"Sind Favorit": Rehhagel tönt vor Relegation

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Otto Rehhagel

Berlin - Zum Herzschlagfinale in der Relegation um den Verbleib in der Bundesliga mobilisiert Hertha BSC plötzlich neue Kräfte und gewinnt alte Anhänger zurück.

Der Kader füllt sich, das Selbstvertrauen steigt, vor den Kassenhäuschen stehen die Fans Schlange: Hertha BSC hat nach dem 3:1 im Bundesliga-Finale gegen 1899 Hoffenheim wieder Oberwasser und erklärt sich vor dem Hinspiel der Relegation um den Liga-Verbleib gegen Fortuna Düsseldorf am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) zum Favoriten.

Einer, der wie kein Zweiter das neue Selbstvertrauen der „Alten Dame“ zur Schau trägt, ist Trainer Otto Rehhagel. „Einige Spieler sind zurückgekommen. Wir sind variabler. Jetzt ist klar: Wir sind Favorit“, tönte „König Otto“ vor dem ersten Duell mit seinem Ex-Klub und erklärte: „Nicht immer haben die Favoriten gewonnen. Aber ich bin mir sicher, dass unsere Jungs ein großes Spiel machen.“

Ob aus strategischen Gründen oder echtem Glauben, Rehhagel redet seine Mannschaft seit Tagen stark. „Das Spiel am vergangenen Samstag gegen Hoffenheim hat gezeigt, dass die Jungs immer bereit waren, alles zu geben. Niemand von ihnen wollte absteigen. Das wurde von einigen Leuten angezweifelt. Aber das stimmt nicht“, sagte der 73-Jährige, der sich wieder einmal schützend vor sein Team stellte.

Vor allem die verbesserte personelle Lage macht Rehhagel Mut. „Wenn man wie wir in der Saison mit Selbsttoren und Roten Karten zu kämpfen hat, ist das eine schwierige Situation“, sagte der Coach. In den vergangenen zweieinhalb Monaten seien die besten Spieler immer wieder ausgefallen. „Aber jetzt sind wir gut aufgestellt. Wichtig ist, dass unsere Stabilisatoren Peter Niemeyer und Lewan Kobiaschwili dabei sind.“

Zum Finale furioso kann der Klub auf ein ausverkauftes Olympiastadion hoffen. Bis Dienstag waren mehr als 60.000 Tickets verkauft, wahrscheinlich wird es mit 74.244 Zuschauern ein volles Haus geben. „Die Resonanz ist überragend“, sagte Manager Michael Preetz. Am Dienstag standen die ersten Fans schon um 6.00 Uhr morgens vor der Geschäftsstelle an, um Tickets zu ordern.

In Bezug auf seine Aufstellung wollte Rehhagel aber noch nicht alle Karten auf den Tisch legen. „Es heißt ja immer: Never change a winning team. Doch das hat bei mir nicht immer Bestand“, sagte der Europameister-Trainer von 2004. Die siegreiche Elf vom Samstag kann der ehemalige Meistermacher aber ohnehin nicht aufbieten. Angreifer Pierre-Michel Lasogga hat gegen Hoffenheim einen Kreuzbandriss erlitten und fällt mehrere Monate aus.

Für Lasogga wird der Kolumbianer Adrian Ramos von Beginn an stürmen. Der 26-Jährige war lange Zeit Herthas bester Stürmer, schwächelte aber in der Rückrunde und traf zuletzt Ende März. „Alle Hoffnungen ruhen nun auf ihm“, sagte Rehhagel. Wieder dabei sind Christian Lell (nach Fußprellung) und Tunay Torun, der wegen Undiszipliniertheiten eine Woche bei der zweiten Mannschaft trainieren musste.

sid

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