Bezirksliga Ost - der 28. Spieltag

ESV mit Volldampf in die Landesliga - Kastl in die Relegation

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Im wahrsten Sinne des Wortes "obenauf" - Die Landesliga-Aufsteiger vom ESV Freilassing!

Freilassing - In der Bezirksliga Ost sind die ersten Würfel gefallen: Der ESV Freilassing kehrt nach sage und schreibe genau zwanzig Jahren in die Landesliga zurück. Wie gigantisch groß die Freude darüber in der Grenzstadt ist, kann man sich vorstellen. Die Jungs vom TSV Kastl dürfen versuchen, es ihnen auf dem Wege der Relegation gleichzutun. Kolbermoor, Ampfing und Moosach werden mit dem Aufstieg in diesem Jahr nichts zu tun haben und dürfen es nächste Saison erneut versuchen. Unten steuert alles auf ein absolutes Herzschlag-Finale zu.

Bereits seit Samstag steht als Meister der Bezirksliga und Aufsteiger in die Landesliga der ESV Freilassing fest. Und dies aufgrund einer herausragenden Runde vor dem Winter und einer kontinuierlich guten Saisonleistung auch völlig verdient. Nach mehreren Anläufen in den vergangenen Jahren, schafften die Freilassinger Offensivmonster durch die verbesserte Defensive in dieser Spielzeit endlich den Durchbruch. Und somit nach exakt 20 Jahren die Rückkehr in die Landesliga.

Freilassing feiert die Eisenbahner – Kolbermoor kann Urlaub buchen

Wenn das kein Grund zum Feiern ist in der Grenzstadt. Und gefeiert wurde ausgiebig bei den Eisenbahnern. Auch schon in Kolbermoor. Wie das Auswärtsspiel beim dortigen SV-DJK genau gelaufen ist, könnt ihr hier in unserem Exklusiv-Bericht von der Turner Alm nachlesen!

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Die Kolbermoorer haben beim 0:3 gegen Meister Freilassing nicht nur verpasst, sich nach den enttäuschenden letzten Ergebnissen zu rehabilitieren, sie sind auch rechnerisch nun endgültig raus aus dem Kampf um den Aufstiegs-Relegationsplatz. Nach den Leistungen der letzten Wochen allerdings kein Wunder. Statt mit Relegationsspielen dürfen sich die Kicker des SV-DJK jetzt mit der Urlaubsplanung beschäftigen.

Auch Schweppermänner brauchen nicht mehr rechnen

Wo auch immer sie hinfahren, vielleicht treffen sie dort auf die Schweppermänner vom TSV Ampfing. Dass auch diese nicht mehr in der Relegation ran dürfen, war bereits vor ihrem jüngsten Spiel am Sonntag klar.

Verspielt haben auch sie sich dies durch zahlreiche Fehler und schwache Leistungen nach dem Winter. Wollte man eigentlich nochmal frohgemut ganz oben angreifen, so ist dies Günter Güttler und seiner Elf gründlich misslungen. Da bleibt wohl nur ein Neuaufbau in der nächsten Saison.

Somit konnten die Ampfinger völlig locker in ihre Auswärtspartie beim SC Baldham-Vaterstetten gehen. Gegen die Hausherren, welche am Vatertag Tabellenführer Freilassing geschockt hatten, kamen sie zu einem 2:2 Unentschieden. Nachdem Fabian Kreißl die Gastgeber kurz vor der Halbzeit in Führung gebracht hatte (38.), hatten im Gegensatz zu den letzten Wochen diesmal die Schweppermänner das bessere Ende für sich. In der Schlussphase traf zunächst Manuel Stadlmayr zum 1:1 (71.), ehe Marvin Ochsenius den SCBV wieder in Front schoss (82.) und Christoph Scheitzeneder postwendend den erneuten Ausgleich erzielte (84.).

Kastl sichert sich die Aufstiegsrelegation

Souverän hingegen zeigte sich der TSV Kastl und haute im Heimspiel erwartungsgemäß den abgeschlagenen Tabellenletzten und schon abgestiegenen Club aus Hammerau weg. 4:0 hieß es am Ende – und Kastl hatte sich damit den zweiten Platz und somit auch die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gesichert.

Sieben bzw. neun Punkte Vorsprung auf die Verfolger sind in nur zwei verbleibenden Spielen nicht mehr aufzuholen. Die Tore gegen nur in der ersten halben Stunde konkurrenzfähige Gäste schossen Markus Pospischil (29.), Robert Gross (30.), Dominik Grothe (60.) und Martin Göppinger (83.).

Auch Moosach raus – Traunreut stürzt erneut in den Keller

Dadurch, dass die Kastler sich keinen Ausrutscher leisteten, braucht sich auch die Elf von Francisco Copado aus Moosach bei Grafing keine Hoffnungen mehr zu machen, eventuell doch noch auf den Relegationsrang zu rutschen. Trotzdem schlugen die Moosacher im Heimspiel die abstiegsbedrohten Chiemgauer aus Traunreut – allerdings erst.in einer turbulenten Schlussphase: Sandro Giovanninis frühe Führung für die Gastgeber (3.) konnte Jens Eckl für Traunreut noch vor dem Seitenwechseln ausgleiche(36.). Dann dauerte es bis zur Schlussviertelstunde, ehe sich Entscheidendes tat.

Christian De Pratos Ampelkarte innerhalb von nur vier Minuten auf Seiten der Hausherren gab den Startschuss zu dramatischen letzten Spielminuten (79.). Ungeachtet der numerischen Unterlegenheit ging Moosach in der 85. Minute durch Christians Bruder Stefan De Prato erneut in Führung. Bitter für die TuS Kicker, die das Spiel lange offen gehalten hatten. Nach 90 Minuten fiel gar das 3:1 durch Thomas Mies.

Doch damit nicht genug: In der Nachspiel Zeit kam Traunreut tatsächlich noch einmal heran. Johannes Schreiber verwandelte einen Strafstoß zum neuerlichen Anschluss (91.). Doch dann sah mit Michael Lissek auch ein Akteur des TuS Gelb-Rot (94.) - und Stefan De Prato traf mit seinem zweiten Tor zum 4:2 Endstand (95.). Wahnsinn, was hier zum Schluss los war. Und sehr hart für die Chiemgauer so spät so zu verlieren. Am Donnerstag noch strahlende Sieger gegen Kolbermoor, jetzt wieder verloren und Vorletzter – so schnell kann es gehen.

Gojkovic knipst auch Waging das Licht aus

Auch der andere Vertreter des Chiemgau, der TSV Waging am See konnte im Gegensatz zum Vatertag am Wochenende nicht punkten. Schon gar nicht gewinnen. Beim VfL Waldkraiburg geriet man durch ein Tor von Lucien Balc in der ersten Halbzeit in Rückstand (38.). Diese Führung baute der Goalgetter der Industriestädter Nebojsa Gojkovic, der in den letzten Wochen kontinuierlich in jedem Spiel trifft, mit seinem zwölften Saisontor aus (73.).

Dass Bernhard Mühlbacher den TSV vier Minuten vor Ende der Partie nochmals heranbrachte, reichte nicht mehr. Kurz darauf war Schluss. Die Waginger gingen als Verlierer vom Platz und haben aktuell nur einen hauchzarten Vorsprung von einem Punkt auf die Abstiegsränge. Das wird ganz schön spannend im Nachholspiel gegen Au am Mittwoch.

ASV Au sammelt weiter Fleisspunkte und Mosaiksteinchen

Die Auer selbst erreichten am Samstag ein 1:1 Unentschieden beim TSV Ebersberg. Franz-Xaver Pelz traf für den ASV Au (17.), Michael Barthuber glich kurz nach der Halbzeit für Ebersberg aus (46.).

Für die Auer ein weiterer Punkt der sie dem Ziel Klassenerhalt, das sie fast schon erreicht haben, wieder ein Stückchen näher bringt. Die Eber hingegen schienen schon mit einem gewissen Abstand zu den Abstiegsregionen ausgestattet, spielen sich aber durch zuletzt katastrophale Ergebnisse Spieltag für Spieltag mehr unten rein. Und müssen am Mittwoch nach Raubling – Mamma mia!

Heimstetten verliert, Dorfen marschiert – und was macht Raubling?

Nach zuletzt richtig starken Auftritten und noch stärkeren Ergebnissen, nämlich drei Siegen und einem Unentschieden in vier Partien, verlor erstmals auch die Zweitvertretung des SV Heimstetten wieder. Gegen den TSV Dorfen setzte es eine 1:2 Heimniederlage. Durch den Auswärtserfolg sind die von Michael Kostner trainierten Dorfener klammheimlich dabei, sich in einem Trend, der entgegengesetzt zu dem der Ebersberger verläuft, ähnlich unten heraus zu spielen, wie die Auer.

Und da an diesem Spieltag im Gegensatz zum Vatertag nicht unglaublicherweise alle Kellerkinder außer ihnen selbst (weil sie gar nicht spielten) gewannen, schlug die große und vielleicht schon letzte Stunde des TuS Raubling. Mit einem Sieg am Sonntag in Ottobrunn hatten sie es in der Hand auch in den Endspielen an den kommenden letzten Spieltagen die Dinge wieder aus eigenen Kräften regeln zu können.

Man frage nicht, wie ihnen dies gelungen ist. Es war nervenaufreibend – soviel sei verraten. Wer es trotzdem wissen will, liest hier unsere Live-Reportage aus dem Stadion am Haidgraben.

Quelle: rosenheim24.de

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