Die Heim-Maschine aus Buchbach schlägt wieder zu

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Der TSV Buchbach hat mit einem 2:1-Erfolg gegen den FC Memmingen Platz vier in der Fußball-Regionalliga Bayer verteidigt und den dritten Dreier in Serie eingefahren. „Neun Punkte hauen schon richtig rein“, freute sich Trainer Anton Bobenstetter, dessen Team auch von der schwachen Chancenverwertung der Allgäuer profitierte.

„Wir hatten nach der Pause zwei Mal die Möglichkeit in Führung zu gehen und haben dann zwei Mal geschlafen“, so FCM-Coach Christian Braun, der sich mehr ausgerechnet hatte: „Wir wollten in der zweiten Halbzeit den Umstand nutzen, dass Buchbach während der Woche das Pokalspiel hatte.“ Das gelang Memmingen nur bedingt, obwohl bei den Rot-Weißen mit zunehmender Spieldauer die Kräfte sichtlich schwanden. „Gleich sechs Spieler wollten unbedingt raus, hatten Probleme mit der Muskulatur, der tiefe Boden in Schalding hat unheimlich Kraft gekostet“, so Bobenstetter, der die mentale Stärke seiner Mannschaft lobte: „Da sind wir unglaublich gut drauf.“

Nach der 2:5-Klatsche in Schalding haben die Trainer das Team am Mittwoch zu einer Aussprache zusammengeholt. „Wir haben das besprochen, das hat gefruchtet. Danach haben wir das Thema abgehackt und uns nur noch auf das Spiel gegen Memmingen konzentriert“, verriet Walter Werner, der in seiner Spielanalyse gestand: „Wir haben aus dem Nichts das 1:0 gemacht, wenn Michael Geldhauser vorher den Treffer für Memmingen macht, sind wir weg.“ Während Geldhauser den Ball am langen Pfosten vorbei setzte (52.), nahm auf der anderen Seite Thomas Breu einen langen Ball von Markus Grübl herrlich mit der Brust an, drehte sich um die eigene Achse und kanonierte die Kugel aus 14 Metern unhaltbar ins lange Eck. Zwei Minuten später musste Dominik Süßmaier sein ganzes Können gegen Denis Hoffmann auspacken, ehe Christian Brucia mit einem schöne Pass Breu einsetzte, der noch einige Meter marschierte, um dann Martin Gruber zum zweiten Mal zu überwinden (57.). Als sich Fabian Krogler in der 87. Minute über das Knie von Maxi Knauer stürzte, entschied Schiedsrichter Thomas Berg auf Strafstoß, den Andreas Mayer sicher verwandelte. „Der Gegenspieler hat selbst zugegeben, dass man das nicht pfeifen muss, aber innerhalb des Strafraum war die Situation“, so Knauer über die Szene, die den Buchbachern noch einige bange Minuten bescherte.

Grundstock des aktuellen Erfolges ist die starke Defensivleistung der Rot-Weißen, die abgesehen von dem 0:5 in Würzburg und dem Fünferpack im Pokal in neun Ligaspielen nur fünf Gegentore hinnehmen musste. „Das ist ein Prozess, der sich aus der Rückrunde der vergangenen Saison fortsetzt. Mittlerweile haben alle verinnerlicht, dass sie nach hinten arbeiten müssen“, erklärt Kapitän Maxi Hain, der vor der Abwehr wieder seine Abräumer-Qualitäten unter Beweis stellen konnte. Und auch Bobenstetter schlug in die gleiche Kerbe: „Wir haben ja in der Viererkette in dieser Saison schon so oft umstellen müssen, wenn man trotzdem wenige Gegentore kassiert, ist das ein Verdienst der gesamten Mannschaft.“ 

TSV Buchbach: Süßmaier - Grübl, Hingerl, Knauer, Motz (71. Hamberger) - Petrovic (81. Hannes Hain), Maxi Hain - Brucia, Alschinger - Breu, Stijepic (84. Scott). Trainer Bobenstetter/Werner.

FC Memmingen: Gruber - Nikolic, Rupp, Schmeiser (80. Krogler), Friedrich - Bonfert, Hoffmann - Kiral (63. Eisenmann), Jocham (72. Sapina) - Geldhauser, Mayer. Trainer: Braun/Maier.

Tore: 1:0 Breu (52.), 2:0 Breu (57.), 2:1 Mayer (88., Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Berg (Landshut)

Zuschauer: 766

Gelb: Maxi Hain - Friedrich, Bonfert

Besonderheiten: keine.

Quelle: rosenheim24.de

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