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Kinostart The Amazing Spider-Man

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    • 27.06.12
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"The Amazing Spider-Man": Zurück auf Anfang

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Berlin - Seit 1962 begeistert Spider-Man als Comicfigur. Regisseur Marc Webbgeht in „The Amazing Spider-Man“ nun zurück zum Anfang der Superhelden-Story. Hier unsere Filmkritik:

SchlechtNichts BesonderesSehenswertSehr gutHervorragendDanke für Ihre Bewertung!

Musste die Geschichte wirklich schon wieder neu verfilmt werden? Zehn Jahre ist es her, dass Regisseur Sam Raimi Spider-Man durch die Häuserschluchten schickte, in seiner unterhaltsamen, sehr stimmigen Verfilmung des Comics von Stan Lee und Steve Ditko. Charmebolzen Tobey Maguire steckte damals im Spinnenanzug des Helden, der durch den Biss einer genetisch manipulierten (im Original: radioaktiv verseuchten) Spinne Kräfte entwickelt, die jenen einer Spinne in seiner Größe entsprechen. Maguire spielte Spider-Man sympathisch selbstironisch. Das machte Raimis Film auch für ein Kinopublikum jenseits der Comic- und Actionfans interessant – ohne diese jedoch zu vergrätzen. In der Folge drehte Raimi mit Maguire zwei Fortsetzungen.

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Nun hat sich Marc Webb der Geschichte angenommen und erzählt – 50 Jahre nachdem Spider-Man im August 1962 zum ersten Mal in einem Comic aufgetreten ist – seine Version mit Andrew Garfield in der Titelrolle. Der Regisseur und sein Hauptdarsteller setzen einen anderen Schwerpunkt als Raimi/Maguire. Allein, dass das möglich ist, zeigt, welch dramaturgisches Potenzial in der Figur steckt.

Denn Autor Stan Lee und sein Zeichner Steve Ditko haben mit Spider-Man den vielschichtigsten Charakter im Kosmos der US-Superhelden geschaffen: Während die Helden der ersten Stunde, allen voran Superman, ohne Fehl und Tadel sowie unbesiegbar waren, brach Spider-Man mit dieser Tradition. Peter Parker, dessen Alter Ego, ist ein schüchterner Außenseiter an seiner Schule, schwächlich und notorisch abgebrannt. Als Spider-Man musste er erst schmerzlich lernen, dass seine Fähigkeiten auch entsprechende Verantwortung bedeuten, dass er sie in den Dienst der Gemeinschaft stellen muss: Zunächst hatte der Mann im Spinnenanzug seine Talente egoistisch fürs eigene Plaisir genutzt.

So legten Lee und Ditko ihre Figur als den menschlichsten Superhelden an, in dem sich die Leser am ehesten erkennen konnten. Spider-Man war damals, Anfang der Sechziger, auch die Reaktion des Comicverlags Marvel auf die erstarkende Studentenbewegung: Die Comicleser hatten makellose Helden satt, zu denen sie aufschauen mussten.

Das Besondere an Webbs Film ist, dass er sich angenehm viel Zeit für die Exposition lässt und die Vorlage nutzt, um eine Geschichte vom Erwachsenwerden zu erzählen: Andrew Garfield spielt Peter als linkischen, von sich und seiner Umwelt (und den Mädchen erst!) vollkommen überforderten Einzelgänger. Ein Opfer – seiner Mitschüler, seiner selbst. Er stottert und stammelt, zappelt und hampelt, bis er sich traut, ein Wort an Gwen (Emma Stone dankenswert selbstbewusst) zu richten. Dann der Spinnenbiss und die rasante körperliche Entwicklung, die Garfield zunächst mit ängstlichem Staunen bemerkt – bis er neugierig zu entdecken beginnt, was sich alles mit dem Körper eines Mannes anstellen lässt.

Es ist vor allem diese – auch darstellerisch – starke erste Stunde, in der Webb und Garfield den Helden so ganz und gar unheldenhaft, menschlich-alltäglich zeigen, die „The Amazing Spider-Man“ seine Berechtigung gibt. Da ist selbst verzeihlich, dass sich der Regisseur in durchaus entscheidenden Punkten weit von der Originalgeschichte entfernt. Die zweite Hälfte des Films ist rasante, gut choreographierte Action. Gerade in 3D mit Schauwerten – aber eben auch erwartbar. Am Ende, nachdem die fiese Echse besiegt ist, findet Webb zu seinem Interpretationsansatz zurück: Zerschunden und zerschlagen vom Kampf, hat Peter auf dem Heimweg nicht vergessen, dass er seiner Tante Eier mitbringen sollte. Andere waren in der Schule. Er war nur mal kurz die Welt retten. (In München: Mathäser, Cinemaxx, Royal, Münchner Freiheit, Cadillac, Gabriel, Museum-Lichtspiele, Cinema OV.)

Michael Schleicher

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