Frühe Führung verspielt: Westerndorf besiegt Amerang

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Das Spiel zwischen dem SV Amerang und den Gästen aus Westerndorf begann recht verheißungsvoll für die Gastgeber. Mit der ersten Offensivaktion gingen die Ameranger bereits in Spielminute drei in Führung. Thomas Kasparetti setzte den in die Spitze stürmenden Johannes Linhuber mit einem Pass aus dem Mittelfeld perfekt in Szene. Durch die vorbildliche Ballan- und mitnahme in höchstem Tempo kommt Linhuber frei zum Schuss und kann aus halbrechter Position volley zum 1:0 für die Heimelf einnetzen.

Doch die Freude über das wunderschöne Führungstor verpuffte bereits einige Minuten später. Durch einen zu kurz geratenen Pass im Spielaufbau in der eigenen Hälfte durch Alex Kleinhuber kann der freistehende Angreifer Eren Yergezen den Ball aufnehmen und ohne Gegenspieler auf das von Thomas Süßmaier gehütete Gehäuse zulaufen. Nachdem der SVA-Schlussmann den Gäste-Stürmer noch abdrängen konnte, flankte dieser in die Mitte. Dort versuchte der zurückgesprintete Kleinhuber noch zu klären, bugsierte das Leder jedoch in vollem Lauf unbedrängt und äußerst unglücklich ins eigene Tor (6.).

Frühe Führung für Amerang

Dieses Geschenk der SVA-Abwehr führte zu großer Verunsicherung im gesamten Abwehrverbund der Gastgeber. Das zweite Tor der Westerndorfer fiel dann bereits in der neunten Spielminute. Kapitän Phillip Stachler zog völlig freistehend aus ca. 22 Metern ab, der Ball senkte sich unhaltbar ins lange Eck des SVA-Gehäuses.

Bis zum Halbzeitpfiff kam Torjäger Torben Garten noch zweimal zum Abschluss. Doch weder sein Kopfball (knapp am langen Pfosten vorbei – 24. Min.) noch sein Flachschuß aus 18m (Süßmaier pariert – 27. Min.) fanden ihr Ziel. Nach dem unnötigen und geschenkten Ausgleichstreffer waren die Gäste deutlich aktiver und brachten das junge und nun etwas ängstlich agierende SVA-Team ein ums andere Mal ganz schön durcheinander.

Junge SVA-Mannschaft nach Eigentor verunsichert

Mit Wiederanpfiff kamen die Gastgeber mit vollem Elan und großen Willen zurück aufs Feld, aber schon der erste Angriff der Melnik-Elf versetzte dem SVA wieder einen herben Dämpfer. Nachdem Eren Yergezen ziemlich unbedrängt in Höhe des Strafraums den Ball verarbeiten konnte und die Kugel auf den freistehenden Torsten Voß in halbrechter Position weiterleitete, schloss dieser die Aktion trocken aus 12 Metern zur 3:1 Führung für die Gäste ab.

Von diesem Schock mussten sich die Reiter-Schützlinge erst erholen, kamen aber im Laufe der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel. Mit Kampf und hoher Laufbereitschaft übernahmen die Hausherren nun das Spielgeschehen, aber die große Durchschlagskraft fehlte bisweilen. Erst nach 62 Minuten konnte der mittlerweile eingewechselte Michael Pfeilstetter einen butterweich getretenen Hodzic-Freistoß per Kopf abschließen. Der Ball wurde aber kurz vor dem Überschreiten der Torlinie von der SVW-Abwehr geklärt.

Hausherren witterten nochmal die Chance

Nun witterten die Gastgeber nochmal ihre Chance und warfen alles in die Waagschale. Die Gäste konnte nahezu keinen Entlastungsangriff mehr starten und schienen ziemlich „platt“ zu sein. In Spielminute 77. tauchte der äußerst agile Johannes Linhuber, ähnlich seinem Führungstreffer, vorm Tor der Gäste auf, jedoch fand er diesmal seinen Meister in Torhüter Sebastian Eder.

Weitere drei Zeigerumdrehungen später lag der Torschrei schon auf den Lippen der SVA-Anhänger, aber der Kopfball vom freistehenden „Kapo“ Kasparetti landete nur am Pfosten. Das wäre nochmal die große Möglichkeit zum Anschlußtreffer und zu einer noch heißeren Endphase gewesen, es wurde aber nichts mehr daraus. Die nun völlig aufopferungsvoll kämpfende Heimelf schaffte es aber nicht mehr das Spiel nochmal eng werden zu lassen. Durch einfache und unnötige Fehler machte es der SVA den cleveren Gästen leicht, die drei Punkte mit nach Westerndorf zu nehmen. (sr)

Quelle: rosenheim24.de

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