Jetzt eben als Stürmer - Die Verwandlung des Andi Niedermeier

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Verdrehte Rollen: Andi Niedermeier (r.) will den Ball am Abwehrspieler vorbei bringen

Vor dieser Saison hatten die Verantwortlichen des SV Ostermünchen große Sorgen, wie sie die Angreifer-Lücke, die Hannes Schaal und Peter Niedermeier hinterlassen hatten, stopfen sollten. Als klar war, dass sich kein neuer SVO-Stürmer auftreiben ließ, musste man auf eine interne Lösung setzten.

Vor dieser Saison hatten die Verantwortlichen des SV Ostermünchen große Sorgen, wie sie die Angreifer-Lücke, die Hannes Schaal und Peter Niedermeier hinterlassen hatten, stopfen sollten. Zur Erinnerung: Schaal wechselte mit Ende der Transferfrist zum Sportbund Rosenheim, Niedermeier geht nun für den ASV Au auf Torejagd. Als klar war, dass sich kein neuer SVO-Stürmer auftreiben ließ, musste man auf eine interne Lösung setzten und ließ Beinhart-Verteidiger Andi Niedermeier, der jüngere Bruder vom abgewanderten Peter Niedermeier, in Testspielen im Sturmzentrum ran.

Ausgerechnet Niedermeier, der in den vergangenen beiden Jahren mit seiner harten und robusten Spielweise die gegnerischen Stürmer zum Verzweifeln brachte, sollte für Gefahr vorm gegnerischen Tor sorgen. Diese Entscheidung erweist sich nun als wahrer Glücksgriff: Alleine in der Vorbereitung schoss er in den ersten sechs Spielen stolze 13 Tore. Die restlichen drei Partien musste er zwar mit einer Torflaute kämpfen, aber pünktlich zum Ligastart ist sein Torriecher wieder zurück!

Zwei Treffer in den ersten beiden Spielen

Gegen den ASV Großholzhausen gelang Niedermeier der erste Saisontreffer für die Ostermünchener. Im Spitzenspiel gegen Edling legte er nach, erzielte nach einem Akt des Willens den 1:1-Ausgleich, als er sich am Strafraum gegen zwei Edlinger durchtankte und vorm Tor eiskalt blieb. In beiden Partien hätte er jeweils noch einen Treffer erzielen müssen, war beim Torabschluss aber zu hektisch. Wer den 23-Jährigen kennt, der weiß, dass ihn diese vergebenen Chancen selbst am meisten ärgern.

Ein ungelernter Stürmer ist Niedermeier allerdings nicht. Seine „Karriere“ begann er im Sturmzentrum und hält sogar immer noch den Torrekord in Ostermünchen, als er in der F-Jugend in einer Saison über 50 Tore schoss. Im Teeanger-Alter wechselte er in die Jugend des TSV 1860 Rosenheim und war dort ebenfalls als Stürmer aktiv. Auch nach seiner Rückkehr zum Heimatverein stand er stets im Sturmzentrum, bis Franz Voggesberger vor zwei Jahren sein Talent als Verteidiger erkannte und ihn in der Bezirksliga auf dieser Position einsetzte.

Andi Niedermeier führt im internen Bruderduell

Nun ist er also wieder vorne drin und nimmt auch dort jeden Zweikampf an. „Ich werde schon noch ein paar Spiele brauchen, bis ich wieder richtig in der Stürmer-Position drin bin und in bestimmten Situationen die nötige Ruhe habe, vielleicht doch das eine oder andere Tor mehr zu erzielen“, verspricht Niedermeier, der nur im äußersten Notfall ein Training verpasst und sonst jede Einheit absolviert.

Die Belohnung für seinen Fleiß auf dem Trainingsplatz und den tadellosen Einsatz während der Spiele hat Niedermeier bereits bekommen: Coach Georg Schmelcher bestimmte ihn als einen von drei SVO-Kapitänen. Übrigens: Durch seine zwei Treffer in den Ligapartien hat Niedermeier auch im internen Brüder-Baller-Duell die Nase vor seinem Bruder Peter - der hat für seinen neuen Verein nämlich noch nicht getroffen.

Quelle: rosenheim24.de

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