ESV Freilassing - SE Freising 1:3

Elfmetertor kann bittere ESV-Heimpleite nicht abwenden!

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Ganz bitter: Ein Handelfmeter und ein Geschenk in der Schlussphase besiegelten letztendlich die Freilassinger Niederlage.

Freilassing - Einen ganz unglücklichen Nachmittag erlebten die Eisenbahner beim Heimspiel gegen SE Freising am Sonntag. Trotz eines Elfmeters zum zwischenzeitlichen 1:1 konnten die Hausherren eine Niederlage am Ende nicht abwenden.

Aus dem Max-Aicher-Stadion berichtet Michael Heymann

Nach der bitteren 1:4 Niederlage am vergangenen Wochenende hatte sich der ESV Freilassing fest vorgenommen, beim Heimspiel gegen den SE Freising ähnlich stark für Wiedergutmachung zu sorgen, wie die Woche zuvor bei der Partie gegen den TSV Karlsfeld.

Dafür würde ein erneuter Blitzstart der Offensivabteilung dem Spiel der Hausherren natürlich in die Karten spielen - schon in mehreren Begegnungen der Saison konnten so die Eisenbahner schon früh im Spiel die Weichen auf Sieg stellen. Doch Freising konnte mit ordentlich Rückenwind nach Freilassing kommen: Nach einem katastrophalen Saisonstart mit zwei Remis und vier Niederlagen gelang am letzten Spieltag der erste Saisonsieg über Vilsbiburg.

Die Zuschauer konnten sich also auf einen heißen Tanz am Sonntagnachmittag freuen.

Unglücklicher Rückstand

Die Partie begann hektisch. Beide Teams leisteten sich viele Fehlpässe im Mittelfeld. Den Freilassingern gelang es nicht wie zuletzt, den Gegner gleich in den ersten Minuten entscheidend unter Druck zu setzen und sich Torraumszenen zu erspielen. Auf der anderen Seite sah es aber in keinem Fall besser aus. Bis zur 14. Minute zumindest.

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Denn die erste Chance des Spiels nutzten die Gäste gleich für den Führungstreffer. Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld war Hohlenburger auf der rechten Seite plötzlich komplett alleine durch. Der Freisinger stürmte entschlossen auf Stefan Schoenberger zu und schloss präzise ab. Der Ball netzte wuchtig unter der Latte ein - 1:0 für Freising.

Elfmeter verhindert den Halbzeitrückstand

Doch die Freilassinger ließen trotz der Temperaturen nicht die Köpfe hängen und kamen in der Folge immer besser in die Partie. In der 21. Minute kreierten sich die Gastgeber dann auch ihre erste echte Möglichkeit. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Albert Deiter mit dem Kopf vor seinen Bewachern an den Ball. Die Kugel ging nur knapp über den Kasten.

Jetzt drückte der ESV. Nur zwei Minuten später: Freistoß von der linken Seite, Christian Niederstrasser stieg am höchsten und schloss ab. Die Kugel wurde gerade noch ins Toraus abgefälscht - das wäre gefährlich geworden! Nachdem kurz darauf auch noch Daniel Leitz mit einem Flachschuss scheiterte, nahm Kapitän Albert Deiter das Heft selbst in die Hand.

Nach einer schönen Passstafette wurde der Eisenbahner im Strafraum gelegt - Elfmeter! Der Gefoulte trat gleich selbst an und netzte flach rechts unten ein. Keeper Manuel Wühr war noch dran, konnte den 1:1-Halbzeitstand aber nicht verhindern.

Chancen auf beiden Seiten

Freilassing kam gut aus der Kabine. Sofort stürmten die Männer von Uli Habl auf das Tor der Freisinger zu. In der 48. Minute hatte Albert Deiter die Führung auf dem Fuß, doch kurz vor der Strafraumgrenze verstolperte er den Ball. Zehn Minuten später wurde es allerdings richtig gefährlich auf der anderen Seite. Nach einer Ecke bekam die Freilassinger Hintermannschaft den Ball nicht aus dem Strafraum. Jonas Mayr erkannte die Situation und zimmerte aus elf Metern einfach drauf. Das Leder ging nur haarscharf am linken Pfosten vorbei.

ESV Freilassing - SE Freising

Nur zwei Minuten später versemmelten aber auch die Hausherren eine 100 Prozentige. Über links kam der Ball zum engagierten Albert Deiter. Aus der Drehung passte er auf den gerade eingewechselten Mario Switil. Frei vor dem Tor schloss der Freilassinger aus 14 Metern ab, traf aber zum Entsetzen der Fans nur den Tormann.

Ganz bittere Schlussphase

Die Zuschauer sahen einen ausgeglichenen Kampf im Max-Aicher-Stadion. Doch eine ganz bittere Aktion senkte die Freilassinger Sieghoffnungen mit einem Schlag. Ein Angriff der Gäste über die rechte Seite sollte per Flanke im Strafraum landen. Fabio Hopf versuchte den Querpass abzuwehren, berührte den Ball aber mit der Hand - Elfmeter für Freising. Mesut Toprak trat an und verwandelte unhaltbar im rechten oberen Eck. Freilassing musste erneut einem Rückstand hinterher rennen.

Die Schlussviertelstunde war nicht nur wegen den äußerlichen Bedingungen eine hitzige Angelegenheit! Gefühlt jede zweite Minute lag ein Spieler am Boden, eine Diskussion wurde geführt oder der Schiri pfiff aus diversen anderen Gründen. Doch in der 88. Minute war das letztendlich alles egal, denn die Freisinger machten dank eines fatalen Bocks von Stefan Schoenberger den Deckel drauf. Freilassings Schlussmann kickte einen Freisinger Angreifer an, der spielte einen Doppelpass mit Sebastian Mihajlovic, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Damit war das Spiel gelaufen, alle 22 Akteure waren stehend K.O.!

Die Freilassinger verloren letztendlich bitter im eigenen Stadion mit 1:3. Nach der Pause hätten die Hausherren das Spiel durchaus drehen können, geraten durch einen Handelfmeter aber erneut unglücklich in Rückstand. Freising agierte in der Schlussphase dann einfach abgezockter und brachte kurz vor dem Schlusspfiff mit dem 3:1 den Sieg unter Dach und Fach.

Quelle: rosenheim24.de

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