ASV Grassau - SV Laufen 2:1

Besseres Team unterliegt in Grassau

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Grassau - Äußerst bitter für den SV Laufen und mehr als schmeichelhaft für den ASV Grassau, den die Auswärtsmannschaft spielte munter auf und war im Spiel tonangebend.

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Mit 2:1 konnte sich der Gastgeber gegen engagierte Gäste aus der Salzachstadt durchsetzen. Dass der SV Laufen deutlich mehr verdient gehabt hätte, muss jedem neutralen Zuseher klar sein und sogar ein

Sieg der Salzachstädter dem Spielverlauf mehr als geschuldet gewesen.

Bei herrlichen Sommertemperaturen vor eher wenig Zusehern auf dem weitläufigen Sportgelände des ASV Grassau traf man sich am Samstag Nachmittag zu einem Abstiegsthriller und erstem Endspiel um den Verbleib in der Kreisklasse 4. Der von Hermann Lindner trainierte Gast des SV Laufen trat von Beginn an selbstbewusst auf und verstand es auf dem frisch benässten Rasen den Gastgeber unter Druck zu setzen.

Die erste Tormöglichkeit für die Salzachstädter dann schon nach drei Spielminuten.

Nach Hereingabe von Michael Niedermeier zog David Cienskowski von der Strafraumgrenze ab und

verfehlte das Tor nur knapp. Schockstarre dann aber in der 13. Minute. Sebastian Plenk schlug als

Befreiungsschlag gedacht hinter der Mittellinie das Leder hoch und weit nach vorne. Der Ball flog

über Freund und Feind hinweg. Laufens Torhüter Krois konnte sich sichtlich nicht entscheiden, ob er

nun dem Ball entgegenlaufen sollte oder aber einige Schritte in Richtung eigenes Tor machen sollte.

Die Flugkurve des Balles unterschätzte er dann in der Folge vollends und nachdem das Leder vor

Krois aufhüpfte trudelte dieses in die Maschen - 1:0. Völlig aus dem Nichts und für alle überraschend

führte nun der Hausherr des ASV Grassau. Ein sehr freundliches Gastgeschenk, welches man sich

aufgrund der Tabellensituation eigentlich sparen hätte können. Doch der SV Laufen verblieb nur

einige Augenblicke in ungläubigem Staunen und wollte sein Spiel weiterhin durchsetzen. Einige

Leistungsträger zeigten sich im Hinblick auf die Vorwochen deutlich verbessert und waren oftmals an

guten Aktionen beteiligt. Einen Kopfball von Michael Kirschner nach Freistoß von Michael

Niedermeier konnte der nervös wirkende ASV-Schlussmann Peter Zeissberger erst im Nachfassen

festhalten (19.). Doch irgendwie war in der Folge einiges gegen den SV Laufen gemünzt. Es war wohl

nicht nur der bewässerte Rasen, der das Spielgerät schwieriger machte, sondern auch viele

Entscheidungen des Unparteiischen Baumgartner (SC Vachendorf) sorgten für unverständliche Blicke

auf Seiten der Gäste. Nach 25 Minuten musste Laufens Trainer Lindner erstmals wechseln, und das

im Gehäuse. Michael Hollinger trat an die Stelle von Philipp Krois. Wenn der ASV Grassau eine

Torchance hatte, wurde sie vom SVL eingeladen. So auch in der 33. Minute als der Gast im

Aufbauspiel das Leder hergab. Roberto Sabau suchte nach kurzem Sprint sofort den Abschluss,

doch Michael Hollinger begrub das Runde unter seinem Körper. Drei Minuten darauffolgend

erschienen die Gäste wieder vor dem heimischen Gehäuse. Nach Hereingabe des sehr aktiven

Helmuth Putzhammer scheiterte zuerst Dominik Lindner und im Nachschuss David Cienskowski. Die

Situation wurde allerdings aufgrund eines vermeintlichen Offensivfouls von Schiri Baumgartner

frühzeitig zurückgepfiffen. So ging es mit einer 1:0 Führung des ASV Grassau in die Pause.

Wirklich lange verweilten die Teams nicht beim Pausentee und es ging zügig weiter. Mehr als

verdient gelang dem SV Laufen dann in der 48. Minute der Ausgleichstreffer. Dominik Lindner trieb

das Runde durch das Mittelfeld und sah auf der Außenbahn den freien Helmuth Putzhammer.

Putzhammer zog zur Grundlinie hinauf und brachte das Leder scharf in die Gefahrenzone. Dort

staubte David Cienskowski in bester Torjägermanier zum 1:1 ab. Laufen agierte weiterhin deutlich

engagierter und bissiger und verdiente sich von den eigenen Fans ein Lob.

Doch ein Lob allein reicht eben nicht im Abstiegskampf. Nach blitzsauberer Flanke von Michael

Niedermeier in der 58. Minute versuchte sich Dominik Lindner volley, doch der Schuss strich

hauchdünn über das Aluminium. Eigentlich aus dem Nichts und schon eine Minute darauffolgend der

nächste Nackenschlag für den SV Laufen. Nach einem Einwurf von der Außenlinie konnte sich

Grassaus Angriffsspieler auf der Toraußenlinie wenig bedrängt durchsetzen und brachte das Leder in

Richtung Elfmeterpunkt hinein. Dort stellte sich Florian Lindlacher im vielfüßigen Getümmel als der

ballglücklichste Spieler heraus und netzte zur erneuten ASV-Führung ein - 2:1. Weiterhin hatte aber

der Gast aus Laufen mehr vom Spiel und so schnell steckte die Truppe um Kapitän Florian Hollinger

nicht auf. Vor allem die nicht sehr sattelfeste Defensive der Hausherren wurde immer wieder

geprüft. Vereinzelt durchaus stattfindende Körperkontakte im Spiel pfiff der Unparteiische rigoros

zurück, was dem Spielfluss keinesfalls zuträglich war. Eine Viertelstunde vor Schluss die

Belohnung für den Gast - jedoch nur vermeintlich. Dominik Lindner startete in den Strafraum hinein

und wurde dort von Plenk zu Fall gebracht - Elfmeter. Helmuth Putzhammer, der ein gutes Spiel

ablieferte und sich wohl sehr gut fühlte, trat zum Schuss an. Zum Unglauben der Gäste zimmerte

Putzhammer seinen Schuss an die Querlatte. Wie viel Pech man auch vereinen konnte, dem SV Laufen

war dieses in den letzten Wochen und auch einige Male an diesem Samstag Nachmittag hold. Der

verdiente Ausgleichstreffer somit null und nichtig. Laufens Coach Hermann Lindner brachte einige

Minuten später mit Max Schmidt eine weitere Offensivkraft, welche es verstand die ASV-Defensive

noch mehr zu beschäftigen. Aggressiv ging es weiterhin durchaus zur Sache und die

Unterbrechungen häuften sich. Wiederum war es Helmuth Putzhammer, der in der 81. Minute die

nächste Chance auflegte. Die Hereingabe fand Dominik Lindner, der direkt abzog. Erneut war der

Fußballgott auf Seiten des Grassauer Torhüters Peter Zeissberger, der im zweimaligen Nachfassen

das Leder erst auf der Torlinie zu Fassen bekam (81). Zwei Minuten später versuchte sich Lindners

Sturmpartner David Cienskowski aus der Distanz, Zeissberger rettete zur Ecke. Der SV Laufen bekam

trotz aller Bemühungen den Ball einfach nicht ein weiteres Mal im Tor von Zeissberger unter - das

Schussglück nicht der Freund der Salzachstädter. Auch der Distanzschuss von Maximilian Weber in

der 92. Minute, der knapp am Gehäuse vorbeiflog, konnte nicht mehr den mehr als verdienten

Ausgleich für den SV Laufen sorgen.

Nach diesem Match sind wohl die ersten Weichen im Abstiegskampf der Kreisklasse gelegt worden.

Für den ASV Grassau, mittlerweile sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, sollte das

Thema Kreisklassenabstieg nun fast erledigt sein, während sich der SV Laufen (15 Punkte) mit dem FC

Bischofswiesen (15) und der DJK Otting (17) um den Relegationsplatz und somit den letzten

Strohhalm zum Verbleib in der höheren Klasse streiten werden wird. Und schon am Pfingstmontag

dann das nächste Abstiegsendspiel. An diesem besagten Montagsfeiertag empfängt der SV Laufen

auf heimischer Sportanlage die DJK Otting, während der FC Bischofswiesen schon am Freitag Abend

beim Meisterkandidaten in Tittmoning seine Visitenkarte abgeben darf. (Pressemitteilung SV Laufen)

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: ©  Christian Schmidbauer (SV Laufen)

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