Im Gespräch mit Christine Oeggl

"Sparen muss man heute neu denken"

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Christine Oeggl, Privatkundenbetreuerin der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

Die guten alten Zeiten mit attraktiven Zinsen sind vorbei. Christine Oeggl, Privatkundenbetreuerin bei der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, erklärt im Interview mit BGLand24.de, wie moderne Anleger heute ein Vermögen aufbauen.

BGLand24.de: Die Deutschen sparen gerne und viel. Warum sollten sie also daran etwas ändern?

Christine Oeggl: Der große Spareifer der Deutschen ist natürlich gut. Doch viele von ihnen setzen leider auf nicht mehr zeitgemäße Anlageformen. Das Sparbuch und zum Beispiel Festgeld haben ihre besten Zeiten hinter sich, denn sie bringen keine Zinsen mehr.

BGLand24.de: Was ist mit einem Notgroschen?

Christine Oeggl: Ein Notgroschen zum Beispiel als Tagesgeld ist durchaus sinnvoll. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) empfiehlt, höchstens zehn Prozent des Gesamtvermögens als Bargeld verfügbar zu haben. Doch wie viel ist das im Einzelfall? Schafft man es, beispielsweise 50 Euro im Monat in eine zeitgemäße Sparform anzusparen? Finanzielle Möglichkeiten und Ziele lassen sich ausführlich bei einem persönlichen Gespräch mit dem Berater in der Bankfiliale besprechen. Ziel modernen Sparens ist, sich die Freiheit und Handlungsfähigkeit für die Zukunft zu erhalten. Konkret: Wer sich besondere persönliche Wünsche erfüllen, für Kinder, Enkel oder sich selbst vorsorgen will, braucht zeitgemäße Sparformen, die die Renditechancen der Gegenwart nutzen.

BGLand24.de: Und wo liegen die?

Christine Oeggl: Wer ein Vermögen aufbauen und möglichst erhalten möchte, braucht Erträge. Die gibt es an den Kapitalmärkten. Die Deutschen sollten sich also mehr und mehr an Wertpapiere heranwagen. Fondssparpläne sind dafür das passende Einstiegsprodukt.

BGLand24.de: Warum eignen sich dafür gerade Fonds?

Christine Oeggl: Die Deutschen haben in finanziellen Dingen ein großes Bedürfnis nach Freiheit. Ein Vorteil von Fondssparplänen ist, dass sie keine großen Summen erfordern. Stattdessen ermöglichen sie einen Einstieg mit kleinen Raten, schon ab 25 Euro. Außerdem befinden sich in einem Fonds grundsätzlich sehr viele Wertpapiere, sodass einzelne Risiken mit einer Vielzahl von Chancen aufgewogen werden können. Und es müssen ja nicht nur Aktien sein. Mischfonds setzen beispielsweise auf chancenreiche Aktien und verzinsliche Wertpapiere – und ändern das Verhältnis je nach Marktlage. Insgesamt ist die Palette an Fonds so umfangreich, dass für jeden Anleger ein passendes Produkt dabei sein dürfte.

Folgende Risiken sind zu beachten

  • Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht, als insgesamt eingezahlt wurde, beziehungsweise die Sparziele nicht erreicht werden können
  • Es besteht Risiko marktbedingter Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko
  • Im Vergleich zum Ausgabepreis einer Einmalanlage kann der Durchschnittspreis des Fondssparplans höher ausfallen
  • Die Rendite bei einem Fondssparplan kann geringer als bei der einer Einmalanlage sein

Christine Oeggl, Privatkundenbetreuerin der

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