3:1-Sieg: Waldkraiburg gelingt der Befreiungsschlag

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Durfte sich auch in die VfL-Torschützenliste eintragen: Markus Gibis

Im dritten Spiel in der Frühjahrsrunde konnte der VfL den erhofften ersten Sieg einfahren. Vollkommen verdient gewann der VfL Waldkraiburg mit 3:1. War über weite Strecken des Spiels die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Vor nur 200 Zuschauer bei bestem Fußballwetter führten die Hausherren nach gut einer halben Stunde bereits 2:0 durch Tore von Markus Gibis und Andrei Tuculea. Gleich nach der Pause erhöhte der Spielertrainer auf 3:0 und das Spiel schien entschieden. Durch einen Elfmeter verkürzten die Gäste auf 3:1, erhielten aber zehn Minuten später Gelb-Rot und mussten das Spiel zu zehnt beenden.

Gleich von Beginn an übernahmen die Hausherren das Zepter, denn sie hatten sich viel vorgenommen. Heute sollte endlich der erste Dreier eingefahren werden. Nach den Ergebnissen von Freitagabend war der VfL auf den Relegationsplatz abgerutscht und stand deshalb unter Zugzwang. Bereits in der siebten Minute prüfte Yves Deutsch, in seinem ersten Spiel nach seiner Rückkehr aus Ampfing, den Gäste-Goali Igor Pintar mit einem strammen 16-Meter-Schuss. Nach der anschließenden Ecke war der 39-jährige Keeper beim Kopfball von Gibis erneut zur Stelle und klärte kurz vor der Linie. In der 22. Minute war er dann aber machtlos, als wieder Spielertrainer Markus Gibis, aus dem Gewühl heraus, fast vom Elfmeterpunkt zum 1:0 traf. Nur fünf Minuten später erhöhte Andrei Tuculea mit einem sehenswerten Volleyschuss aus halblinker Position auf 2:0. Keine 100 Sekunden später jubelten die VfL-Anhänger schon, doch der Treffer von Jure Loboda fand wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung. Fünf Minuten vor den Seitenwechsel ging Liviu Pantea auf rechts durch und passte quer durch den Strafraum auf den heranbrausenden Tuculea. Doch dessen Schuss strich knapp über die Latte. Fast mit dem Pausenpfiff gab es die erst richtig gute Möglichkeit für die Gäste, doch Barne Auer, der heute wieder im VfL-Gehäuse stand, zeigte einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist.

Kurz nach dem Seitenwechsel stand es 3:0 für den VfL, denn Markus Gibis erzielte seinen zweiten Treffer am heutigen Nachmittag. Ein langer Ball auf Gibis, der Richtung SVH Tor stürmt. Kurz vor dem 16er täuscht er ein Pass auf den mitgelaufenen Pantea an und schiebt lässig an Pintar vorbei. Jetzt schien das Spiel gelaufen! Gut fünf Minuten später eine Duplizität von der Szene kurz vor der Pause, nur diesmal andersrum. Tuculea ist auf links durch, passte quer auf Pantea, doch er schoss knapp übers Tor. Dann die 60. Minute, ein Pfiff vom ansonsten guten Schiedsrichter Christian Keck und er zeigte zur Verwunderung der Waldkraiburger auf den Elfmeterpunkt. Hannes Helldobler klärte vor seinem Gegenspieler zur Ecke, doch Keck sah dieses Tackling als Foul an. Zvonimir Kovac ließ sich diese Chance mit entgehen und verkürzte auf 3:1, hatte aber Glück, da Auer noch mit den Fingerspitzen am Ball war.

Nach einem wiederholten Foulspiel musste dann Timothy Hoferer mit Gelb-Rot den Platz verlassen und die Gäste spielten nur noch zu zehnt. Dann rieben sich die Waldkraiburger Fans erneut die Augen und fragten sich: „Ja, gibt`s denn das?“ innerhalb weniger Sekunden ließ Spielertrainer Gibis zwei hundert prozentige Möglichkeiten aus. Von der Mittellinie aus stürmte er allein auf Pintar zu, umkurvte diesen und hatte das leere Tor vor sich, doch er traf es nicht, der Ball ging übers Tor. Der Abschlag kam genau zu Pantea, der von rechts außen an den Fünfer passte. Wieder hatte Gibis das leere Tor vor sich und wieder traf er nicht… Entnervt ließ er sich dann auswechseln und für ihn kam Burhan Karababa. Erst jetzt besannen sich die Gäste und erarbeiteten sich in den letzten Minuten, bzw. in der vier minütigen Nachspielzeit mehrere gute Möglichkeiten. Zuerst war es Michael Steppan, der knapp vorbei zog (85.). Dann faustete Auer einen 20-Meter-Schuss von Marko Tomici zur Ecke (91.). Felix Sträußl versuchte es mit einem Schuss von der Strafraumkante, traf aber das Tor nicht (92.). Die beste Möglichkeit fast mit dem Schlusspfiff. Tomicic passte auf Michael Hofstetter, der leicht seitlich allein vor Auer stand und abzog. Doch die „Katze aus Waldkraiburg“ verhinderte mit einer Glanzparade den möglichen Anschlusstreffer zum 3:2.

 

Es war geschafft, der erste Dreier war eingefahren und der VfL machte einen Sprung auf Platz 11 und liegt nun nur noch einen Zähler hinten den heutigen Gästen. Alles in Allem darf man beim VfL zufrieden sein, super gekämpft, super gespielt, nur mit der Chancenverwertung nicht, denn auch heute wurden, wie bereits letztes Wochenende, zu viele klare Möglichkeiten ausgelassen. Der Sieg hätte auch höher ausfallen können und das nicht einmal unverdient. (güm)

Quelle: rosenheim24.de

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