Zottl in der Nachspielzeit - 1860 siegt bei Mayer-Comeback

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Der TSV 1860 Rosenheim hat durch ein Tor in der 93. Minute gegen den TSV Schwabmünchen gewonnen und damit wichtige Punkte im Abstiegskampf der Bayernliga Süd eingefahren. Dabei rückten ein Rückkehrer und ein Neuling in den Mittelpunkt.

Er wusste wohl selbst nicht, wie im geschah. In der 93. Minute landetet der Ball vor den Füßen des eingewechselten Johannes Zottl, der nicht lange fackelte und den Ball zum 3:2 (2:0)-Siegtreffer in das Schwabmünchener Tor versenkte.

Erst im Sommer hatte sich der Offensivspieler dem TSV 1860 Rosenheim angeschlossen, aufgrund einer Kreuzbandverletzung aber noch kein Pflichtspiel für die Innstädter bestreiten können. Zwar war dem 21-Jährigen bei seinem Comeback die fehlende Spielpraxis noch deutlich anzumerken, dennoch feierte er mit seinem Siegtreffer einen durchaus gelungenen Einstand.

Spielerisch noch Luft nach oben

Den kann man auch Robert Mayer bescheinigen, der nach seinem Rücktritt vom Rücktritt das Rosenheimer Tor hütete und dabei ein gutes Spiel ablieferte. "Es hat sich angefühlt, als wäre ich nie weggewesen", sagte ein sichtlich erleichterter Mayer nach dem Spiel gegenüber beinschuss.de.

Zufrieden war der Routinier mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht, dazu gab es auch nicht viel Anlass. Der TSV 1860 tat sich im Spielaufbau schwer, leistete sich einige individuelle Fehler in der Defensive und drohte eine sicher geglaubte Führung noch zu verspielen.

Obermair steht goldrichtig

Zwar war Schwabmünchen in der Anfangsphase die bessere Mannschaft und hätte nach mehreren guten Torchancen auch in Führung gehen müssen, nach 32. Spielminuten stand es aber 2:0 für die Gastgeber.

In der 25. Minute hatte Slaven Jokic den starken Egehan Caner auf der linken Seite mit einem feinen Zuspiel auf die Reise geschickt. Caner zog aus kurzer Distanz im linken Halbfeld ab, Gäste-Keeper Sebastian Steidle konnte den Ball nur abprallen lassen, Raphael Obermair stand goldrichtig und verwertete zur Rosenheimer Führung.

Passivität wird bestraft

Wenige Minuten später fasste sich Jokic aus halblinker Position selbst ein Herz, Steidle konnte die Kugel wieder nicht festhalten, so dass Einsiedler am kurzen Pfosten nur noch einschieben musste.

In der zweiten Halbzeit zogen sich die Gastgeber zurück und überließen Schwabmünchen das Spiel. Diese destruktive Spielweise wurde bestraft, die Gäste kamen in der 62. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter von Andreas Rucht zum Anschlusstreffer.

Fatale Fehlentscheidung führt zum Ausgleich

Zehn Minuten später war die Aufregung groß. Der Ball zappelte im Rosenheimer Tor, Schiedsrichter Benedikt Öllinger, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, erkannte den Treffer von Gabriel Önat an. Zuvor standen Vorlagengeber Rucht und auch Önat klar im Abseits.

Als sich alle Beteiligten schon auf eine unter dem Strich gerechte Punkteteilung eingestellt hatten, bekamen die Rothosen noch einen Freistoß zugesprochen. Der wurde von Mayer vors Schwabmünchner Tor geschlagen, Georg Lenz hatte die erste Einschussgelegenheit, die abgeblockt wurde und vor den Füßen von Zottl landete.

1860 klettert auf Nichtabstiegsplatz

"Die Leistung war überschaubar, aber letztlich zählen die drei Punkte. Wir haben viele verletzte oder kranke Spieler, ich musste vor allem im Defensivverband improvisieren", sagte Trainer Patrik Peltram nach dem Spiel im Gespräch mit beinschuss.de.

"Aber es spricht für die Moral der Truppe, dass wir so spät noch zurückgeschlagen haben", ergänzte Peltram, der mit seiner Mannschaft auf den 13. Tabellenplatz klettert und damit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz rangiert.

Quelle: rosenheim24.de

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