Gewalt in Brasilien eskaliert

Unruhen: 39 Tote in deutschem WM-Spielort

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In Salvador da Bahía finden sechs Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Am 16. Juni spielt Deutschland in Salvador da Bahía gegen Portugal.

Salvador da Bahía - Bei einer Welle der Gewalt während eines zweitägigen Polizeistreiks im brasilianischen WM-Austragungsort Salvador da Bahía sind mindestens 39 Menschen getötet worden.

Die Regierung entsandte Elitepolizisten und hunderte Soldaten, nachdem die städtische Polizei am Dienstag wegen eines Tarifstreits die Arbeit niedergelegt hatte. In der Küstenstadt kam es zu zahlreichen Plünderungen. Der Zwischenfall weckt neue Sorgen um die Sicherheit bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Die Behörden erklärten den Streik am Donnerstag nach 48 Stunden für beendet. Ein Sprecher der Regierung des Bundesstaates sagte zur Zahl der Todesopfer in der Stadt, sie sei "ein gutes Stück höher als normal, aber nicht absurd hoch". Vor zwei Jahren waren während eines zwölftägigen Polizeistreiks in Salvador da Bahía 157 Menschen getötet worden.

Während des Streiks wurden zahlreiche Supermärkte, Apotheken und Elektronikmärkte geplündert. Nach Behördenangaben wurden mindestens 50 Verdächtige festgenommen.

WM 2014: In diesen Stadien wird gespielt

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Salvador da Bahía etwa 1000 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro ist mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Brasiliens und hat einen Ruf als eine der gefährlichsten Städte des Landes. Die Mordrate schnellte zwischen 2000 und 2010 um 400 Prozent in die Höhe und lag zuletzt laut Statistik bei 41,1 Morden pro 100.000 Einwohner. In der Stadt finden sechs Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Am 16. Juni spielt Deutschland in Salvador da Bahía gegen Portugal.

afp

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