SV Amerang - SV Schloßberg-Stephanskirchen 1:2

Schloßberg kann Abstiegsduell für sich entscheiden

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Amerang - Der SV Amerang verliert das Abstiegsduell gegen den SV Schloßberg-Stephanskirchen auf eigenem Platz mit 1:2 Toren

Die Partie begann äußerst zerfahren, beide Seiten wollten an erster Stelle möglichst Fehler in den eigenen Reihen vermeiden. Die Zurückhaltung und ängstliche Spielweise der Kontrahenten sorgte für eine Partie mit sehr überschaubarer fußballerischer Klasse, Fehlpässe und Fouls prägten das Bild. Die Heimelf versuchte im Laufe der ersten 45 Minuten das Spiel mehr und mehr an sich zu reißen ohne jedoch groß zu brillieren, die Gäste hielten kampf- und laufstark dagegen.

Bereits mehr als eine halbe Stunde war gespielt, da konnte der SVA endlich die erste Chance verzeichnen. Ein 16er Knaller von Flo Grulke wurde von Gäste-Keeper Daniel Witek gekonnt zur Ecke geklärt. Die Ameranger waren nun am Drücker. Schon kurz darauf die Führung für die Heimelf. Thomas „Kapo“ Kasparetti wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Dzenel Hodzic sicher zum 1:0. Damit gings dann auch in die Kabine. Die Unterbrechung tat allen Beteiligten auf und neben dem Platz gut, es konnte fast nur besser werden.

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Aber die Hoffnung musste schnell begraben werden, auch die zweite Hälfte begann wie die Erste geendet hatte. Knapp fünf Minuten waren in Halbzeit Zwei gespielt, da setzte Kapitän Chris Voit einen 20m-Freistoß nur um Zentimeter über den Querbalken des Gästegehäuses. Die Begegnung wurde nun hitziger, dem jungen Schiedsrichter (16 Jahre) entglitt die Partie immer mehr. Auf beiden Seiten wuchs nun der Unmut über getroffene Entscheidungen des Unparteiischen.

An dem taktischen Foul an Alex Kleinhuber, das in Spielminute 56. mit einer gelben Karte bestraft wurde, gab es jedoch nichts zu deuteln. Den fälligen Freistoß zirkelte Kapitän Josef Hofmann sehenswert über die Mauer unhaltbar ins von Thomas Süßmaier gehütete SVA-Gehäuse. Die eigentlich erste erwähnenswerte Offensivaktion der Gäste. Damit kam wieder Hoffnung auf Seiten der SVS’ler auf.

Nach wie vor waren jedoch auch anschließend Angriffsaktionen auf beiden Seiten Mangelware. Je einmal Michi Pfeilstetter für den SVA (volley knapp über den Kasten), als auch Josef Hofmann (aus spitzem Winkeln neben das SVA-Tor) machten auf sich aufmerksam. Die Begegnung wurde nun immer ruppiger und hitziger, insgesamt acht gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter, dem die Partie immer mehr entglitt.

Drei Minuten vor Spielende, die Teams hatten sich gedanklich bereits auf ein Unentschieden eingestellt, dann aber doch noch der Siegtreffer für die Faber-Elf. Nach einem eindeutigen Angreifer-Foul am Strafraum der Ameranger ließ der Unparteiische weiterspielen. Die SVA-Abwehr wartete jedoch auf den fälligen Pfiff, der aber ausblieb. Diese ungestörte Möglichkeit ließ sich Simon Marold nicht entgehen und schob aus kurzer Distanz im zweiten Versuch ein. Die Heimelf reklamierte immens gegen den Treffer, es half aber nichts. Dzenel Hodzic tat dies dem Anschein nach außerhalb des Zulässigen und erhielt dabei glatt Rot. Anschließend bekam auch noch Thomas Kasparetti Gelb-Rot, der jedoch weit vom Geschehen entfernt war. Dieser Platzverweis wurde nach Diskussionen aber zurück genommen und stattdessen auf Michi Pfeilstetter übertragen. Doch auch dieser Feldverweis wurde nach weiteren längeren Gesprächen revidiert, der SVA-Akteur hatte noch keinen gelben Karton zuvor gesehen.

Das Spiel wurde nun wieder nach längerer Unterbrechung bei zehn gegen elf fortgesetzt. Nach einem sehr üblen Foul im Mittelfeld musste dann kurz darauf auch SVA-Kicker Johannes Linhuber mit der Ampelkarte vom Platz. Als man sich dann noch auf eine weitere äußerst hitzige lange Nachspielzeit einstellte, pfiff der Schiedsrichter überraschenderweise in der 92. Minute bereits ab. Die Gäste aus Schloßberg hatten somit die Begegnung mit 2:1 für sich entschieden und damit einen weiteren Bigpoint im Abstiegskampf gelandet. Ein Unentschieden (leistungsgerecht -1 zu -1) wäre aber das gerechte Resultat gewesen.

Der Schiedsrichter hat sich im Laufe der Partie immer mehr dem Niveau der Darbietungen der Teams angepasst, vielleicht sogar unterschritten. Der Nachwuchs-Schiri war unterm Strich schlichtweg total überfordert. Aber man sollte im Lager des SV Amerang zuerst die Fehler bei sich selbst suchen - und da gab es einiges vorzufinden und aufzuarbeiten. Am nächsten Wochenende muss der SVA zum Endspiel in Aschau antreten. Ein Unentschieden dort würde den Klassenverbleib noch sichern, bei einer Niederlage muss man die wahrscheinliche Relegation antreten. Man hat es trotz der bitteren Niederlage immer noch selbst in der Hand. Zudem tritt der SVA auswärts an, da klappte es in den letzten Wochen eindeutig besser als auf eigenem Platz.

Pressemeldung: SV Amerang

Quelle: rosenheim24.de

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