Kolbermoor scheitert am eigenen Unvermögen

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Franz-Xaver Pelz und seine Kolbermoorer mussten mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise aus Ebersberg antreten

Kolbermoors Bezirksliga-Fußballer haben dem Favoriten schwer zugesetzt, mussten am Ende aber doch die Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten. Beim Aufstiegskandidaten TSV Ebersberg verlor der SV-DJK Kolbermoor am Samstag mit 0:1. Den Treffer des Tages erzielte Torjäger Benedikt Platzer mit einem Schuss aus 14 Metern (42.) – vorausgegangen war ein Ballverlust der Gäste in der eigenen Hälfte, ein Fehler, den die Ebersberger eiskalt ausnutzten.

Entscheidend für die Niederlage des SV-DJK war aber eher das Unvermögen, selbst ein Tor zu erzielen. „Von den Chancen, die wir hatten, müssen wir eben mindestens eine reinmachen“, stellte Trainer Jochen Reil nach dem Abpfiff fest. In der ersten Halbzeiten gab es zwar kaum klare Gelegenheiten, dafür zeigte sich allerdings, dass Reils Truppe auf Augenhöhe mit ihrem Gegner agierte. Mehr oder weniger gefährliche Schüsse kamen vom Ebersberger Stefan Lechner (12.) sowie von den Kolbermoorern Tobias Hotter (5.) und Armagan Akdogan (16.); in der 24. Minute rettete TSV-Keeper Viktor Nagy knapp vor Dominik Schlosser (24.). Ein echter Höhepunkt war bis zum 1:0 kurz vor der Pause nicht dabei. Trotzdem sah das Publikum eine nicht nur ausgeglichene, sondern auch hochklassige Partie.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hingegen wirkte vor allem das Spiel der Kolbermoorer zerfahren: Ihnen unterliefen mehr Fehlpässe als zuvor, zudem ließen sie einen extrem gefährlichen Konter zu, aus dem Platzer und Lechner nichts machten (59.). Erst als Reil mit einem Dreifachwechsel und der Umstellung auf eine Dreierkette die taktische Marschroute änderte, kam wieder Schwung ins Spiel des SV-DJK. Zunächst ergaben sich zwei Schusschancen für Patrick Eder, einmal nach einem Heber von Franz-Xaver Pelz (66.), dann nach einer Flanke von Anton Peter (68.).

In der Schlussphase sah sich Ebersberg sogar in eine regelrechte Abwehrschlacht verwickelt, hatte außer einer Konterchance für Ägidius Wieser (89.) wenig Offensive entgegenzuhalten.  Kolbermoor versuchte – wie Reil bemängelte – selten Spielzüge über die Außenbahnen, machte stattdessen im Zentrum Druck, kreierte Chancen nach dem Zufallsprinzip. Doch das Heimteam wusste im eigenen Strafraum stets den Ausgleich zu verhindern, trotz starker Versuche, vor allem von Sturmspitze Hotter. So blieb es beim knappen Sieg der Ebersberger. (har)

Quelle: rosenheim24.de

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