Orlando-Blutbad

Droht Ehefrau Anklage wegen Beihilfe zu 49-fachem Mord?

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Mateen und S. mit ihrem Sohn.

Orlando - Noor S. soll bei Verhören gestanden haben, dass sie von den blutigen Plänen ihres Mannes gewusst hatte. Hatte sie vorsätzlich nicht die Behörden informiert?

Hatte der Killer von Orlando eine Komplizin? Seine Ehefrau, die 30-jährige Noor S., soll laut Berichten mehrerer Medien bei ihren Vernehmungen durch die US-Bundespolizei FBI ausgesagt haben, sie habe versucht, ihren Mann von den Anschlagsplänen abzubringen. Das würde bedeuten, dass sie über die Planungen informiert war. 

Eine FBI-Sprecherin sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP: "Das würde ich nicht bestätigen. Wir werden nicht über im Fluss befindliche Angelegenheiten oder Teile der Ermittlungen sprechen." 

Andere Medien berichten, Noor S. müsse laut einem FBI-Insider mit einer Anklage wegen Beihilfe zu 49-fachen Mordes und 53-fachen versuchten Mordes rechnen. Laut des TV-Senders „Fox News“ prüft die Staatsanwaltschaft sogar, ob der Tatbestand des versuchten Mordes gegeben ist – sprich dass Noor S. vorsätzlich die Behörden nicht von einer drohenden Terrorattacke unterrichtet hatte. 

Berichten zufolge soll sie zusammen mit ihrem Ehemann die Munition für das Blutbad gekauft und den 29-Jährigen zum Auskundschaften am Club „Pulse“ vorbeigefahren haben. Laut „CBS“ rief Mateen die 30-Jährige an, während er auf die Clubbesucher schoss. 

„S. kooperiert mit unseren Agenten und hat sich auch für einen Lügendetektor-Test bereit erklärt. Sie behauptet, dass sie ihrem Mann die Tat vorher ausreden wollte – es aber nicht geschafft hat", so ein FBI-Insider.

D. Sinderman, dpa

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