FC Ingolstadt II - TSV Buchbach 1:2

Spiel gedreht! Sonderzug bringt Buchbach Glück

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Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter bedankt sich bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung.

Ingolstadt - Das halbe Dorf auf Reisen. Mit dem Sonderzug ging es am Samstag für die Buchbacher zum Oberbayern-Duell in Ingolstadt. Mit über 500 Fans angereist, konnten die Rot-Weißen am Samstagnachmittag einen Sieg beim FC Ingolstadt II feiern, drei Punkte einsacken und auf der Schiene nach Hause transportieren.

Der Jubel war groß bei den mitgereisten Fans aus Buchbach. Besonders beim Abpfiff der Partie: Blasmusik auf der Tribüne - so hat man sich das vorgestellt. Auswärtssieg in Ingolstadt, ausgerechnet wenn das halbe Dorf im Stadion ist. Auf der Rückfahrt konnte also richtig gefeiert werden - mit drei Punkten im Gepäck.

Buchbach kann feiern - Anhänger glauben an den Klassenerhalt

Mit fünfzehn Punkten aus vierzehn Spielen sind die Buchbacher trotz ihrer brutalen Verletzungsserie wieder im Rennen und halten Kontakt zum unteren Mittelfeld. „Ein Sieg ist einfach durch nichts zu ersetzen und wahrscheinlich hätten wir es nicht geschafft, wenn nicht unsere Fans dabei gewesen wären, wenn nicht immer wieder die Blasmusik gespielt hätte.“, dankt Trainer Anton Bobenstetter den über 500 Fans für die „unglaubliche Stimmung“ und ist sich sicher: „Wenn unsere Anhänger nicht an den Klassenerhalt glauben würden, wären sie nicht mitgefahren. Das ist für uns ein klares Zeichen, dass sich die Fans weiterhin Regionalliga-Fußball in Buchbach und in der Region wünschen. Wir werden alles versuchen, diesen Auftrag anzunehmen und sind stolz, dass wir den mitgereisten Anhängern diesen Sieg schenken konnten.“.

Service:

Eine gute Viertelstunde lang feierten die Spieler den Erfolg noch in der Fankurve, nachdem die Partie erst nach 99 Minuten abgepfiffen wurde. Der Grund für die lange Nachspielzeit ist allerdings mehr als betrüblich, denn Moritz Löffler verletzte sich in der 89. Minute nach einem Foulspiel des Gegners schwer, musste mit großen Schmerzen und Verdacht auf Bruch des Mittelfußknochens ins Klinikum Ingolstadt abtransportiert werden.

Der Wermutstropfen: Löffler muss verletzt in Klinikum

„Das ist natürlich traurig und ein bitterer Wermutstropfen im Freudenbecher!“, so Bobenstetter, der jedoch den Gegenspieler von jeglicher Schuld freisprach: „Das war keine Absicht. Auch wir haben viele Fouls gemacht. Das war ein Spiel, das Spitz auf Knopf stand.“.

Mit fünf offensiven Spielern machten die Ingolstädter in den ersten zwanzig Minuten gewaltigen Druck, hatten viele Eckbälle, bei denen die aufgerückten Innenverteidiger Giuseppe Leo und Thomas Kurz immer wieder für Gefahr sorgten. „Irgendwie haben wir diese Phase überstanden. Da war sicher auch mal endlich Glück dabei, aber gerade, als wir uns richtig im Spiel befanden und dachten, dass wir mit einem 0:0 in die Pause kommen würden, hat Ingolstadt zugeschlagen“, so der TSV-Coach.

Beide treffen unmittelbar vor der Pause - Ingolstadt zuerst, Buchbach kontert

FCI-Kapitän Andreas Buchner steckte für Marcel Schiller durch, der die Buchbacher Abwehr mit einer Körpertäuschung austanzte und aus vierzehn Metern unhaltbar einlochte (43). Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nochmal Freistoß für die Rot-Weißen, den Maximilian Drum präzise vor den linken Pfosten brachte - irgendwie berührte Kapitän Aleksandro Petrovic das Ding noch und bugsierte die Kugel über die Linie (45.+1).

Glücklich zu diesem Zeitpunkt, aber nach dem Wechsel verdienten sich die Buchbacher das Remis, ließen nichts mehr zu und kamen in der 75. Minute sogar zum Führungstreffer, als Petrovic eine Ecke von Drum am kurzen Pfosten über die Linie fummelte. 1:2 - Spiel gedreht.

Petrovics zweiter Treffer bedeutet Sieg für den TSV

Zwar traf Ingolstadts Buchner in der 85. Minute noch per Freistoß die Latte, aber danach geriet der Buchbacher Sieg nicht mehr in Gefahr. „Die Spieler haben in der Halbzeit gesagt, dass wir das Spiel unter allen Umständen und egal wie gewinnen müssen. Dieser Wille und dieser Glaube waren entscheidend!“, ist sich Bobenstetter sicher, der bemerkt hat: „Einige Spieler waren ja das erste Mal beim Sonderzug dabei, die waren schon beeindruckt. Wenn die Musik immer wieder spielt und die Fans in so einem Stadion, in dem es ja sonst richtig leise ist, Stimmung machen, stärkt das natürlich das Wir-Gefühl unglaublich. Das brauchen wir jetzt am Freitag daheim gegen Bayreuth auch!“.

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MB

Quelle: rosenheim24.de

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