| Name: | Fast verheiratet |
| Regisseur: | Nicholas Stoller |
| Schauspieler: | Emily Blunt, Jason Segel, Alison Brie |
| Jahr: | 2012 |
| Länge: | 120 |
| Land: | USA |
| Genre: | Beziehungskomödie |
| Verleih: | Universal |
| Starttermin: | 12.07.12 |
Erst kommt der – traditionellerweise – eher stotternd als selbstbewusst vorgetragene Heiratsantrag. Anschließend funkelt der hochkarätige Verlobungsring am Finger der Dame. Bald darauf schwebt ein Traum in Weiß zum Altar. Geigen jubilieren, der Bräutigam lächelt verliebt, die Festgäste bekommen feuchte Augen. Hier, oder ein paar Minuten und einen Blechbüchsen-dekorierten Aufbruch in die Flitterwochen später, wird im Film üblicherweise abgeblendet. Produktionen, die sich mit dem „danach“ beschäftigen, enden meist als schwer verdauliches Beziehungsdrama. Schon Kurt Tucholsky wusste nämlich: „Glaub mir: wenn man sich näher kennt, dann gibt sich das mit dem Happy End.“
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„Fast verheiratet“ wurde zwar von Judd Apatow produziert, der mit brachialhumorigen Geschlechterkampf-Komödien wie „Beim ersten Mal“ bekannt wurde. Doch Stoller gelingt es souverän, seinen Film mit weitaus mehr Charme und weniger Gags unter der Gürtellinie auszustatten. Er erfindet die Hollywood-Romanze nicht neu, er rollt sie quasi nur von hinten auf und belegt, dass für wahre Liebe weder Ring noch Trauschein wirklich notwendig sind. Und das ist für US-Liebesfilme ja schon eine kleine Revolution.
von Ulrike Frick






































































