Dreifacher Eisenauer: Reichertsheim schlägt Aibling

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Trotz des ungemütlichen Wetters fanden sich 170 Zuschauer auf dem Ramsauer Sportplatz zur Partie zwischen der SG Reichertsheim-Ramsau und der TuS Bad Aibling ein. Beide Mannschaften waren gut aus der Winterpause gestartet, die SGRR mit zwei Siegen, die Kurstädter mit einer unglücklichen Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Au und einem überzeugenden Sieg gegen den drittplatzierten aus Westerndorf.   Den äußerlich widrigen Umständen zollte die Qualität des Spiels tribut. Der zum Teil stark böige Wind ließ zunächst auf beiden Seiten keinen richtigen Spielfluss aufkommen. Die Heimelf fand sich aber mit den stürmischen Bedingungen schneller zu recht. Gleich die erste Tormöglichkeit des Spiels verwandelte Goalgetter Markus Eisenauer in der 7. Minute zum 1:0 für die Hausherren. Eine butterweiche Freistoß-Flanke von Stefan Sperr auf der Höhe der 16-Meter-Linie köpft der erneut kaltschnäutzige Markus Eisenauer ins Tor. Keeper Simon Hafner war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. Ein Freistoß von Daniel Hopf war es, der in Minute 32 die erste Chance für die Gäste bedeutete. Sein Schuss war jedoch zu harmlos.   Nur zwei Minuten später eine erneute Hiobsbotschaft für das Therapeutenteam um Anton Bauer. Einen Befreiungsschlag durch den eigenen Mann bekam Kapitän Sperr aus kurzer Distanz an den Hinterkopf. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dieser weitere Ausfall im Team dürfte die Sorgenfalten des Trainertrios um Wagenspöck/Zettl/Lentfellner noch tiefer werden lassen.   Die Mannschaft ließ sich aber von der Verletzung nicht beirren und drängte weiter auf das zweite Tor. In der 38. Minute flankte Sebastian Greimel einen Freistoß gefühlvoll in die Mitte, Eisenauer legt ab und Christoph Nieberlein schloss mit einem strammen Schuss aus 18 Metern ab. Torwart Hafner musste aber in dieser Situation nicht mehr eingreifen. Auf der anderen Seite schießt der torgefährliche Sebastian Marx einen Freistoß aus 23 Metern scharf über die Mauer - SGRR Keeper Matthias Löw aber zur Stelle. Seinen spielerischen Höhepunkt fand die Partie in der 42. Minute. Florian Koroschetz tankt sich auf der linken Seite durch, bedient den mitgelaufenen Eisenauer, dieser überlupft gekonnt seinen herangrätschenden Gegenspieler, spielt einen Doppelpass mit Andreas Hundschell, setzt sich willensstark gegen zwei Aiblinger durch und netzt aus 13 Metern ein. Mit diesem 2:0 pfiff Schiedsrichter Florian Gebert zum Pausentee.   Nach der Halbzeit erneut der erste Warnschuß durch die SGRR. Josef Haslberger zirkelte in der 47. Minute einen Freistoß über die Mauer, bei dem Torwart Hafner allerdings auf dem Posten ist. Zehn Minuten später führte eine kurz getretene Ecke über Haslberger zur nächsten Tormöglichkeit. Christian Bauer steigt am Höchsten, findet jedoch in Torwart Hafner seinen Meister. In dieser Phase konnte Bad Aibling nun kaum mehr für Entlastung sorgen. SGRR Außenverteidiger Peter Huber drang in der 70. Minute mit Tempo in den Gästestrafraum ein und konnte durch Maximilian Lucas nur regelwidrig gestoppt werden. Der gut leitende Schiedsrichter Gebert deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Torwart Hafner zeichnete sich aus und hält den unplatziert geschossenen Strafstoß von Hundschell. Die SGRR bleibt dran und versucht auf das dritte Tor zu spielen. Ein 16-Meter-Schuß von Albert Schaberl ging an das Außennetz, ein Kopfball von Eisenauer nur knapp am kurzen Pfosten vorbei. Nur der eingewechselte Aiblinger Simon Stadler konnte für Entlastung sorgen. Nach einem klugen Pass in die Spitze kommt er frei vor Torwart Löw zum Schuss. Dieser bleibt allerdings cool und fängt das Spielgerät sicher.   Eisenauer krönt zum Ende des Spiels seine aktuell gute Verfassung mit dem zweiten Hattrick in Folge. Einen selbst eingeleiteten Konter, mit Doppelpass über den Sekunden zuvor eingewechselten Sebastian Pichlmeier, schließt Eisenauer freistehend vor Keeper Hafner aus 10 Metern trocken zum 3:0 ab.   Die Trainer dürften sich vor allem über die starke Defensivleistung erfreut haben, da diese der  ansonsten so kreativen Offensivabteilung der Bad Aiblinger keine Freiheiten ließ. Trainer Andreas Zettl zeigt sich trotz der aktuellen Personalmisere zufrieden: „Aktuell profitieren wir einfach von unserem breiten und ausgeglichenen Kader. Trotz der vielen Ausfälle können wir Woche für Woche eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen schicken.“   Spannend wird es nächste Woche im Spitzenspiel gegen den drittplatzierten SV Westerndorf. Anstoß ist am Ostermontag um 14 Uhr auf gegnerischem Platz.   Pressemitteilung SG Reichertsheim/Ramsau

Quelle: rosenheim24.de

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