SC im Pech

Freiburg weiter ohne Sieg

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Der SC Freiburg ist weiter ohne Sieg.

Freiburg - Europapokal-Teilnehmer SC Freiburg wartet auch nach sechs Spieltagen auf den ersten Saisonsieg. Gegen Hertha BSC scheiterten die Breisgauer nicht nur an Keeper Kraft.

Europapokal-Teilnehmer SC Freiburg wartet auch nach sechs Spieltagen auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga und bleibt nach dem 1:1 (1:1) gegen Hertha BSC auf einem Abstiegsplatz. Admir Mehmedi traf zwar schon in der sechsten Minute zur Führung, Per Kjelbred (38.) glich in einer schwachen Partie jedoch für den Aufsteiger aus. Drei Tage nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Slovan Liberec in der Europa League präsentierte sich der SCF nach gutem Beginn verunsichert und planlos. Die Gäste aus Berlin bleiben mit acht Punkten in Reichweite der internationalen Plätze, Freiburg steht weiter auf Tabellenplatz 17.

Die Gastgeber erwischten bei traumhaftem Spätsommerwetter einen optimalen Start. Nach einem Berliner Ballverlust bediente der für Routinier Mike Hanke in die Startelf gerutschte Sebastian Freis per Steilpass Mehmedi. Der Schweizer umkurvte den herauslaufenden Schlussmann Thomas Kraft und schob zur frühen Führung ein. Mehmedi traf bereits im dritten Pflichtspiel nacheinander. Gelson Fernandes hätte nach einem Konter erhöhen können, sein Schuss wurde noch von einem Berliner Abwehrbein abgelenkt (10.).

Die Gäste mussten danach noch die Auswechslung des offenbar am Arm verletzten Innenverteidigers John Anthony Brooks verkraften (20.). Dafür kam Lewan Kobiaschwili an einstiger Wirkungsstätte zu seinem 337. Bundesliga-Einsatz. Der Routinier bestritt 495 Tage nach dem skandalös verlaufenen Abstieg 2012 in Düsseldorf und der folgenden, langen Sperre wegen seines Ausrasters gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark wieder ein Erstligaspiel.

Der bis dahin unzufriedene Hertha-Trainer Jos Luhukay, der wieder auf den genesenen Abwehrchef Sebastian Langkamp bauen konnte, sah danach mehr Spielanteile für seine Mannschaft. Die Freiburger wurden viel zu passiv, ohne zunächst ernsthaft in Gefahr zu geraten. Torwart Oliver Baumann musste nur bei einer Flanke von Änis Ben-Hatira eingreifen (23.).

Der Ausgleich fiel daher ein wenig überraschend: Bei einem weiten Einwurf von Spielmacher Ronny sah die Freiburger Abwehr schlecht aus, Skjelbred drückte den Ball zu seinem ersten Bundesligator über die Linie. Gegenspieler Christian Günter ließ den Norweger gewähren. Es war Herthas erster Treffer nach zwei Niederlagen ohne Torerfolg.

Die 23 200 Zuschauer im nicht ausverkauften Stadion begannen zu murren und sahen auch nach der Pause mehr Bemühungen des Aufsteigers. „Ich hoffe, dass wir selbst erfolgreich sind. Freiburg ist nach wie vor eine gute Mannschaft“, hatte Trainer Luhukay vor der Partie erklärt, während Streich befand, die Hauptstädter hätten angesichts ihrer bisherigen Leistungen eher zu wenige Punkte geholt.

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Das Niveau blieb aber auch in der zweiten Hälfte mäßig, Torszenen gab es kaum einmal. Die Herthaner beherrschten meist das Geschehen, die erste gute Chance besaß allerdings der Freiburger Sebastian Kerk. Sein Schlenzer flog knapp am Dreiangel vorbei (61.). Auf der Gegenseite rettete Baummann bei der bis dahin gefährlichsten Berliner Szene nach dem Wechsel gegen Adrian Ramos (74.). Bei Freiburg kam zur Schlussphase Hanke, doch den Sieg vergab in der 90. Minute Fernandes, der den Ball an Torhüter Kraft vorbei an den Pfosten spitzelte.

dpa

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