"Er hat uns gerettet"

Matchwinner Gomez: Pokal als Spezialdisziplin

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Berlin - Mit seiner Aufstellung überraschte Jupp Heynckes alle - und auch im letzten Bayern-Spiel ging der Plan des Trainers auf. Mario Gomez ebnete mit zwei Treffern den Weg zum Triple.

Mario Mandzukic stand schon zur Einwechslung am Spielfeldrand bereit, da schlug Mario Gomez im DFB-Pokalfinale zum zweiten Male zu. Der Weg zum Triple war dank des Fußball- Nationalspielers geebnet, beim Weg vom Spielfeld nach gut einer Stunde durfte sich Gomez den verdienten Applaus aus der Bayern-Kurve abholen. Und eine innige Umarmung mit Trainer Jupp Heynckes, der mit der Aufstellung des ehemaligen Stuttgarters anstelle von Stammstürmer Mandzukic überrascht hatte.

„Mario Gomez hat nicht nur eine super Torquote gegen den VfB, er kommt auch aus Stuttgart und hat in den letzten Wochen gut gearbeitet“, schilderte der Coach seine Beweggründe. „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl.“

Insgesamt sechs Treffer in nur 72 Minuten Einsatzzeit erzielte der 27-Jährige diese Saison im Pokalwettbewerb und war damit bester Bayern-Schütze beim Kampf um den Pott. Herausragend dabei seine drei Treffer binnen gerade einmal sechs Minuten im Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg. Schneller war nie ein Münchner in der Pokalgeschichte. Der DFB-Pokal liegt Gomez einfach: In seinen 29 Begegnungen war er mit 25 Toren und vier Vorlagen erfolgreich.

Heynckes außer Rand und Band: So feiern die Bayern das Triple

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Überschwänglich hatte Gomez nach seinem Sekunden-Einsatz vor einer Woche gegen Borussia Dortmund den Königsklassen-Titel gefeiert, nun gab es neben dem Triple auch für den Torjäger persönlich noch ein versöhnliches Saisonende. Denn für seinen eigenen Geschmack hatte der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig zu oft auf der Bank gesessen.

„Mario war in der Hinrunde lange verletzt“, erklärte Heynckes am Samstagabend und wies darauf hin, dass Gomez danach zweimal Krankheiten bremsten. „Das waren solche Hindernisse auf dem Weg wieder zur Normalform. Und als sich die Mannschaft mit Thomas Müller und Mario Mandzukic eingespielt hatte, war es für Mario Gomez nicht einfach. Aber auch nicht für Claudio Pizarro. Wir haben drei Klasse-Stürmer.“

Gelobt wurde Gomez von Coach und Kollegen, er selbst schwieg. Wie eigentlich immer in der jüngsten Vergangenheit. Interviews hat Gomez schon lange nicht mehr gegeben. Stattdessen wird über die Zukunft des bis 2016 an den Rekordmeister gebundenen Stürmers spekuliert. Zuletzt hieß es, SSC Neapel und AC Florenz hätten Interesse am Modellathleten, für den es im Angriff im Falle eines Lewandowski-Wechsels noch mehr Konkurrenz im Angriff gäbe.

„Mario hat Vertrag, von unserer Seite ist zu keinem Zeitpunkt geäußert worden, dass etwas zur Debatte steht, genauso ist es jetzt. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass er bleibt“, betonte Sportvorstand Matthias Sammer und war dankbar über den „typischen Torjäger. Er hat uns heute mit den Pokal gerettet.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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