Traunstein siegt gegen Dorfen souverän

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Mit einer, vor allem in der ersten Hälfte, sehr konzentrierten Leistung hat der in der Fußball-Bezirksliga Ost der SB Chiemgau Traunstein im vierten Heimspiel den dritten Sieg gefeiert und auch zu alter Stärke zurückgefunden. Gegen den TSV Dorfen gab es einen 3:1-Erfolg, der zu keiner Zeit in Gefahr war, der Sportbund steht damit weiter an der Spitze der Bezirksliga. 510 Zuschauer sahen im EHG-Sportpark wie Trainer Adam Gawron im ersten Abschnitt einen deutlich überlegenen SBC.

„Wir haben an die Leistung vom Dienstag angeknüpft“. Der Gegner, der mit der Empfehlung eines 2:1-Sieges in Ebersberg in die Kreisstadt angereist war, enttäuschte in der ersten 45 Minuten auf ganzer Linie. „Wir sind richtig als Mannschaft aufgetreten“, so Gawron. Folgerichtig stand es da dann auch 2:0 für den Tabellenführer. Und der SBC hatte einen Traumstart mit einem Traumtor. Tobias Berz hämmerte in der fünften Spielminute die Kugel aus gut 20 Metern wie an der Schnur gezogen in den rechten oberen Winkel. Bernhard Schöberl im TSV Kasten war machtlos. Akzente setzte in dieser Phase der Ex-Traunreuter Waldemar Daniel, der zum Aktivposten avancierte. Er prüfte Schöberl mit einem Linksschuss aus dem Hinterhalt (13.) und der zweite Treffer gehörte ihm zur Hälfte. Er setzte sich mit einem Solo bis zur rechten Grundlinie durch, seine maßgenaue Flanke brauchte Stefan Mauerkirchner aus fünf Metern nur noch einzunicken und der Ball schlug im langen Eck ein (29.). Eine weitere Möglichkeit, die Florian Griesbeck Daniel per Hackentrick servierte, blieb ungenutzt, aber Schöberl hatte mit dem glitschigen Ball bei seinem Flachschuss allergrößte Mühe.

Mittlerweile hatte ein Regenschauer die Partie im Griff und nach dem sich die Sonne wieder zeigte, entstand ein Regenbogen, der sich über den ganzen Sportpark erstreckte, eine tolle Begleiterscheinung! Derweil musste SBC-Keeper Issa Ndiaye in der 35. Minute das erste Mal eingreifen, er packte bei einer scharfen Flanke sicher zu. Aber im Gegenzug brannte es schon wieder lichterloh im TSV-Strafraum: Mauerkirchner bediente Waritschlager, aber der Pfosten verhinderte die frühe Vorentscheidung. „Man hat gesehen, dass die Traunsteiner geistig und spielerisch schneller waren“, so TSV-Trainer Michal Kostner. Nach dem Wechsel war es wie in Halbzeit eins. Die erste Möglichkeit führte zum Tor. Andreas Hartl spielte einen schlampigen Pass in der eigenen Hälfte, Waritschlager roch den Braten, spritzte dazwischen und steuerte alleine auf Schöberl zu, dem er mit einem Flachschuss ins lange Eck bezwang und zum 3:0 einschoss (54.). Kostner ärgerte sich: „Den haben wir praktisch selbst aufgelegt“.

In der Folgezeit kamen die Gäste etwas stärker auf, es war auch dem geschuldet, dass der SBC nicht mehr so aggressiv zu Werke ging. „Dorfen machte bis zum Torwart nochmals Druck und hatte mehr Spielanteile“, meinte Gawron. Cüneyt Pala bediente Özgür Kart, der am linken Pfosten vorbeischoss (56.). Kurz darauf war es passiert: Ein langer Ball von Sebastian Dallmaier erreichte Markus Mittermaier auf der halbrechten Position und er schob an Ndjaye vorbei zum 3:1 (59.). In der 66. Minute hatte Florian Griesbeck Glück, als er sich von Hartl losriss und diesen niederstreckte: Das Schiedsrichtergespann hatte nichtsgesehen und das brachte Gästecoach Michael Kostner auf die Palme so dass er von Schiedsrichter Markus Gräbel angezählt wurde. In der nächsten Aktion forderte er berechtigterweise Elfmeter für seine Elf: Max Bauer mähte Cüneyt Pala um, doch der Pfiff blieb aus. „Aber er hat bis auf die zwei Situationen ordentlich gepfiffen, daran hat es heute nicht gelegen, man regt sich halt auf“, meinte der Ex-Profi des Hamburger SV.

Mauerkirchner hätte die Partie im Anschluss endgültig entscheiden können. Von Berz bedient tauchte er alleine vor Schöberl auf, sein Lupfer verfehlte das Tor (75.), dann vergab er einen Strafstoß: Hartl foulte Daniel und Mauerkirchner setzte das Spielgerät neben das Tor (84.). „Für den Schützen schade, angesichts der Führung kann man den schon mal verschießen“, meinte Gawron. In der Schlussminute wurde Mauerkirchner vom eingewechselten Felix Maaßen bedient, aber das Glück im Abschluss fehlte auch bei dem Schuss, der links vorbeistrich. Alles in allem war es „unter dem Strich ein verdienter Sieg“ des Tabellenführers, der an diesem Tag keine Zweifel aufkommen ließ, so hat es auch Gawron in seinen Schlussworten gesehen. „Eine super Anlage, eine gute Mannschaft und hier wird auch gute Arbeit geleistet“, so das Lob von Kostner an den SBC. (td)

Quelle: rosenheim24.de

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