Möglich sei der WM-Triumph in Brasilien zwar, „aber mit den Leistungen, die wir bei der Europameisterschaft abgerufen haben, glaube ich nicht an eine realistische Chance, die Top-Nationen in den entscheidenden Spielen zu schlagen und Weltmeister zu werden. Da muss noch deutlich mehr kommen“, sagte der 23-Jährige dem kicker.
Dabei ging der BVB-Innenverteidiger auch kritisch mit der Vorstellung des deutschen Teams bei der EM-Halbfinalniederlage gegen Italien (1:2) ins Gericht: „Der große Unterschied war, dass Italien deutlich mehr ins Risiko gegangen ist und bei uns die Sicherheit großgeschrieben wurde.“ Italien habe die DFB-Elf sehr früh attackiert und das Pressing groß aufgezogen. Die italienische Mannschaft habe auch in den Spielen zuvor taktisch nahezu perfekt agiert. „Wir dagegen haben mit Ausnahme des Spiels gegen Griechenland häufig das Tempo verschleppt“, ergänzte Hummels.
Sein verlorener Zweikampf gegen den Italiener Antonio Cassano, der das 1:0 im Halbfinale eingeleitet hatte, habe ihn nicht verfolgt. „Ich träume weder von guten noch von schlechten Szenen. Ich habe die EM tatsächlich am Tag nach dem verlorenen Halbfinale gegen Italien abgehakt“, betonte der Borussen-Profi.
Hummels sieht sich auch nicht als Sündenbock für die Pleite gegen die Azzurri. „Man muss klar sagen, dass wir in diesem Spiel die schlechtere Mannschaft waren. Wir hätten wohl auch ohne meinen Fehler verloren“, konstatierte das Abwehr-Ass.
sid










