jahre bei Bayer 04 Leverkusen, ehe er 2011 zu Juventus Turin wechselte.

Sampaoli bescheinigte Deutschland „ein großes Offensivpotenzial“. Löw habe in diesem Bereich viele Alternativen. Zudem schob der Argentinier dem WM-Dritten die Favoritenrolle zu: „Deutschland muss zu Hause gewinnen.“ Mit einem Stil wie Borussia Dortmund will Chile dagegenhalten. Schon bei der WM in Südafrika, als im Achtelfinale Schluss war, fielen die Südamerikaner durch ihr schnelles, variables und ansehnliches Spiel äußerst positiv auf. Zahlreiche Profis erhielten danach lukrative Angebote europäischer Spitzenclubs. Beispielsweise stürmt Alexis Sánchez inzwischen für den FC Barcelona.

Aber nicht nur von diesem dynamischen, schnellen und schussgewaltigen Akteur droht den Deutschen Gefahr. Chile garantiert generell Qualität. Hinzu kommt ein variables System: Je nach Spielstand und Situation lässt Sampaoli ein 3-3-1-3 oder ein 4-3-3 spielen. Allerdings hat Sampaoli einige personelle Probleme: Stammkeeper Claudio Bravo fehlt. Der Kapitän zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu. Für Bravo rückt Johnny Herrera ins Team. Der Torwart von Universidad de Chile könnte in der Startelf der einzige Profi sein, der bei einem chilenischen Verein spielt. Zudem sind vier Akteure angeschlagen oder noch nicht völlig fit.

dpa

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