Sawtschenko kritisiert Debatte über Lockerung von Sanktionen

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Fordert den Westen auf, mehr Druck auf Russland auszuüben: Die erst vor kurzem aus russischer Haft entlassene ukrainische Hubschrauberpilotin Nadeschda Sawtschenko. Foto: Sergey Dolzhenko

Berlin (dpa) - Die erst vor kurzem aus russischer Haft entlassene ukrainische Hubschrauberpilotin Nadeschda Sawtschenko hat die deutsche Regierung für die Diskussion um eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland scharf kritisiert.

"Es macht mich wütend, wenn Soldaten in der Ukraine sterben, aber in Deutschland gleichzeitig schon über die Lockerung von Sanktionen diskutiert wird. Das darf nicht sein", sagte sie der "Bild"-Zeitung.

Sawtschenko (35) war nach Kämpfen im Donbass in Gefangenschaft geraten und danach nach Russland verschleppt und dort in einem international kritisierten Prozess wegen Mordes zu 22 Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Seit Dienstag ist sie Abgeordnete im ukrainischen Parlament.

Sie forderte den Westen auf, mehr Druck auf Russland auszuüben. "Ich denke, dass die Welt endlich verstehen muss: (Wladimir) Putins Hunger wird niemals enden", sagte sie zu möglichen weiteren territorialen Ansprüchen des Nachbarn, der bereits die Krim annektiert hat und die Separatisten im Donbass aktiv unterstützt. "Er will nach und nach weitere Regionen und Länder erobern. Es braucht deshalb massiven wirtschaftlichen und politischen Druck."

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