It's Derby-Time: Hier sprechen die Ex-60er und Neu-SBler

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von links: Staudigl, Eminoglu, Achatz

Für vier Spieler des Sportbundes Rosenheim ist das Derby gegen 1860 ein ganz besonderes Spiel. Alle schnürten sie bis vor kurzem noch für 1860 die Schuhe, stehen jetzt aber in den Diensten des Stadtrivalen. Im Gespräch mit beinschuss.de melden sie sich zu Wort.

Am Mittwochabend (18:30 Uhr im Josef-März-Stadion) steht endlich wieder ein Rosenheimer Fußball-Derby um Punkte auf dem Programm. Zum fünften Mal stehen sich beide Stadtrivalen in der Bayernliga gegenüber. In den letzten beiden Aufeinandertreffen 2011/2012 behielt der Sportbund im Hinspiel die Oberhand, im Rückspiel endete das Derby in einer turbulenten Partie 3:3-Unentschieden.

Dieses 3:3 war ein Spiel, von dem man eigentlich heute noch schwärmen kann. Hohes Tempo, hitzige, aber wirklich faire Zweikämpfe auf nassem Boden und vor allem mehrere Traumtore. So muss ein Derby verlaufen! Vielleicht erleben wir ja auch am Mittwoch ein Spiel, von dem man länger spricht – es wäre für den gesamten Rosenheimer Fußball wichtig.

Beide Teams stehen unter Zugzwang

Ein Unentschieden wäre beiden Mannschaften diesmal jedoch zu wenig. Schließlich gingen sowohl die Sechziger als auch der Sportbund zum Auftakt leer aus. Nun gilt es, die Weichen für die nächsten Wochen zu stellen und im Derby für Wiedergutmachung zu sorgen. Denn beide Vereine wissen aus der vergangenen Saison, wie anstrengend und nervenaufreibend ein Abstiegskampf sein kann. Die nächsten Aufgaben werden für beide Teams nicht unbedingt leichter, weshalb beide bereits ein wenig Druck verspüren.

Auf den SBR wartet zwischendrin dann noch das „Kracherspiel“ gegen den FC Schalke 04 am kommenden Mittwoch. Das ist dann die Kür, zuerst muss die Pflicht in den Punktspielen erledigt werden! Beinschuss sprach mit vier Spielern, für die das Derby einen noch höheren Stellenwert hat: Christoph Herberth, Mario Staudigl, Fatih Eminoglu und Markus Achatz. Alle vier Spielern wechselten in den vergangenen Monaten vom TSV 1860 Rosenheim zum Sportbund und stehen nun der Beinschuss-Redaktion Rede und Antwort.

Hallo ihr vier, schon am zweiten Spieltag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen eurer alten und neuen Mannschaft. Wie groß ist die Vorfreude?

Achatz: Es ist schon komisch, vor knapp fünf Wochen stand ich noch mit dem TSV in Schweinfurt auf dem Platz, nun geht es gegen die Sechziger um wichtige Punkte. Ich freue mich auf mein erstes Derby und vor allem die alten Kollegen.

Herberth: Mein erstes und bis dato letztes Derby in der damals eingleisigen Bayernliga, habe ich mit den Sechzigern im Josef-März-Stadion 3:0 verloren. Schon damals habe ich gemerkt, was für ein eingeschworener Haufen der SBR ist. Diesmal hätte ich nichts dagegen, wenn es ähnlich deutlich zu Gunsten des Sportbund ausgeht. Die Vorfreude ist natürlich riesig, es ist schon ein besonderes Spiel für beide Mannschaften.

Mario, Fatih, ihr wart beide verletzungsbedingt in Kötzting nicht mit dabei. Wie schaut es am Mittwoch aus?

Staudigl: So wie es aktuell, werde ich auch im Derby nicht spielen können. Nach meinem Außenbandriss geht es mir soweit wieder ganz gut, ich konnte auch schon die ein oder andere Trainingseinheit mitmachen. Die Saison ist lang, wir haben 36 schwere Spiele, weshalb ich nichts überstürzen will. Trotzdem werde ich mit dabei sein und dem SBR die Daumen drücken.

Eminoglu: Mir geht es ähnlich. Nach meinem Bänderriss, werde ich am Mittwoch ebenfalls nicht dabei sein können. Ich brauch noch ein bis zwei Wochen, damit ich der Mannschaft auch wirklich weiterhelfen kann.

Nach eurem stadtinternen Wechsel gab es nicht nur positive Stimmen im Umfeld, habt ihr etwas von der Rivalität beider Vereine zu spüren bekommen?

Herberth: Wir wurden alle vier nicht beim TSV ausgebildet und sind auch keine gebürtigen Rosenheimer. Das waren also ganz normale Wechsel, wie jeder andere auch. Ich hatte drei überragende Jahre bei den Sechzigern und habe viele neue Freunde gewonnen. Sportlich hätte es nicht besser laufen können. Dafür möchte ich mich bei allen Mitspielern und Verantwortlichen auch bedanken. Es ist legitim, dass man sich eine neue Herausforderung sucht, wenn man persönlich nicht mehr weiter kommt und sich nicht mehr auf das Wesentliche, den Fußball, konzentrieren kann.

Staudigl: Das sehe ich genauso. Leute, die sich negativ zu den Wechseln geäußert haben, interessieren mich nicht. Keiner von diesen kennt unsere persönlichen Beweggründe.

Fatih und Markus ihr seid erst zu dieser Saison hinzugestoßen, wie gefällt es euch beim SBR?

Eminoglu: Ich habe ja in der Jugend lange beim Sportbund gespielt und kenne noch viele Trainer und Spieler. Mir gefällt es sehr gut, es hat sich in den letzten Jahren einiges zum Positiven entwickelt. Jetzt muss ich nur noch fit werden, dann kann es endlich richtig losgehen.

Achatz: Die ersten Eindrücke sind wirklich positiv. Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen. Jetzt hoffe ich, dass wir am Mittwoch den ersten Sieg zusammen einfahren können.

Habt ihr noch Kontakt zu euren alten Kollegen, auf wen freut ihr euch besonders?

Herberth: Man schreibt sich natürlich ab und zu, aber viele sind ja leider nicht mehr übrig. Was ich so gehört habe, werden aber einige zum Zuschauen vorbeikommen.

Staudigl: (lacht) Na dann hab ich wenigstens jemanden zum Quatschen auf der Tribüne!

Achatz: Es kommt darauf an ob und gegen wen ich spiele. Ich denke, dass ich des öfteren auf Herrn Schramme treffen werde, darauf freue ich mich natürlich besonders.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

 

 

 

Quelle: rosenheim24.de

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