VfL-Serie am letzten Spieltag gerissen

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Schade, acht Spiele war der VfL Waldkraiburg ungeschlagen, doch am letzten Spieltag musste man eine ganz unglückliche 1:0 Niederlage beim SV DJK Kolbermoor einstecken. Das Trainerduo hatte als Vorgabe ein „zu Null für Barne“ gegeben, der in seinem letzten Spiel noch einmal die Kapitänsbinde tragen durfte, doch eine Unachtsamkeit nach einem schnell ausgeführten Freistoß (36.) kostete dem VfL einen verdienten Punkt.

Spielertrainer Markus Gibis musste auf Liviu Pantea, Martin Traunsberger und Mitch Cossu verzichten, brachte drei junge Nachwuchsspieler in die Startelf und ließ Routiniers wie sich selbst, Kapitän Hadzic und Andy Balck vorerst auf der Bank. Letzter war es, der mit seiner Einwechslung, 20 Minuten vor Schluss, noch einmal richtig für Schwung sorgte und den VfL hoffen ließ. Doch wie schon im gesamten Saisonverlauf, ließ der VfL auch die besten Möglichkeiten aus und wurde  diesmal mit einer Niederlage bestraft.

Unsicherheit zu Spielbeginn

Aufgrund der Umstellungen in der Startformation, tat sich der VfL Waldkraiburg schwer, in die Partie zu finden. Deshalb gehörten die ersten Minuten ganz klar den Gästen, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erarbeiten. Die gab es dann in der 15. Minute nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurde Patrick Eder steil geschickt und ging allein aufs Tor zu. Der sonst so treffsichere Stürmer scheiterte jedoch an dem glänzenden Reflex von Barne Auer.

Kurz drauf zeigte sich der VfL erstmals vor dem Kolbermoorer Tor. Patrick Keri ging allein auf Goali Marcel Feret zu, doch statt ihn auszuspielen, passte er uneigennützig zurück auf den heranbrausenden Matti Szczuka, doch dessen Schuss von der Strafraumkante wurde zur Ecke abgeblockt. Nach einem Einwurf von Swoboda passte Keri zu Manuel kraus, der aus der Drehung abzog, doch Goali Feret war auf dem Posten. Beim anschließenden Konter schoss Patrick Eder scharf aus spitzem Winkel, so dass Barne Auer erst im Nachfassen die Kugel sicher hatte. Jetzt ging es hin und her.

Fragwürdiger Treffer

Ein platzierter Freistoß von Sergiu Popa wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht. Kapitän Xaver Pelz kam über die Seite, passte scharf in den Strafraum, Alex Schlosser ließ den Ball für den freistehenden Eder durch, doch Raimi Stuiber konnte auf der Linie klären (30.). Dann die 36. Minute, ein Foul, das keins war. Der SV DJK führte den Freistoß schnell aus, 20 Meter vom Tatort entfernt.

Der VfL in diesem Moment völlig unsortiert. Eder flankte von rechts außen an die Strafraumkante und Andreas Both zog ab. Vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor, keine Chance für Auer. Das Heimteam führte 1:0, alles reklamieren half nichts. Glück noch einmal kurz vor der Pause, in den riskanten Rückpass von Yves Deutsch, spritzte Patrick Eder, doch erneut parierte  Barne Auer mit einem großartigen Reflex. Einmal mehr bewies er es, wie sehr er dem VfL in Zukunft fehlen wird.

Gleich nach dem Wechsel ein Freistoß für den VfL, wieder trat Popa an. Marcel feret musste sich ganz schön lang machen, um den angeschnittenen Ball um den Pfosten lenken zu können. Dann setzte sich der zur Pause eingewechselte Burhan Karababa gleich gegen vier Gegenspieler durch, doch Raphael Pszolla konnte kurz vor der Linie retten. Ein Freistoß für den DJK kam gefährlich vors Tor und Tobias Hotter hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß, vergab sie aber (70.). Dann wechselte Gibis Andy Balck ein und fortan spielte nur noch der VfL. Er zog förmlich den Ball an sich, forderte und verteilte ihn.

Druck wird nicht belohnt

Der VfL erspielte sich nun Chance um Chance, doch die Kugel wollte einfach nicht den Weg ins gegnerische Tor finden. Schuss von Loboda, Feret hält (72.). Flanke Balck, Kopfball Karababa, knapp daneben (74.). Der VfL setzte alles auf eine Karte und stürmte mit Mann und Maus, löste die Viererkette komplett auf, Gibis kam für Swoboda und Hannes Helldobler ging auch mit in den Sturm. Nach einer schönen Kombination passte Matti Szczuka flach in den 16er, Karababa rutschte in den Ball, doch wieder nur daneben (82.). Dann ein langer Ball auf Karababa, der von der Strafraumkante abzog, aber den Ball knapp am Tor vorbei zog (84.). Wieder eine Flanke von Balck, doppelte Kopfballverlängerung und der Schuss von Loboda, aber erneut landete der Ball neben dem Tor (88.).

Fast hätte Helldobler in seinem letzten Spiel noch ein Tor geschossen, denn sein platzierter Schuss wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht. Dann kam sogar Barne Auer mit in den Strafraum, doch es half alles nichts. Trotz aller Bemühungen musste sich der VfL geschlagen geben. Da auch die Konkurrenten hinter ihnen verloren, beendete der VfL Waldkraiburg diese schwierige Saison, die viele Umstellungen brachte, doch noch auf dem 10. Tabellenplatz.

Beim abendlichen Saisonabschlussessen im Cafe Brosch, lobte der sportliche Leiter Andreas Marksteiner die Arbeit des Trainerduo Gibis / Dungel und den Einsatz der Mannschaft, die sich zu keinem Zeitpunkt aufgab und sich immer wieder ins Spiel zurück kämpfte. „Mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss, hätten wir locker 10 Punkte mehr holen können und wo täten wir dann stehen“, stellte Vorstand Marcus Dickow ein wenig wehmütig fest. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch und es wurde bis spät in die Nacht noch gefeiert und nebenbei das Champions-League-Finale geschaut.

Pressemitteilung VfL Waldkraiburg

Quelle: rosenheim24.de

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