Vorschau: TSV Buchbach - SV Schalding-Heining

Anton & Anton: Duell der Freunde

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Einer der beiden Antons am Freitagabend: Buchbachs Trainer Bobenstetter.

Buchbach - Die "Freunde aus Niederbayern" kommen. Der SV Schalding-Heining ist zu Gast in der Buchbacher Arena. Die Trainer kennen sich bestens, trotzdem wird sich nichts geschenkt in der Freitagsbegegnung der Regionalliga Bayern.

Auf der Zugfahrt von Nürnberg nach Kaiserau haben sie sich 1996 kennengelernt und seitdem sind sie Freunde: Am Freitagabend stehen sich Anton Bobenstetter (55) und Anton Autengruber (47) erstmalig mit ihren Clubs TSV Buchbach und SV Schalding-Heining gegenüber, wenn eines der sechs Freitagsspiele der Fußball-Regionalliga Bayern um 19 Uhr in der SMR-Arena angepfiffen wird.

„Freundschaft hin oder her, wie müssen gegen Schalding fast gewinnen, weil es am Montag gegen die kleinen Bayern ja nicht leichter wird“, sagt Bobenstetter, allerdings steht Autengruber in diesem Punkt nicht hinten an: „Unser Ziel ist es in Buchbach was zu holen, am liebsten drei Punkte.“ Herrscht zwischen den beiden Trainerfreunden für gewöhnlich meist Einigkeit, so ist die Zielsetzung beim allerersten Duell gegeneinander aus verständlichen Gründen zwar gleich, aber eben mit einer ganz anderen Ergebnisrichtung.

Anton und Anton

„Anton ist ein positiv Fußballverrückter, fachlich absolut top und ein Top-Freund“, sagt Autengruber über den anderen Anton und Bobenstetter lobt seinen Freund, mit dem er seinerzeit zusammen die Trainerlizenz erworben hat: „Schalding ist saisonübergreifend seit neun Spielen ungeschlagen, das sagt alles über die Qualität des Gegners und über die Arbeit des Trainers.“ Zugleich schreibt Bobenstetter dem Kollegen aber ins Stammbuch: „Zehn Mal in Folge ungeschlagen in der Regionalliga geht nicht. Deswegen bleiben die drei Punkte in Buchbach, danach darf Schalding wieder eine Serie von neun ungeschlagenen Spielen starten.“

Bereits vor dem Saisonstart hatten die beiden Trainer, wie mehrmals in der Woche, miteinander telefoniert und geflachst. „Als ich Anton vorgeschlagen, dass er bis zum 6. Spieltag ungeschlagen bleiben darf, aber dann in Buchbach verliert, hätte er das unterschrieben. Jetzt ist er auf einmal anderer Meinung“, erzählt Bobenstetter, der auch am Mittwoch mit dem Schaldinger Coach telefoniert hat und ihn um Tipps gebeten hat. „Komisch, sonst hat er immer Tipps, diesmal hat er nur gesagt, dass er mir nicht helfen könne“, fasst der Trainer der Rot-Weißen das Telefonat zusammen.

Dabei könnte Bobenstetter durchaus den einen oder Ratschlag brauchen, schließlich hat sein Team die letzten sechs Spiele gegen Schalding nicht mehr gewinnen können. „Das war vor meiner Zeit, das zählt alles nicht mehr“, will Autengruber von Statistik nichts wissen und erklärt: „Wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns auf ein Spiel zweier Vereine, die mit kleinen Mitteln viel machen.“

Alles ist vorbereitet in Buchbach - auch die Grillsau

Auf die Oberschenkel-Verletzungen von Patrick Drofa und Maxi Bauer, der den gesamten Mittwoch mit Schmerzen im Krankenhaus verbringen musste, aber nicht operiert werden muss, angesprochen, reagierte Autengruber eher lakonisch: „Ob das ein Vorteil für uns ist, kann ich nicht sagen. Der Trainerkollege sagt immer, dass Namen Schall und Rauch seien.“ Selbst bangt er noch um den Einsatz von Alexander Kurz, der im Spiel gegen Burghausen eine tiefe Wunde erlitten hat.

Sicher nicht auflaufen wird Robert Zillner, der ja seit Wochen bei Schalding trainiert. Der 31-jährige Mittelfeldspieler, der beim Zweitligisten Sandhausen keinen Vertrag mehr bekommen hat, wird sich erst Ende August entscheiden, wo er künftig spielt. Autengruber: „Das hat er uns von Anfang an gesagt. Wir freuen uns, dass er sich bei uns fit hält, allein schon weil er die Qualität in der Trainingsgruppe hebt, noch mehr freuen würden wir uns, wenn er sich für uns entscheidet.“

Natürlich ist in SMR-Arena anlässlich des Derbys „gegen die Freunde aus Niederbayern“ alles gerichtet und begrüßt werden die Schaldinger traditionell mit dem Duft der Grillsau, die ab 18 Uhr tischfertig sein wird. An wen das Fell des Bären verteilt wird, steht erst knapp drei Stunden später fest. „Der Klassenerhalt führt nur über die Heimstärke. Bislang hatten wir ein Heimspiel und das haben wir gewonnen. Jetzt steht das zweite Heimspiel an, das wollen wir mit den Buchbacher Tugenden wie Herzblut und Leidenschaft auch für uns entscheiden“, sagt Bobenstetter, während Autengruber beruhigt: „Ich bin überzeugt, dass die Buchbacher die Punkte zum Klassenerhalt auch in dieser Saison holen. Dazu müssen am Freitag aber nicht gewinnen.“

MB

Quelle: rosenheim24.de

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