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Niedrigzinsumfeld in Europa bleibt wohl erhalten

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Kundenberaterin Bettina Graef

Ziele der bereits lange andauernden Niedrigzinspolitik und der im März gestarteten Anleihekäufe durch die EZB (Europäische Zentralbank) sind unter anderem die Ankurbelung der Wirtschaft

Ziele der bereits lange andauernden Niedrigzinspolitik und der im März gestarteten Anleihekäufe durch die EZB (Europäische Zentralbank) sind die Ankurbelung der Wirtschaft und eine als angemessen erachtete Inflationsrate um die 2 Prozent in der Eurozone. Gerade das letzte Ziel ist angesichts der hartnäckig niedrigen Teuerungsrate derzeit in weite Ferne gerückt.

Kundenberaterin Bettina Graef

Die Notenbanker rechnen nun selbst für das Jahr 2017 nicht mehr damit, ihr selbstgestecktes Ziel von 2 Prozent Inflation zu erreichen. Auch die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone ist nicht berauschend. Zwar freuen sich Länder wie Spanien und Portugal über starke Zuwächse, aber in Italien, Frankreich und Deutschland erfüllen sich die Erwartungen nicht. Die EZB hat daher ihre Prognose nach unten revidiert und erwartet für das kommende Jahr nur noch ein Wachstum von 1,7 Prozent in der Eurozone. Das schwache Wachstum in Verbindung mit den noch immer niedrigen Ölpreisen spricht dafür, dass die Kern-Inflation noch längere Zeit auf niedrigem Niveau verharrt. In einer weiteren Schwächung der Gemeinschaftswährung Euro könnte die Lösung dieser Probleme liegen. Ein schwächerer Euro würde einerseits die Exportchancen europäischer Unternehmen verbessern und andererseits zu einer importierten Inflation führen. Dazu ist es erforderlich, dass die EZB ihre bereits ergriffenen Maßnahmen verstärkt. Sie könnte das monatliche Anleihen-Kaufvolumen aufstocken oder den bisher genannten Endtermin September 2016 verschieben. Oder beides. Eine Zinswende im Euroraum kann unter diesen Voraussetzungen vorerst ausgeschlossen werden.

Für Anleger bedeutet dies, dass der Zinsmarkt weiterhin unattraktiv bleiben wird und der Aktienmarkt weiterhin profitieren wird. Die Unternehmen werden von den Maßnahmen profitieren und die relative Attraktivität von Aktien wächst durch eine Ausweitung der Wertpapierkäufe durch die EZB weiter. Trotz eines langfristig insgesamt zuversichtlichen Ausblicks für den europäischen Aktienmarkt bleibt dennoch das kurzfristige Risiko neuer Kursrückschläge groß. Experten empfehlen dieses Risiko durch zeitlich gestaffelte Umschichtungen zu relativieren. Des Anlegers Leid ist des Kreditnehmers Freud. Wer eine Neuinvestition plant, profitiert von besonders niedrigen Zinsen. Auch für die Verlängerung in absehbarer Zeit ablaufender Festzinsvereinbarungen ist das aktuell niedrige Zinsniveau günstig. Auch für erst in zwei oder drei Jahren ablaufende Festzinsvereinbarungen kann es günstig sein, sich schon heute niedrige Zinsen in Form eines Forward-Darlehens zu sichern.

Bettina Graef

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