"Unglaublich"- Amerang schlägt Miesbach

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Nahezu unglaublich, aber doch wahr – der SVA hat sein Heimspiel gegen den hochfavorisierten Gast aus Miesbach mit 1:0 gewonnen, und das durchaus nicht unverdient!

Bereits kurz nach Anpfiff der Begegnung war eindeutig spürbar, dass die Heimelf im Vergleich zur Partie gegen den SB Chiemgau Traunstein vom Dienstag besser im Spiel war. Aber das erste Ausrufezeichen setzten doch die Weiß-Schützlinge in Form von Mittelstürmer Chrisian Haimerl, dessen Freistoß aus 25m jedoch kein Problem für SVA-Keeper Rechl darstellte. Zwölf Minuten waren gespielt, da hätten die Gastgeber die Führung erzielen müssen. Ein weiter Ball auf den sehr agilen Andi Kasparetti, der sofort auf den im Zentrum völlig frei stehenden Stöcklhuber weiterleitet, kann vom Sturmtank der Hausherren, der allein auf Gästetorhüter Zimmerhakl zuläuft, nicht im FCM-Kasten untergebracht werden. Sein Abschluß geht um Zentimeter am langen Eck vorbei – eine 100%ige!

Das Spiel plätscherte so vor sich hin, als sich Thomas „Kapo“ Kasparetti entscheidet einen Solo-Lauf in den 16er der Gäste zu starten, der nur noch von TW Zimmerhakl per toller Parade entschärft werden konnte. Die Führung für die Hausherren wäre, obwohl mehr Ballbesitz bei den Gästen zu verzeichnen war, durch die beiden Großchancen der Seidel-Schützlinge zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen.

Leidenschaft macht den Unterschied

In der 39. Spielminute kamen die Miesbacher zum ersten und einzigen gefährlichen Abschluß in Halbzeit eins, als sich der Offensivakteur Andreas Schwinghammer über rechts durcharbeitete und knapp am langen Pfosten vorbeizog. Die ersten 45 Minuten waren durch und beide Teams gingen torlos in die Kabine. Die erfahrene und ambitionierte Truppe von Bernd Weiß hatte zwar mehr Spielanteile, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die Ameranger hielten aufopferungsvoll kämpfend dagegen und hätten u.U. durch die beiden Großchancen führen können.

In der zweiten Halbzeit waren fünf Minuten gespielt, da kombinierten sich die SVAler nach einem Freistoß über rechts sehenswert an den Gästestrafraum, eine butterweich getretene Flanke von Sebastian Millkreiter verwertet Goalgetter Florian Stöcklhuber per Kopf eiskalt ins kurze Eck zur vielumjubelten Führung der Gastgeber. Die Miesbacher waren nun gefordert und agierten ab sofort offensiver, taten sich jedoch äußerst schwer gefährlich in den Strafraum der Gastgeber vorzustoßen.

Übertriebene Zweikampfhärte

Eine der wenigen FC-Chancen verzeichnete Florian Hofmann, der einen Kopfball nicht im SVA-Tor unterbringen konnte (57.). Kurze Zeit später, schloß Andi Kasparetti einen wunderbar vorgetragenen Konter über Stöcklhuber ab, der aber im gut aufgelegten Zimmerhakl seinen Meister fand. Die Gäste rannten immer stürmischer auf den von Christian Rechl souverän gehüteten SVA-Kasten an, verzeichneten jedoch bis zum Schlußpfiff nur noch durch Haimerl (Rechl hält sicher) und Florian Hofmann mit einem 16-Meter-Kracher (ging neben das Tor) nennenswerte Abschlüsse. In der Nachspielzeit hätte Andi Kasparetti noch den zweiten SVA-Treffer erzielen müssen, er lupfte jedoch freistehend vor Zimmerhakl über den FC-Kasten.

Eine wirklich starke und geschlossene Mannschaftsleistung der Seidel-Schützlinge gegen zwar spielerisch überlegene Gäste, die jedoch die Zielstrebigkeit im Angriff vermissen ließen. Die größeren Chancen waren auf Seiten der Gastgeber und daher geht der Sieg unterm Strich auch in Ordnung. In Amerang wird also durchaus auch Fußball gespielt und nicht nur Kultur angeboten.

Ärgerlich ist nur die Rote Karte kurz vor Spielende gegen Florian Grulke, der lt. Schiedsrichterin Annemarie Eschbaumer einen Ellbogencheck getätigt haben soll. Wenn das Unparteiischen Team während der 90 Minuten derart konsequent gehandelt hätte, wären einige auf beiden Seiten teils überhart geführte Zweikämpfe nicht möglich gewesen.

Aufstellung SV Amerang:

C. Rechl, Lindner, Seidel, M. Rechl, A. Kasparetti, C. Voit (A), Stöcklhuber, T. Kasparetti, M. Pfeilstetter (ab 39. Rußwurm –> 90.+1 Auer), Grulke, S. Millkreiter

Gelbe Karten: Grulke (überhartes Einsteigen), T. Kasparetti (taktsiches Foul)

Rote Karte: Grulke (Ellbogencheck)

Aufstellung FC Miesbach:

Zimmerhakl, Feldner (ab 58. Stettner), C. Hofmann, Nowotny, F. Hofmann, Mack (ab 63. Fleischer), Schwinghammer, Haimerl, Breiherr, Huber, Altenburg (ab 46. Ploschka)

Gelbe Karten: Ploschka (Foulspiel)

Tore: 1:0 (50.) Stöcklhuber

Zuschauer: 250

Schiedsrichterteam: griff nicht konsequent durch, ließ zu viele Fouls unbestraft. Die rote Karte für Grulke äußerst konsequent

 

Quelle: rosenheim24.de

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