Im Gespräch mit Rosemarie Fegg

Altersvorsorge mit der Riester-Rente

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Jugendberaterin Rosemarie Fegg

Die Politik hat das Thema „Altersvorsorge“ als Wahlkampfthema entdeckt. Doch immer weniger Deutsche sind bereit, zusätzlich privat fürs Alter vorzusorgen.

Warum das so ist und vor allem, warum die private Altersvorsorge so wichtig ist, darüber sprechen wir mit Rosemarie Fegg von der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost.

Rosemarie Fegg: Das Thema „private Altersvorsorge“ ist deshalb so wichtig, weil die gesetzliche Rente zwar sicher ist, aber mit Sicherheit auch immer weniger wird. Umfragen belegen, dass die Angst vor Armut im Alter bei den Zukunfts-Ängsten der Menschen weit vorn liegt.

BGLand24.de: Warum sind dann trotzdem immer weniger Menschen bereit, privat für den Ruhestand vorzusorgen?

Rosemarie Fegg: Das hat meines Erachtens mehrere Ursachen – erstens die anhaltende Niedrigzinsphase und damit verbunden das pauschale Schlechtreden der Riester-Rente und zweitens die Anrechnung privater Vorsorge auf die Grundsicherung, wenn die gesetzliche Rente unterhalb der Grundsicherung liegt. Die anhaltende Niedrigzinsphase wirkt sich – so ehrlich muss man sein − natürlich auf die private Altersvorsorge, beispielsweise bei der Riester-Rente aus. Aber − die öffentliche Diskussion bei der Altersvorsorge fokussiert sich ausschließlich auf den Zins und lässt weitaus wichtigere Ertragskomponenten wie die staatlichen Zulagen und die Steuerersparnisse außen vor. Die Riester-Rente pauschal schlecht zu reden zeugt zudem von mangelnder Sach- und Fachkenntnis, da es ja deutlich unterschiedliche Varianten gibt. Da fondsbasierte Angebote wie die Uni-Profi Rente der Union Investment und der Wohnbau-Riester eine steigende Nachfrage verzeichnen, ist die Riester-Krise wohl eher eine Krise der Versicherungswirtschaft.

BGLand24.de: Wenn die Leistungen aus privater Vorsorge auf die Grundsicherung angerechnet werden, lohnt sich private Vorsorge dann überhaupt z. B. für die sogenannten Geringverdiener?

Rosemarie Fegg: Der Gedanke ist verständlich. Wenn man ihn aber weiterdenkt, müsste man konsequent jede Erwerbstätigkeit einstellen und sich auf die staatliche Grundsicherung verlassen. Das tun Gott sei Dank die wenigsten. Und nicht jede Rentnerin und jeder Rentner wird die Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen. Aber das grundsätzliche Problem der Anrechnung ist auch in der Politik angekommen, und ich hoffe auf eine Änderung − auch wenn es den Staat zunächst Geld kostet.

BGLand24.de: Sie würden also trotz Minizinsen und den genannten Nachteilen weiter zur privaten Altersvorsorge, z. B. mit einem Riester-Vertrag raten?

Rosemarie Fegg: Eindeutig ja, und zwar, weil private Altersvorsorge alternativlos ist. Wie man vorsorgt, ist zweitrangig, ob z. B. über eine betriebliche Altersvorsorge, über Immobilienerwerb oder eben über einen Riester-Vertrag. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Nutzen Sie staatliche Zulagen und Steuervorteile und lassen Sie sich nicht beirren und verschieben Sie das Thema Altersvorsorge auf keinen Fall in die Zukunft, denn das wäre ein Fehler, der sich kaum wieder wettmachen lässt. Sprechen Sie deshalb zeitnah mit Ihrer Beraterin oder ihrem Berater in der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost über Ihre persönliche Altersvorsorge.

Rosemarie Fegg

Jugendberaterin der

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