Titelfluch gebannt:

Mertesacker, Özil und Podolski holen FA-Cup

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Titelfluch endlich gebrochen: Arsenal-Spieler jubeln nach dem Triumph im 133. FA-Cup-Finale.

London  - Der Titelfluch des FC Arsenal  ist endlich gebannt: Mesut Özil, Lukas Podolski und Per Mertesacker fahren mit einem Erfolgserlebnis zur Fußball-WM nach Brasilien.

Das deutsche Trio gewann das 133.FA-Cup-Finale mit den Gunners gegen den Außenseiter Hull City am Samstag im ausverkauften Londoner Wembley Stadion nach verpatztem Start und großer Aufholjagd noch mit 3:2 (1: 2) nach Verlängerung.

Damit gewann Arsenal erstmals seit dem 21. Mai 2005 eine Trophäe. Damals hatte der 13-malige Meister bereits unter dem heutigen Teammanager Arsene Wenger den Pokal zum zehnten Mal geholt. Mit dem elften Triumph schloss Arsenal zu Rekordsieger Manchester United auf. Hull verpasste dagegen den ersten Titel in der 110-jährigen Vereinsgeschichte denkbar knapp.

Nach acht Minuten lag Arsenal sensationell 0:2 hinten

Dabei hatte der Außenseiter die Abwehr des klaren Favoriten anfangs voller Euphorie überrannt. Nach 187 Sekunden schoss James Chester nach einem Eckball das 1:0, nach acht Minuten lag Arsenal durch einen Treffer von Kapitän Curtis Davies sensationell 0:2 hinten. Santi Cazorla (17.), Laurent Koscielny (72.) und schließlich in der Verlängerung Aaron Ramsey (108.) drehten das Spiel aber noch für die Gunners.

Mertesacker, dessen Bruder Timo eigens angereist war, war wegen seines Kopfballtores im Halbfinale gegen Wigan Athletic im Vorfeld einer der gefragtesten Spieler. Den Fans rief der Innenverteidiger am Samstagmorgen von der Hauptsportseite der Daily Mail zu: „We won“t bottle it.„

Doch bereits nach wenigen Minuten stand das Versprechen, `nicht die Nerven verlieren“ zu wollen, hart auf der Probe. Auch Mertesacker konnte nur zusehen, wie Chester und Davis seinen Torhüter Lukasz Fabianski bezwangen - 35.000 Fans aus Hull rasteten aus. Zudem musste Kieran Gibbs für die Gunners mit dem Kopf auf der Torlinie retten (13.).

Von Arsenal kam vor 89.345 Zuschauern zunächst: nichts. Den Schock abzuschütteln, fiel auch Podolski und Özil sichtlich schwer. Aus dem ersten vernünftigen Angriff resultierte dann jedoch ein Freistoß, den der Spanier Cazorla in den Winkel drehte. Arsenal war wieder dran und fortan zunächst überlegen. Nun schalteten sich auch der etwas lethargische Özil, der hinter der einzigen Spitze Olivier Giroud spielte, und Podolski häufiger in die Offensive ein.

Nach der Pause rannte Arsenal mit dem Mut der Verzweiflung an. Hull verteidigte mit Herz und hatte Glück bei zwei nicht gegebenen Elfmetern. Wenger wollte frischen Wind bringen und nahm in der 62. Minute Podolski für Yaya Sanogo vom Feld. Zehn Minuten später fiel der Ausgleich. Auch der dritte Arsenal-Treffer fiel kurz nach der Auswechslung eines Deutschen: Zwei Minuten vor Ramseys Treffer war Özil vom Feld gegangen. Mertesacker verschuldete mit einem groben Schnitzer fast noch das 3:3.

Das Finale von Wembley war das 882. Spiel des diesjährigen FA-Cup, der mit den ersten Qualifikationsspielen auf niedriger Ebene am 16. August begonnen hatte. Die deutschen WM-Fahrer können sich nun noch einige Tage erholen, bevor sie am 21. Mai mit ihrem Teamkollegen ins WM-Trainingslager nach Südtirol reisen.

SID

Zurück zur Übersicht: Fußball

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser