Nach Zoff um Würdigung im Stadtrat

EHC: "Wir ziehen den Puck einem politischen Spielball vor"

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Waldkraiburg - Nach dem Zoff im Stadtrat um die Würdigung des Meistertitels des EHC hat sich nun der Verein selbst auf Twitter zu Wort gemeldet!

UPDATE, Donnerstag: Der EHC äußert sich

Inzwischen hat auch der EHC Waldkraiburg Stellung zu der Debatte bezogen. In einem Tweet hieß es: "Wir ziehen den #Puck einem politischen #Spielball vor. Gibt's nicht wichtigere Dinge??!" 

Mit einer Würdigung erst im Jahr 2017 im Rahmen der Sportlerehrung sei man außerdem vollkommen einverstanden, "Die Stadt hat fixe Abläufe, wir akzeptieren das."

Auch Sportjournalist Michael Gößl äußerte sich dazu: "Als hätte #Waldkraiburg nicht andere Sorgen. Peinlicher #Spielball"

Erstmeldung, Mittwoch

„Die Medien haben ihre Leistung toll gewürdigt, von der Stadt kam nix", klagte Annemarie Deschler (CSU) Ende April im Stadtentwicklungsausschuss. Der Meistertitel der Mannschaft sei von der Gemeinde nicht ausreichend öffentlich gewürdigt worden. Nicht einmal ein öffentlicher Empfang im Rathaus habe stattgefunden. 

Viel diskutiert

Andere Stadträte waren nicht dieser Ansicht, die Sportlerehrung im kommenden Jahr sei vollkommen ausreichend. Manch einer sah sich sogar zum Scherzen aufgelegt: Man könne doch gleich einen Balkon und ein Glockenspiel an der Fassade des Rathauses anzubringen, damit eine Meisterfeier wie beim FC Bayern möglich würde.

Das Thema hatte für einigen Ärger bei den Fans gesorgt, zumal gleichzeitig noch ein anderes Thema für Aufregung sorgte. Denn der EHC kann nicht in die Oberliga aufsteigen, da die Banden im Eisstadion modernisiert werden müssten. Bürgermeister Robert Pötzsch verwehrte sich auf der Bürgerversammlung Ende April gegen Vorwürfe, die Stadt habe dabei gegeizt. Bei der Sanierung des Kellergeschosses seien einige hunderttausend Euro „reingebuttert“ worden. „Es hätte heuer keine Meisterschaft gegeben, wenn nicht so saniert worden wäre“, mahnte er.

"Vom Stil her unsachgemäß"

Im Fragenteil der Stadtratssitzung am Dienstag kam das Thema nun wieder zur Sprache. Sportreferent Andreas Marksteiner (UWG) zeigte sich wenig erfreut über Deschlers Äußerungen. "Das ist mir extrem aufgestoßen." Auch er habe sich "riesig gefreut" über den Meisteritel, aber er fände es nicht gut, die Würdigung der Leistund des EHC zum politischen Spielball zu machen. 

"Das fand ich vom Stil her unsachgemäß", erklärte er. Bei der Sportlerehrung in der vorherigen Woche seien zahlreiche heimische Sportler ausgezeichnet worden, die "teilweise Riesenerfolge" erbracht hätten, doch dies würde nicht thematisiert.

"Diese Behauptung ist eine Gemeinheit!"

Deschler reagierte prompt und sichtlich bewegt: "Ich bin entsetzt, dass meine Empfehlung unsere Sportler zu ehren als politisch abgetan wird!" Sie habe sich jahrelang ehrenamtlich für den Sport engagiert und sei beeindruckt von der Leistung des EHC. "Ich war bei allen Auswärtsspielen dabei! Das war eine Sensation!" Die Leistung des Vereins sei auch außerhalb Waldkraiburgs bekannt geworden.

"Sie würden das nicht sagen, wenn Sie dabeigewesen wären und das Banner, dass die Jungs hochgehalten haben gesehen hätten, auf dem 'Wir sind Wald kraiburg' stand.", zürnte sie in Richtung Marksteiners. "Das ist eine Herzensangelegenheit", erklärte sie weiter, "Diese Behauptung ist eine Gemeinheit." Marksteiner konterte, auch er sei bei jedem Spiel dabeigewesen und habe sich, wie gesagt, ebenfalls über den Titel gefreut.

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Quelle: rosenheim24.de

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