TuS Raubling - SV Heimstetten II 1:2

Raubling scheitert an eigener Chancenverwertung

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Raubling - Nach unzähligen Raublinger Chancen wollte der Ball gegen Heimstetten nur ein einziges Mal ins Tor. Ein Treffer, der am Samstagnachmittag zu wenig war.

Aus dem Inntalstadion berichtet Michael Heymann

Vor der wichtigen Partie gegen den direkten Konkurrenten war allen Beteiligten beim TuS klar, dass nur zwei Siege in den letzten beiden Duellen der Spielzeit 2015/2016 einen Verbleib in der BZL realistisch erscheinen lassen.

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Nach der schmerzhaften 0:2 Niederlage am vergangenen Mittwoch war das Motto gegen den SV  kämpfen bis zum Schluss, um nicht den bitteren Gang in die Kreisliga antreten zu müssen.

Die äußeren Bedingungen trugen jedenfalls überraschenderweise zu einem guten Fußballtag bei. Hatte es den kompletten Vormittag noch geregnet, kam kurz vor Spielbeginn sogar die Sonne raus.

Nur in eine Richtung

Dass es hier für Raubling um alles ging, konnten die gut 100 Zuschauer im Inntalstadion sofort erkennen. Die Gastgeber spielten sofort nach vorne, stürzten sich in jeden Zweikampf und erarbeiten sich gute Chancen. In den ersten 20 Minuten ging es nur auf das Tor von Gästekeeper Georg Moller, der seiner Mannschaft nach jeder parierten Möglichkeit von Raubling lautstark zurief, endlich auch mal mitzuspielen.

Doch Raubling wollte unbedingt den Treffer und kam schon in der ersten Minute durch Matthias Katozka zu einer guten Schussmöglichkeit, die Georg Moller mit einer Glanzparade aber stark zur Ecke klärte. Auch in der achten Minute war es Matthias Katozka, der für Torgefahr sorgte. Die Kugel fand jedoch erneut das angepeilte Ziel nicht und rollte rechts am Tor vorbei.

Die Kugel will einfach nicht rein

Heimstetten kam gar nicht ins Spiel und fand nur selten den Weg in Richtung des Heimtormanns Maximilian Wunderlich. Große Chancen kreierten sie sich aber nicht, auch wenn ihnen Raubling durch ihr einschläferndes Abwehrverhalten die ein oder andere Chance quasi schenken wollte. Stattdessen weiter der TuS in Person von Julian Boddeutsch, der sich mit viel großer Zielstrebigkeit auf der linken Seite durchsetzte und in die Mitte flankte, aber leider keinen Abnehmer fand.

Auch in der 27. Minute scheiterte Julian Boddeutsch kurz vor dem Kasten bei einer Hereingabe von der rechten Seite, als er den Ball nicht richtig traf und Keeper Georg Moller die Kugel nur noch auflesen brauchte. In der Folge ging aber auch den Gastgebern etwas der Elan flöten. Vom Anfangsfeuer war ab der 30. Minute nur noch wenig zu spüren. Der Ball bewegte sich hin und her durchs Mittelfeld. Fehlpässe, Fouls, gescheiterte Konter: Kein Genuss für die Zuschauer. Mit einem bezeichnenden Freistoß von Matthias Katozka in der 41. Minute, der knapp nicht über den Heuberg ging, verabschiedeten sich beide Teams kurze Zeit später in die Kabinen.

Schock für Raubling

Die zweite Halbzeit begann mit einem kurzen Hoffnungsschimmer für die Hausherren, da der Ball in der 48. Minute im Netz zappelte. Doch der vermeintliche Torschütze Lukas Schöffel stand bei seinem Schuss deutlich im Abseits. Doch dann begannen beide Teams wieder das mutlose Spiel vom Ende der ersten Hälfte fortzusetzen. Bis zur nächsten halbwegs nennenswerten Szene dauerte es 15 Minuten. Ein direkter Freistoß von Heimstettens Volkan Yaman landete jedoch in den Armen von Maximilian Wunderlich.

Doch dann der Schock für den TuS: Ein eigener Freistoß verwandelt sich zu einem Konter der Gäste. Die Kugel landete am Ende bei Roland Döring, der mit viel Gelassenheit den Tormann umkurvte und eiskalt zum 1:0 für die Gäste traf. Raubling war daraufhin nur noch verunsicherter und ließ den bis dahin kaum Akzente setzenden Gegnern große Räume. Eine verunglückte Flanke von Dominik Fischer, die er völlig unbedrängt von der linken Seite ausführen konnte, landete in der 68. Minute somit fast im Dreiangel.

Der Befreiungsschlag!

Ein Angriff reichte Raubling um die Stimmung im Inntalstadion komplett zum Kippen zu bringen. In der 75. Minute mimte Matthias Katozka auf der rechten Seite den Usain Bolt, als er allen Verteidigern wegrannte und eine butterweiche Flanke in die Mitte zirkelte. Dort stand der Eingewechselte Dejan Pajic goldrichtig und verwandelte zum umjubelten 1:1.

In der Schlussphase ging es hin und her. Beide Mannschaften wollten unbedingt den Sieg, um sich in der Tabelle vom direkten Konkurrenten abzusetzen. In der 80. Minute hatte Heimstettens Nummer drei, Fabio Sestito die Chance zum 1:2. Doch sein Schuss aus 20 Metern verfehlte knapp links den Kasten. Nur eine Minute wurde es brandgefährlich auf der Gegenseite, als Soungo Diakite am Tormann und kurz darauf Matthias Katozka an der eigenen Schussgenauigkeit scheiterte.

Furiose Schlussminuten

Danach Raubling wie entfesselt, erspielten sich eine Chance nach der anderen - nur das Tor fiel einfach nicht. Die größte Möglichkeit hatte sicherlich Julian Boddeutsch in der 87. Minute, als er den Tormann aus 20 Metern überlupfte, der Ball aber hauchdünn rechts vorbei ging. Auch Heimstetten hatte in den letzten fünf Minuten noch zwei Hunderprozentige, die sie nicht nutzten.

In der 90. Minuten wurde es, trotz der turbulenten Schlussphase, plötzlich ruhig im Stadion. Denn der Eingewechselte Maximilian Klein schoss den Ball aus abseitsverdächtiger Position zum 1:2 für Heimstetten in die Maschen. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Peter Reitmaier eine Begegnung ab, bei der sich besonders die Raublinger fragen müssen, warum sie aus ihren zahlreichen Chancen nichts machten.

Quelle: rosenheim24.de

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